Wo stecken eigentlich Bushido, Fler und Kollegah? Knietief im Gossip? Jedenfalls nicht in unserer Liste voller Gangster, Geister, Größenwahn.

Konstanz (laut) - Gangster, Geister, Größenwahn, Grime, Grauen und ausnahmsweise einmal kein Gejammer ... Das Rap-Jahr 2019, wie es aussieht, war nuthin' but a G thing. Gossip, Gerede und Gerüchte lassen wir trotzdem außen vor, darum kümmern wir uns Ende des Jahres im Doubletime-Rückblick. Hier geht es ausschließlich um greifbare, sprich: um Album gewordene Resultate. Bushido, Fler und Kollegah, so weit greifen wir frech vor, spielen keine Rolle bei den besten ...

... Hip Hop-Alben 2019

Es erscheint natürlich nicht völlig ausgeschlossen, dass sich die genannten - oder auch die französische Institution I AM, der Newcomer auf Schleife, Klapse Mane, Emopunkrapking Private Paul, Sentino of "Tatuazyk"-Fame, Messias SSIO oder K.I.Z.s Tarek - vielleicht noch in unsere Ohren und Herzen gekratzt hätten. Dummerweise erscheinen deren Alben aber erst noch. Bevor hier wieder das alljährliche Wehklagen losbricht ("Warum so früh? Das Jahr ist noch gar nicht vorbei! Wie könnt ihr nur?!"): Wir müssen ja irgendwann anfangen, und ... ssshhh! Dezemberreleases des Vorjahres dürfen in der Abstimmung immer mitspielen, so sie denn mithalten können.

Schon schlichte Zahlenhuberei zeigt: Wer das zurückliegende Hip Hop-Jahr für ein schwaches hält, sollte dringend am eigenen Hörverhalten arbeiten. Zwanzig Autorinnen und Autoren haben stolze 116 Albenvorschläge in den Ring geworfen. Aus dieser Fülle haben wir eine gemeinsame Liste mit den 25 unserer Meinung nach gelungensten Werken destilliert - und natürlich kann die niemals komplett sein.

Danke, gut.

Vieles, das es nicht in die Endauswahl geschafft hat, läuft zusammen mit handverlesenen Lieblingstracks und wöchentlich frischen Empfehlungen im Programm von laut.fm/zwo. Dein Hip Hop-Radio. Danke, gut.

An dieser Liste mitgewirkt haben die laut.de-Autor*innen Anastasia Hartleib, David Baldysiak, David Maurer, Dominik Lippe, Florian Peking, Franz Mauerer, Holger Grevenbrock, Kay Schier, Max Brandl, Mirco Leier, Moritz Fehrle, Philipp Gässlein, Philipp Kause, Rinko Heidrich, Robin Schmidt, Stefan Johannesberg, Stefan Mertlik, Thomas Haas, dieser Yannik™ Gölz und Yo Mama Fromm.

Weiterlesen

120 Kommentare mit 14 Antworten, davon 113 auf Unterseiten

  • Vor 7 Monaten

    Naja, Geschmäcker sind ja verschieden; für mich außer den erwähnten Döll und Tyler in den Top Ten 2019:

    Shindy - Drama
    Loyle Carner - not waving, but drowning
    Dave - Psychodrama
    Apollo Brown - Sincerely, Detroit
    Smif N Wessun - The All
    People under the Stairs - Sincerely, the P
    Buddy - Harlan & Alondra
    TOBi - Still

  • Vor 7 Monaten

    1. Sierra Kidd – TFS
    2. Die Orsons – Orsons Island
    3. OG Keemo – Geist
    4. Tua – Tua
    5. Karate Andi – Asap Kotti
    6. Harry Quintana – Raro
    7. RAF Camora – Zenit
    8. Stereo Luchs – Off Season
    9. Young Thug – So Much Fun
    10. Haiyti – Perroquet

    Ami Rap war dieses Jahr nMn ziemlich schwach. Deutschrap zwar viel Müll aber noch ein Stück besser als letztes Jahr.

  • Vor 7 Monaten

    "... Hop Hop-Alben 2019" ist mein Lieblings-lautde-Schreibfehler 2019. :)

    Neben den üblichen Verdächtigen liefen Juju, Koljah, 2 Chainz, Dave und Goldlink bei mir in diesem Jahr ziemlich oft.

    • Vor 7 Monaten

      ahahahaha!!! :D

      da bewahrheitet sich doch, was mir vor 15 jahren ein erzürnter fan schrieb (und zwar genau so):

      „du weist ja noch nicht mal, wie hiphip geschriben wird!“

      so true. :rayed:

      luchsauge, danke! :kiss: