Die laut.de-Rap-Redaktion hat gewählt: Afro- oder Experimental-Trap? Cloud oder Boom-Bap? Rap oder Instrumental-Hip Hop? Alles drin, sofern es knallt.

Konstanz (laut) - Ganz schön fett hat sich "#diy" im vergangenen Jahr auf den Lieblingsplatten-Thron gesetzt. Tretti ist der Don, darüber bestand selbst in den normalerweise herzlich uneinigen Reihen der Rap-affinen laut.de-Autorenschaft Konsens, wie ihn bis dahin höchstens Kendrick Lamar zustande brachte. Nun ist 2017 aber zweifellos Geschichte und 2018 auch schon nahezu vorbei. Bedeutet: Das Hauen und Stechen geht wieder von vorne los. Gemeinsame Nenner? Gab es. So sehen sie aus:

Die besten Hip Hop-Alben 2018

Capital Bra, soviel sei vorab verraten, hat sein Fließbandausstoß nichts genützt: Nicht einmal fiel sein Name, in keiner einzigen der eingegangenen Favoritenlisten. Dabei beteiligten sich - dürfte neuer Rekord sein - in diesem Jahr siebzehn Kolleginnen und Kollegen an der Abstimmung und warfen satte einhundertsiebzehn Alben ins Rennen. Wenn im Schnitt alle drei Tage eine Platte erschienen ist, die zumindest einer oder einem von uns irgendwie bemerkenswert vorkam, kann 2018 kein ganz schlechtes Jahr für Hip Hop gewesen sein.

Danke, gut!

Handverlesene Lieblingstracks aus unseren Lieblingsalben laufen selbstverständlich auch bei laut.fm/zwo - im Wechsel mit bewährtem Klassikermaterial und den frischen Späßen, die uns hier tagtäglich vor die Füße kullern. Dein Hip Hop-Radio. Danke, gut.

Mitschuld an diesem Ranking tragen die laut.de-Autorinnen und -Autoren Anastasia Hartleib, David Maurer, Dominik Lippe, Florian Peking, Florian Weigl, Kay Schier, Lisa Wörner, Lukas Rauer, Max Brandl, Maximilian Fritz, Rinko Heidrich, Robin Schmidt, Stefan Johannesberg, Stefan Mertlik, Thomas Haas, Yannik Gölz und Yo Mama Fromm.

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68 Kommentare mit 28 Antworten, davon 48 auf Unterseiten

  • Vor 12 Tagen

    Hayiti vor OG Keemo...stellt doch den Betrieb einfach ein Freunde

  • Vor 12 Tagen

    Finde 2018 das beste Rapjahr seit Jahren. Letztes Jahr war echt schwierig.

    • Vor 12 Tagen

      Empfinde ich (zumindest für DRap) ähnlich. Ok, von Haze und Hiob hab ich mir noch ein bisschen mehr erhofft, aber Angst, Skalp & Shigeo sind klasse, Kwam.e fand ich trotz leichtem HH-Moder auch sehr vielversprechend. Und wie Großi richtig anmerkt, steht mit Retrogott/Hodn ein potentielles Highlight ja auch noch aus.

    • Vor 12 Tagen

      Vor Keemo galt hier noch der Konsens, dass 2018 ziemlich scheiße war für Deutschrap. :confused:

    • Vor 12 Tagen

      Nachtrag: Und in dissy wollte nach hrvorragends & D840s Empfehlungen letztens eigentlich auch noch reinhören...

    • Vor 12 Tagen

      @Mundi Dieser Konsens gilt hier doch schon seit mindestens immer für jedes Jahr ;)

    • Vor 12 Tagen

      Meine mich zu erinnern, dass auch Leute, die sich sonst nicht so äußern (inklusive mir), relativ einstimmig zum selben Ergebnis kamen.

      Andererseits kamen Keemo, Hiob(?) und ein paar andere auch erst kurz vor Ende des Jahres raus. Dennoch fand ich das Jahr als Ganzes ziemlich scheiße für Deutschrap.

    • Vor 12 Tagen

      War letztes Jahr doch auch schon so, dass im Deutschrap vor November nur Grütze rauskam und dann auf einen Schlag ZM, Dege und Trettmann.

      Ich finde, Deutschrap ist nach ein paar Jahren Flaute wieder leicht im Auwärtstrend.

    • Vor 12 Tagen

      Klar war vieles scheisse, aber die perlen die sich dieses jahr ansammelten sind dann doch prächtiger und zahlreicher als gedacht.

  • Vor 12 Tagen

    Cardi B drinne und Janelle Monae nicht? Schande! Palmen aus Plastik 2?! Schande!

    Meine Top 5 Deutschrap:
    1. OG Keemo - Skalp
    2. Hiob - Abgesänge
    3. Danger Dan - Reflektionen aus dem beschönigten Leben
    4. Juse Ju - Shibuya Crossing
    5. MC Bogy - 100%

    Knapp vorbei ist Orgi. US auf jeden Janelle Monae auf der eins, Rest bin ich mir jetzt nicht so sicher. Hab aber auch nicht so viel Ami-Zeug gehört

    • Vor 12 Tagen

      Übrigens 7.12. Retrogott und Hulk Hodn - Kontemporärkontamination. Könnte mir vorstellen, dass das auch Top 5-Material ist.

    • Vor 12 Tagen

      Juse Ju? Danger Dan? :kotz:

    • Vor 12 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 12 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 12 Tagen

      Gehört oder ungehört?

    • Vor 12 Tagen

      Ungehört, sollte klar sein. :o

      Danger Dan sollte ich der Fairness halber vielleicht tatsächlich reinhören. Juse Ju fand ich bisher nicht hörbar, daher löst der Name alleine schon Abstandsreaktionen bei mir hervor. Objektiv sind die Alben wahrscheinlich sogar solide, persönlich kann ich mit beiden Künstlern inklusive deren Camps nichts anfangen.

    • Vor 12 Tagen

      Ich fand Juse lange sehr fremdschaminduzierend, hab ihn aber mitbekommen, da ich viel Edgar Wasser und dann auch Fatoni gehört habe. Der hat halt keine besonders angenehme Stimme und ist objektiv betrachtet schon so ein richtiger Lauch, Technik ausbaufähig... Musikalische Untermalung war auch eher semi. Aber schon damals habe ich gemerkt, gefühlt, dass der das liebt, Herzblut in seine Mucke steckt, so sehr das nach Platitüde klingt. Weil das für mich bei Musik sehr wichtig ist, bzw weil ich mir davon stets die Möglichkeit verspreche, dass da dann Musik raus kommt, bei der ich denke "Ja, man!", die ich fühle, bei der ich Gänsehaut bekomme, zu der ich abgehen kann, habe ich mir alles von ihm Mal angehört. Und Shibuya Crossing ist das erste, bei dem ich mir denke "Ja, das kann ich feiern". Beats sind ganz gut bis klasse, weniger Cringe, gutes storytelling, gute Konzepte, eine Skaterhymne, insgesamt starkes Album. Aber Geschmackssache.

    • Vor 12 Tagen

      Und Dan hat da einfach ein richtig nices Album rausgehauen, bin alles andere als ein Antilopenfan, hab da Mal reingehört, nachdem ich eine Vorabsingle hörte, und da sind einfach ein paar sehr gute Lieder drauf. Nur das Prinzenlied ist scheiße.

  • Vor 10 Tagen

    1.OG Keemo - Skalp
    2. 503 GmbH - Schweigen ist Gold
    3.Yung Kafa & Kücük Efendi - Helmut
    4. Ufo361 - 808 und VVS
    5. M.O.030 - Moseason
    6. Pa Sports & Kianush - Desperadoz II

    So einfach ohne Grundsatzdiskussion

    Kommt ja noch einiges wie z.B Kolle oder der Retrogott..auch der Flop des Jahres mit Ali und MoTrip steht noch aus..

    Desweiteren waren es extrem viele Alben mit einigen überragenden Songs, die aber auf Albumlänge schwächelten bis wenig nachhaltig begeistern konnten siehe Olexesh, Capital Bra, Bushido, Summer Cem, Fard oder vielem mehr

    Manche Alben wie z.B von Fler oder Azet hab ich auch schon wieder komplett vergessen..von Jalil bin ich total enttäuscht.auch Flop des Jahres Potential

    Veysel stagniert weiter, Xatars Hype komplett verflofen, Bonez wärmt nur lausig auf, Bogy releast sympathisch unter dem Radar..Isars ersehntes Comeback wurde zu meinem Entsetzen hier verrissen..viele Alben blieben wegen der schieren Releaseflut auch großteils ungehört bzw wurden nachgehört oder nur einzelne Songs durch Playlists. Ich habe aber dieses Jahr durchaus viel queerbeet gehört und mannigfalte Eindrücke bekommen

    Etc

    Ach wir machen das jetzt so, dass ich mich hier Ende des Monats in gebührender Länge zum D-Rapjahr nochmals äußern werde

  • Vor 10 Tagen

    insgesamt kann man sagen das in diesem jahr einige große labels über den jordan gegangen sind...aon hat mit "nur gott kann mich richten" stark angefangen, die alben von xatar und ewa dann allerdings mau bis grottig...das signing von solchen graupen wie eno und mero macht die sache auch nicht besser...egj hat zwar auf kommerzieller sicht gesehen besser gesignt, aber das bubu album war bestenfalls unterer durchschnitt. die krönung hat aber hirntot geliefert...distri verlassen und bei chapter one angeheuert. erste amtshandlung nach dem deal, forum plattgemacht :lol: hirntot will also gern so richtig deutschrap sein, ade untergrund...mir kommt die galle hoch...meine liste daher wie folgt: 1) Haze - Die Zwielicht LP 2) MC Bogy - 100% 3) GZUZ - Wolke 7 4) King Orgasmus One - Welcome to the Hood 5) Lokke - Lutsch dran