Weggefährten wie Elton John, Sam Smith, Lil Wayne, Adele und Maite Kelly teilen Erinnerungen und gemeinsame Momente mit der Queen of Soul.

Konstanz (rnk) - "I Say A Little Prayer". Die Nachricht von Aretha Franklins Tod überschattete gestern den sechzigsten Geburtstag von Madonna und auch den Todestag von Elvis Presley. Schnell verschwanden die vorhersehbaren "Material Girl"- oder "Always On My Mind"-Postings aus den sozialen Netzwerken und machten Platz für Ehrerbietungen an die große Interpretin.

Auf Twitter, Instagram und Facebook kondolierten viele Stars und zollten, ganz im Sinne des bekanntesten Aretha Franklin-Songs, ihren Respekt und ihre Bewunderung.

Jay-Z und Beyonce widmeten ihr gemeinsames Konzert am Montag der Soul-Queen. Tour-DJ Khaled spielte den wohl bekanntesten Song "Respect", den Publikum in Arethas Geburtsort Detroit textsicher und lauthals mitsang.

Soul-Legende Smokey Robinson nimmt Abschied von "seiner ältesten Freundin" und ist sich sicher, dass sie nun ihren Frieden findet. Franklin war, im Gegensatz zu vielen Detroiter Musikern ihrer Zeit, nicht auf dem Kultlabel Motown, das gerade in den 60er und 70er als Epizentrum der Soulmusik galt.

In der berühmten Musik-Sendung "Soultrain" sang man gemeinsam den Robinson-Song "Oh Oh Baby":

Auch der junge Kollege Justin Timberlake teilte besondere Momente mit Detroits bekanntester Stimme. "Das ist der Gesichtsausdruck eines jungen Mannes, der einfach nicht begreifen kann, dass er mit der Größten aller Zeiten zusammen singt."

Für "Hello"-Sängerin Adele gehörte das Aufwachen mit Aretha Franklin-Songs zur morgentlichen Routine. "Ich kann mich an keinen Tag erinnern, an dem ich nicht ohne Aretha Franklins Stimme aufgewacht bin"

Sam Smith ist sich ebenfalls bewusst, bei wem er sich für den Einfluß auf seine Musik bedanken kann. "Einer der ersten Songs, an die mich erinnern kann war 'I Say A Little Prayer'"

Elton John weist noch einmal darauf hin, wie großartig und unterbewertet die Fähigkeiten der Ausnahmekünstlerin am Klavier waren. "Sie war eine meiner liebsten Pianistinnen". Nicht nur das Klavier und der gegenseitige Respekt verband die beiden, sondern der 25. März als gemeinsamen Tag der Geburt.

Franklins letzte öffentlicher Auftritt im November 2017 fand ebenfalls mit Elton John statt, und der englische Künstler zeigt sich dankbar und geehrt, vor allem aber beeindruckt, wie die schon damals gesundheitliche angeschlagene Sängerin ihre Performance trotz gesundheitlicher Probleme meisterte.

Aus dem britischen Königreich melden sich auch Sir Paul McCartney und die ehemaligen Rivalen von den Rolling Stones zu Wort. Der gemeinsame Bewunderung bringt die beiden größten Bands der englischen Musikgeschichte zusammen.

Lauryn Hill, die selber mit "The Miseducation of Lauryn Hill" Ende der 90er einen Meilenstein der Soul-Musik ablierte, veröffentlicht ein gemeinsames Studiofoto. 1998 war sie an der Produktion des Franklin-Albums "A Rose Is Still A Rose" und schrieb den gleichnamigen Album-Track.

"Are You Gonna Go My Way"-Rocker Lenny Kravitz performte mit Aretha Franklin, anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Rock'n Roll Hall Of Fame, ein gemeinsames Duett mit der Ausnahmekünstlerin. Aretha Franklin war 1987 die erste Frau, die dort aufgenommen wurde.

Auch viele Hip Hopper reagierten auf Aretha Franklins Tod und würdigten - so wie DJ Premier - ihren Einfluss auf das Genre.

Neben vielen anderen Rappern erwiesen etwa Lil Wayne, Chance The Rapper, Denzel Curry und John Legend der Queen ihren Respekt.

Vergleichsweise wenig Anteilnahme zeigt bislang der deutsche Sprachraum. Aus der deutschen Musikszene meldet sich nur Maite Kelly, manchen als Sängerin und vielen als aus dem Trash-Format 'Let's Dance' bekannt, zur Wort.

Fotos

Lil Wayne und Elton John

Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Stefan Holtzem) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Stefan Holtzem) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Stefan Holtzem) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Stefan Holtzem) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Stefan Holtzem) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Stefan Holtzem) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Stefan Holtzem) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Stefan Holtzem) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Stefan Holtzem) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Lil Wayne und Elton John,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof)

Weiterlesen

laut.de-Porträt Aretha Franklin

Queen Of Soul, mit diesem Titel bezeichnet man die am 25. März 1942 in Memphis geborene Sängerin und Pianistin Aretha Franklin. Aufgrund ihrer großen …

1 Kommentar mit 2 Antworten