14. Februar 2020

"Dann entliken wir euch!"

Interview geführt von

Mono und Nikitaman stehen für feurige Bühnenshows und präzise Songtexte. "Guten Morgen, Es Brennt" heißt ihr noch immer aktuelles Album. Darauf befindet sich auch die Single "Hitler Muss Immer Wieder Sterben".

Als am 5. Februar überraschend ein FDP-Politiker in Thüringen mit den Stimmen der AfD und der CDU Ministerpräsident wird, obwohl seine Partei es bei der Landtagswahl nur auf fünf Prozent brachte, bereiten sich Mono & Nikitaman gerade auf drei Shows ihrer aktuellen Tour vor. Gegen Situationen wie diese, in denen Liberale sich von Björn Höcke helfen lassen, kämpft das Reggae-Duo seit Jahren an. Auch auf der Bühne beziehen sie klare Position. Wir sprechen mit ihnen über das Parteiengefüge in Deutschland, über 30 Jahre Wiedervereinigung und 20 Jahre "Paint The Town Blue", den Hip Hop-Film, mit dem Mono ihr Kunststudium abschloss.

Wahrscheinlich habt ihr die Nachrichten aus Thüringen mit dem Rücktritt des FDP-Ministerpräsidenten auch als überraschend empfunden, oder?

Nick: Auf jeden Fall, es ist ein absoluter Tabubruch! Ich find's erstaunlich, wie weit da Grenzen von FDP und CDU überschritten werden, auch wenn jetzt ein bisschen zurückgerudert wird. Trotzdem ist es ein Tabubruch, der nicht passieren darf. Es ist sehr, sehr gefährlich, mit rechten Parteien zusammenzuarbeiten.

Mono: Man kennt ja die Strukturen, von diesen Ice-Breakern, dass einmal eine Grenze durchbrochen wurde. Dann geht man zwei Schritte zurück oder einen Schritt zurück – und dann beim nächsten Mal schreit keiner mehr auf.

Habt ihr damit gerechnet, dass so etwas passiert?

Nick: Also, ich finde das tatsächlich überraschend, weil Parteien auf Bundesebene, also CDU und FDP, gesagt haben, wir arbeiten nicht mit rechten Parteien zusammen, wir koalieren nicht; es gibt keine Zusammenarbeit. Das ist einfach eine Grenze, die wir nicht überschreiten. Dass es dann mehr oder weniger klammheimlich, hinten rum passiert, das ist schon überraschend.

Es ist natürlich abzusehen, je stärker eine Partei in Deutschland wird: Der Machterhalt von Parteien und Politikern bringt es mit sich, dass irgendwann koaliert wird. So gesehen ist es im Großen und Ganzen nicht überraschend.

Mono: Ich komme aus Österreich, und für mich ist es nicht ganz so überraschend, weil ich weiß, wie diese Strukturen funktionieren. Man hat da auch schon ganz viel gesehen. Ich finde es erschreckend.

Habt ihr im Zusammenhang mit den 30 Jahren seit dem Mauerfall Unterschiede bemerkt, wenn ihr auf Tour unterwegs seid, in verschiedenen Bundesländern und auch in Österreich? Ist euch da was aufgefallen?

Mono: Na ja, eher bei Posts fällt uns auf: Wenn wir ganz klare politische Aussagen machen, die uns im Moment wichtiger denn je sind, sagen Leute: "Ja dann entliken wir euch." Oder: "Dann kommen wir nicht mehr zum Konzert." Ich finde es krass, dass Menschen überhaupt unsere Musik hören und nicht ahnen, was für eine Einstellung wir haben. Dass wir für Vielfalt einstehen und für offene Grenzen.

Nick: Aber ich finde die Situationen sind jetzt, unabhängig von ehemals West oder ehemals Ost, überall in allen Städten und Bundesländern verschieden. Überall, wo viel rechts gewählt wird, gibt's auch eine starke Gegenbewegung, und große Soli-Konzerte. Wir sind eben gerade am Merch-Stand nach dem Konzert in Nürnberg wieder angesprochen worden, auch mal in Themar zu spielen. Ich finde es sehr gut, dass sich die Leute auch immer dort stark machen, wo auch ein Problem mit rechten Parteien und Ideologien herrscht.

(In Themar im südlichen Thüringen führte 2016 ein NPD-Politiker erstmals die Veranstaltung "Rock gegen Überfremdung" durch, Anm. d. Red.)

"Paint The Town Blue" ist eine wunderschöne Doku

Würdet ihr sagen, die Wiedervereinigung ist gelungen?

Mono: Nee, ich finde, eine Generation merkt jetzt gerade: Okay, wir sind auf eine Art und Weise vom Westen aufgefressen worden. Da passiert viel Aufarbeitung gerade, es ist noch nicht wiedervereinigt.

Nick: Die Wiedervereinigung war vor 30 Jahren - wenn wir uns 30 Jahre später jetzt noch die Frage stellen, ob sie gelungen ist, dann ist sie ja mal überhaupt nicht gelungen. Auf jeden Fall ist es so, dass wir jetzt eine neue Generation am Start haben, in unserem Team sind Musiker, Techniker, Leute aus Ost- und Westdeutschland, und man merkt es auch nicht immer. Allerdings haben die Leute natürlich eine andere Geschichte, zum Beispiel familiär. Die persönlichen Geschichten sind sehr verschieden.

Mono: Ich merke auch eine andere Wut und einen anderen Frust, und der ist gerechtfertigt. Viele Menschen fühlen sich vom Kapitalismus überrumpelt, die haben dieses System nie beigebracht bekommen, und deren System hat nie eine Rolle gespielt. Ich glaube, das fühlt sich schon scheiße an.

Die Zeit des Mauerfalls brachte in Berlin ja einen turbulenten Underground hervor, weil es auch die Locations dafür gab, verlassene Gebäude oder Keller. Mono, du warst dann 1997/98 in Bristol, damals auch ein sehr bewegter Ort. Ich empfinde das auch als besonders experimentelle Zeit. Wie erinnerst du dich an das, was du in Bristol erlebt hast, zumal das ja auch eine Musikszene verschiedener ethnischer Herkünfte ist?

Mono: Also es war eine super kreative Zeit, es war bunt. Hip Hop war bunt und wild, und ich bin zum Beispiel mit Banksy sprühen gegangen, habe Leute getroffen und ich finde sowieso: In Bristol dreht sich alles um Musik. Es ist immer noch eine Hochburg. Wenn man da hin fährt, hat man das Gefühl, jeder ist irgendwie involviert in einer Band oder macht selbst Musik. Es ist ein total kreatives Umfeld.

Mono: Und in Berlin waren die Mieten billig, daher konnten Leute kreativ sein, weil sie die Zeit dafür hatten.

Wann warst du zuletzt in Bristol?

Mono: Vor fünf Jahren.

Ist dir da ein bestimmter Trend aufgefallen, außer dass die Leute insgesamt sehr musikalisch sind?

Mono: Naja, es gibt eine große Black Community in Bristol, viele jamaikanische Communities. Reggae ist auf alle Fälle sehr groß da. Auch afrikanische Musik ist groß, aber für Details war ich zu kurz dort.

Es gibt auch einen Dokumentarfilm von dir, "Paint The Town Blue".

Mono: Genau, ich hatte Lust, die vier verschiedenen Hip Hop-Disziplinen in einem Film zu vereinen und fand das Medium Film auch total schön, weil eben Musik, Ton und Bild zusammen kommen. Ich bin dann nach Amerika und Bristol gereist, und habe auch Leute in Österreich interviewt, weil ich damals noch dort gewohnt habe. Das war meine Diplomarbeit.

Ist der Film nach 20 Jahren noch aktuell? Würdest du ihn noch empfehlen?

Mono: Man kann ihn auf YouTube gucken. Aber er ist glaube ich eher für Nerds. Gerade bei Videos hat sich so viel getan: Die ganzen Filter allein, die Qualität wirkt schon schlecht, wenn man das heutige Niveau von Videos und Filmen gewohnt ist.

Nick: Also, wenn ich mal kurz reingrätschen darf: Es ist auf jeden Fall ein Klassiker (lacht). Eine wunderschöne Dokumentation mit dem damaligen DJ-Weltmeister und mit Bands wie Jurassic Five, Masta Ace, also: Hip Hop-Leute werden da einige Perlen finden.

"Die Demokratie wird als Deckmantel benutzt"

Ich glaube, viele Leute warten immer noch auf einen neuen Bob Marley. Der letzte, der das Potential hatte, war vielleicht Richie Spice oder Chronixx. Insgesamt ist es immer noch sehr männerlastig. Ich könnte auch eine Liste mit 200 Leuten voll machen, bei denen ich seit zehn Jahren aufs Debütalbum warte und die noch nie hier in Europa waren. Was erwartet ihr für die 2020er Jahre im Reggaeten?

Nick: Also erst mal spricht eine neue Hoffnung beide Punkte an: Koffee, die gerade den Reggae-Grammy gewonnen hat, hat das als erste Frau überhaupt geschafft - mit knapp 19 Jahren. Ich glaube, auf ihr liegen sehr große Hoffnungen, Jamaika international wieder in den Mittelpunkt zu rücken und Reggae auf einen neues Level zu heben. Sie wird auch von einem Tony Rebel und von den ganzen Alten unterstützt, da können wir schon einiges erwarten und sie ist schon so etwas wie ein Weltstar – ohne erstes richtiges Album! Es ist schon unglaublich, was da gerade passiert. (Koffee wurde zum Beispiel von Cocoa Tea gepusht und Walshy Fire mixte Songs für sie, Anm. d. Red.)

Mono: Aber dieses Problem mit der geringen Anzahl an Frauen im Line-Up gibt es ja nicht nur im Reggae. Das ist ja im Hip Hop fast noch schlimmer. Es ist ein Problem, das die Festivalveranstalter definitiv in den Griff bekommen sollten.

Nick: Und noch zu Bob Marley: Ich muss da ein bisschen rausgehen aus dem Genre. Ich habe das Gefühl, er war eine Symbolfigur für eine vermeintliche oder auch tatsächlich unterdrückte Gruppe von Menschen, die eine Stimme gesucht hat. Bei Künstlern wie Burna Boy oder anderen, die gerade aus Afrika oder Nigeria kommen, denkt man heute ja nicht mehr: "Oh die Afrikaner machen auch Musik, das ist ja alles auch ganz nett, aber wir machen hier die richtige Musik."

Das sind Leute, die plötzlich weltweit oben in den Charts sind, und ich finde das sehr interessant. Ich weiß auch nicht ob dieser nächste Bob Marley unbedingt Reggae machen und ob er unbedingt aus Jamaika kommen muss. Aus Afrika wird noch sehr viel mehr Musik kommen. Es ist unglaublich, was da gerade passiert!

Diese Afrobeats-Geschichte verfolgt ihr mit Interesse?

Nick: Ich hör's auf jeden Fall mega gerne und finde es auch sehr interessant.

Wenn man in Symbolfiguren wie in die verschiedenen Marley-Söhne oder jetzt Koffee etwas reindeutet - was sind es für Zutaten, die so eine Personality in unserer Zeit heute braucht?

Mono: Real sein. Authentisch sein, sein Ding machen. Nichts kopieren.

Nick: Das ist 'ne interessante Frage, weil mit Bob Marley damals ja einer gesagt hat: "Hey, wir stehen jetzt auf, wir sind nicht mehr unterdrückt". Das wurde mit einer Religion kombiniert, die sehr vom Alten Testament beeinflusst war. Sowas wie "Wir müssen ins gelobte Land zurück, wir erschaffen uns unseren eigenen Staat", eben diese ganze Rasta-Bewegung, die damit groß geworden ist. Ich weiß nicht, ob es das in der Form noch mal geben wird.

Ich kann es mir nicht vorstellen, dazu ist die Welt zu verlinkt, dafür werden Ideologien und Religionen direkt viel zu durchleuchtet auf Social Media-Kanälen, oder es entstehen Gegen-Ideologien und Verschwörungstheorien.

Ihr seid jetzt schon lange auf diesem poppig aufgemachten Dancehall-Sound unterwegs, obwohl ihr das ja nicht in die Wiege gelegt bekommen habt. Was ist das Faszinierende an diesem Dancehall-/Reggae-Genre?

Mono: Genau, wir machen nicht nur Dancehall, sondern auch Reggae. Ich glaube, was mich schon seit der Kindheit gecatcht hat, ob's jetzt Bob Marley war oder andere Künstler, zum Beispiel Miriam Makeba, das war eigentlich der Offbeat. Der fängt mich immer noch und ich fange gleich zu tanzen an. Jeder fühlt eben etwas anderes. Diese Musik fühle ich, und deshalb machen wir sie auch.

Wie sieht es aktuell aus mit neuen Veröffentlichungen bei euch?

Mono: Wir wollen nach der Tour mit Songs weiter machen, die wir in der Pipeline haben, und wir haben voll Bock darauf. Wir schreiben auf jeden Fall neue Songs.

Noch mal zu Thüringen: Wo ist denn diese Linie, mit der Annäherung an die AfD, das erste Mal überschritten worden? Oder an welcher Stelle verrutscht da etwas?

Mono: Das ist ein schleichender Prozess. Ich glaube nicht, dass es eine Stelle gibt. Das haben ja die Rechtspopulisten sehr gut drauf, dass sie unter dem Deckmantel der Demokratie eine Wiederbelebung legitimieren. Es ist einfach krass, wie weit dann die Grenzen gepusht werden, und Menschen glauben wirklich, dass es demokratisch wäre, und dass sie plötzlich die Freiheit brauchen, endlich wieder Nazi sein zu dürfen.

Ich kann nicht verstehen, dass Antifaschismus jetzt in Frage gestellt wird. Leute, die Antifaschisten sind, werden als Terroristen gleichgesetzt, dabei war immer klar: Eines der wichtigsten Dinge unserer Gesellschaft ist das Bestreben, dass Faschismus nie wieder stattfindet.

Nick: Für mich ist medial eine Grenze überschritten worden, in dem Moment, als man auf diesen Bauerntrick hereingefallen ist, dass die AfD oder am Anfang auch die Pegida-Bewegung gesagt hat: "Ihr seid die Lügenpresse, keiner hört uns zu, wir werden nicht gehört". Und als plötzlich alle gesagt haben: "Okay, wir laden euch ein, alle". Überall wurden doch Pegida-Leute eingeladen, obwohl die prozentual unterm Strich gar nicht die Berechtigung hatten, eine Aussage in dieser Ausprägung durch die Medien zu zerren. Und das sind so einfache Tricks: Leute, die immer wieder ihre Meinung wiederholen, irgendwas bleibt davon hängen. Pegida hatte zahlenmäßig ja unglaubliche Einbrüche. Aber sie haben immer via Social Media verbreitet: "Wir sind da, wir haben eine große Wirkung". Und in dem Moment, in dem man diesen Leuten immer wieder eine Stimme gibt, die allerdings von der Wahlbeteiligung her unberechtigt ist, damit begeht man schon den ersten Fehler.

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2 Kommentare mit 21 Antworten

  • Vor 3 Tagen

    welt-Zitat: "Wir brauchen Lösungen für die Folgen einer falsch angelegten Globalisierung. Die neoliberale Ideologie ... hat Staaten zu Wurmfortsätzen global agierender Konzerne gemacht und senkt in westlichen Industrienationen die Löhne zugunsten der Kapitalrendite. Die Folgen für den Sozialstaat und die Renten sind verheerend"

  • Vor 3 Tagen

    Bitte, von welchen Grenzen der CDU und der FDP reden sie da? Wenn auch die SPD immer wieder völkelt und einen der ungeniertesten Rassisten des Landes nicht aus ihrer Partei entfernt bekommt, würde es mich nicht wundern, wenn Jens Spahn ein Tattoo einer schwarzen Sonne um seinen Anus trägt.

    • Vor 3 Tagen

      Wer ist der ungenierte Rassist in der SPD?

    • Vor 3 Tagen

      Es wird wohl Sarrazin gemeint sein.

    • Vor 2 Tagen

      die ironie ist, nicht sarrazin hat sich verändert sondern die SPD. in den 60er und 70er jahren gab es diverse genossen, die ähnlich dachten wie sarrazin. eine swasan chebli (die man gerne synonym verwenden kann, für alles was in der spezialdemokraten partei nid läuft) wäre damals auch eher weniger denkbar gewesen. aber die zeiten ändern sich. hurrah

    • Vor 2 Tagen

      Da ist natürlich etwas dran. Wie gesagt: Die SPD will "volksnah" sein, und ist im Zweifel mehr Volk als nah. Der Großteil der alten 70er-Jahre-Rassisten in der SPD ist nur klüger/milder/moderner geworden oder hat die Partei verlassen. Es wird nun seit über 10 Jahren versucht, Sarrazin hersuszuwerfen, aber besonders wichtig scheints der SPD offensichtlich nicht zu sein.

      Was hats denn mit der Chebli auf sich? Ich habe länger versucht, ihre politischen Ansichten herauszufinden, aber weil dermaßen viele Lauchs Rassisten sind, ist sie nur dann in den Medien, wenn sie sich für ihre Existenz rechtfertigen oder gegen Morddrohungen klagen muß.

    • Vor 2 Tagen

      chebli ist eine politische metastase wie sie viele gibt. die hat glaubs keinen einzigen tag in ihrem leben richtig gearbeitet und/oder nicht von steuergeldern gelebt. für eine partei deren zielgruppe einmal ARBEITER waren, ist dies traurig.
      Ich persönlich weiß nicht einmal, was chebli beruflich macht bzw wie ihr beruflicher alltag aussieht. ich weiß nur, dass sie "hier privat" auf twitter ist. und das ist sie sehr viel. mehrere zehntausend tweets since 2016. und sie stellt minimum pro woche 36 anzeigen. wegen twitter grind. und sie kann sich auf steuerzahlers nacken eine rolex leisten. das ist beneidenswert. kranken/altenpfleger, friseure oder kleinere handwerker können nicht mehr die miete in ballungsräumen zahlen und finanzieren frau cheblis uhr

    • Vor 2 Tagen

      Der direkte Zusammenhang zwischen explodierenden Mieten in Ballungsräumen und Frau Cheblis Uhr ist schließlich völlig offensichtlich.

    • Vor 2 Tagen

      Handkuß an Zapata :D

      Breakforhatefest, ich glaube, sie hat in den letzten zehn Jahren nicht wesentlich weniger "gearbeitet" (in Deinem Sinne), als die meisten Berliner Politiker dieses Ranges. Aber - wie gesagt - ich habe über ihre Arbeit oder politischen Haltungen kaum etwas gelesen (wg. Rassismus). Was hat sie denn in der Berliner Städtepolitik angestellt? War sie z.B. gegen einen Mietendeckel?

    • Vor 2 Tagen

      natürlich ist es das. wer 1,2 netto bekommt zahlt auch steuern und finanziert diversen politkern ihren luxus. kann aber in ballungsräumen nicht mehr wohnen.
      die anderen politker sind halt nid soo blöd und posen damit auf twitter. und ja, andere politiker arbeiten in dem sinne auch nicht, könnten aber theoretisch in der freien wirtschaft ihr auskommen sichern und/oder haben bereits gearbeitet. so in richtigen jobs. schröder war anwalt, steinbrück VWLer beliebig fortsetzbar. die einzige drecksau, auf die das nicht zutrifft war fischer. und auf den bin ich neidisch :mad:.
      die cheblis dieser republik werden durchgereicht von hörälen dieser republik, wo sie schwachsinn lernen in irgendwelche metastasenämter, die niemand braucht.
      es ist mir völllig egal wie viele beschissene WiWis sich nach dem Studium in der FDP wurmfortsetzen. denn die FDP war, anders als die SPD auch nie eine ARBEITERPARTEI. Da ist das in Ordnung. aber die siehe oben. die FDPler lernen meistens was, womit sich jenseits des politbetriebs geld machen lässt

    • Vor 2 Tagen

      Recht so. Scheiß halt auf Politikwissenschaften, Geschichte, Philosophie, Soziologie und so weiter.

      Ich persönlich glaube ja nicht, daß man pauschal sagen kann, daß eine Wissenschaft oder ein Handwerk bedeutender als die oder das andere ist. Ich bin aber gerade heute über den Rest an Geistes- oder Kulturwissenschaften froh, den es in diesem Land noch gibt.

    • Vor einem Tag

      Ja, hast Recht. War zu sehr im reeeee-modus. Ich Versuche es nachher noch zu differenzieren

    • Vor einem Tag

      ok, kurz und knackig, weil medienzeit gleich vorbei:
      ich halte (die meisten) geisteswissenschaften und teile der kulturwissenschaften für besser als bwl und wiwi. alles ist besser als bwl und wiwi. ich würde es begrüßen, wenn viele GWs eine stelle in der freien wirtschaft finden. auf der anderen seite sind universitäten an sich und fakultäten von vielen Geistswissenschaften und Kuwis so, wie es die antilopen besungen haben. (die uni muss brennen!!!)
      ich halte es für falsch, leute sich in hörsälen zu züchten und dann str8 in sinnlose politische "Ämter" oder Beraterposten oder was auch immer zu stecken.
      Viele Kulturwissenschaftliche Fakultäten oder Geisteswissenschaftliche Fakultäten sind reine Filterblasen für Probleme und Ansichten, die überwiegend nur Leute aus diesen Filterblasen interessiert. Ist immer noch besser als BWL-Fakultäten, weil ich glaube, dass dort kinder mit aids infiziert werden. Wenn du zu viele Leute hast, die direkt von der Unifilterblase in der Politfilterblase einsteigen, erzeugst du eine Art Elfenbeinturmeffekt. Dann verlieren die leute "oben" den kontakt zur basis. was besonders bei der SPD sich zeigt, weil da waren mal die Malocher die basis. (hier ein "die grünen basis sind pädophile-spinner" witz einfügen)

      .

    • Vor einem Tag

      Ich teile deine Abscheu den Biwis gegenüber. Bei den Geistes- und Kulturwissenschaften habe ich nicht so viele Eindrücke (ein Freund hat sehr spät angefangen Komunikationswissenschaften zu studieren, sonst kenn' ich überwiegend Leute aus MINT-Fächern), würde aber denken, dass das von dir benannte stark Fachabhängig ist und dann auch nicht unbedingt Teil der Lehre sondern eher zur Kultur der Studierenden der Fächer gehört.

    • Vor einem Tag

      Sag mal CAPS, ist das Ritalin alle, oder warum hast du auf einmal so viele Fehler in deinen Kommentaren? Frage für einen Rechtschreibnazi.

    • Vor einem Tag

      Auf was für Positionen sollten GW denn in der freien Wirtschaft Anstellung finden? Denke Personenbeförderer und McD-DriveIn-Berater entspricht in vielen Fällen schon ganz gut dem Fähigkeitsprofil! :ill:
      Mal Spaß beiseite: Wer studiert denn GW mit dem Ziel eine Anstellung in Konzern XY zu bekommen, vielleicht jenseits von einer Handvoll Stellen im Personal Service, wie Suchtberater oder Gleichstellungsbeauftrager*in?

    • Vor einem Tag

      @Craze: Irgendwas mit Medien? Werbung? Personalabteilungen? Wobei in all den Bereichen natürlich andere lieber genommen werden.

      @Ermimi: Sag' mir einfach, welche Fehler du meinst, dann versuche ich herauszufinden, wie sich die Fehler eingeschlichen haben.

    • Vor einem Tag

      CAPS, in diesem Post z. B. Komunikationswissenschaften und Fachabhängig

    • Vor 23 Stunden

      Fair enough... gäbe es eine Editierfunktion, würde ich das beheben. Ersteren führe ich auf die fortgeschrittene Stunde zurück, bei der ich diesen Beitrag verfasste, letzteres hat mein Handy aus Gründen groß geschrieben und ich habe aus vorgenannten Grunde versäumt, meinen Beitrag sorgfältig zu lesen.

    • Vor 23 Stunden

      "Wobei in all den Bereichen natürlich andere lieber genommen werden."

      Ja und halt auch oft zurecht.
      Ich kann euren Hate auf WiWi ja zT schon nachvollziehen, auch wenn ich einer der Gehateten bin, denn viele BWL-Absolventen sehen sich quasi mit Aushändigung der BA Urkunde als geborener CEO eines DAX Konzerns. :D
      Trotzdem muss man halt auch sagen, dass es gewisse Skills gibt, die in einem Wirtschafts-Studium vermittelt werden, die man im Berufsleben zwischen Bürostuhlrennen und Kantinenfraß gut brauchen kann. ;)

    • Vor 20 Stunden

      " viele BWL-Absolventen sehen sich quasi mit Aushändigung der BA Urkunde als geborener CEO eines DAX Konzerns. :D "
      >>> LOL! made my day

    • Vor 18 Stunden

      Immer geil, wenn ein Thread zig Kurven nimmt.

      Klar gibt es das "Bildungs"modell, daß man mit 17-19 weiß, was man den Rest seines Lebens lernen und praktizieren will und das dann eisern durchzieht. In manchen Bereichen funktioniert das auch noch sehr gut.
      Wir leben allerdings nicht mehr in den Fünfzigern, und in einer komplett abgefuckten Wirtschaft. Sooooo viele Menschen gibt es nun auch nicht mehr, die nicht mindestens in drei sehr unterschiedlichen Fachgebieten gearbeitet haben.

      In dieser Kategorie sind oft Geisteswissenschaftler. Davon abgesehen: Bildung ist ein Selbstzweck, ein Wert an sich - nichts so Banales wie ein paar Zeilen im Lebenslauf oder Mittel, um mehr Geld zu verdienen. An dieser Stelle ein großer Jubel meinerseits für alle Freaks, die etwas "Nutzloses" studier(t)en, bloß weil sie es faszinierend finden, und so dazu beitragen, daß Menschheitswissen nicht verloren geht!