Porträt

laut.de-Biographie

Deaf Havana

Die Briten von Deaf Havana gelten schon längst nicht mehr als Geheimtipp. Mit ihrer Mischung aus knackigen Gitarrenriffs und eingängigen Songstrukturen erreichen sie mittlerweile regelmäßig die Top 10 der UK-Charts. Auch außerhalb ihrer Heimat sprechen sie mit ihrer Musik zwischen Rock und Pop ein großes Underground- und Mainstreampublikum an.

Deaf Havana - Rituals Aktuelles Album
Deaf Havana Rituals
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Shouter Ryan Mellor, Rhythmus-Gitarrist und Lead-Sänger James Veck-Gilodi und Bassist Lee Wilson verbindet seit ihrer High-School-Zeit eine tiefe Freundschaft. Zusammen spielen sie in lokalen Szene-Bands. Auf dem College in der ostenglischen Kleinstadt King's Lynn knüpfen die Musiker weitere Kontakte. Gemeinsam mit Lead-Gitarrist Sebastian Spitz und Drummer Tom Ogden rufen sie 2005 Deaf Havana ins Leben. Allerdings wirft Spitz noch im selben Jahr das Handtuch. Mit Chris Pennells findet die Formation jedoch längerfristigen Ersatz. Ihre ersten Aufnahmen bringt sie in Eigenregie heraus. 2008 nimmt sie schließlich das Label A Wolf At Your Door unter Vertrag.

Danach fahren die Briten mit der EP "It's Called The Easy Life" (2008) und dem Debüt "Meet Me Halfway, At Least" (2009) gute Noten bei den Rock-Kritikern ein. Auf diesen beiden Veröffentlichungen hört man überwiegend noch treibenden und emotionalen Post-Hardcore. Die folgende Tournee durch UK und Resteuropa verläuft durchaus erfolgreich, aber keineswegs ohne Strapazen. Bevor ein zweites Studiowerk 2011 in die Läden kommt, gibt Ryan Mellor seinen Ausstieg aus der Band bekannt. Trotzdem wirkt sich dies nicht negativ auf die Karriere der Formation aus. Dank der durchgängig cleanen Stimme von James Veck-Gilodi und den melodischen Backing Vocals Tom Odgens im Stile Jimmy Eat Worlds sowie des insgesamt ausgereifteren und abwechslungsreicheren Soundbildes gelingt ihr mit "Fools And Worthless Liars" der Einstieg in die britischen Album-Charts.

Im Anschluss stoßen weitere Mitglieder zu Deaf Havana hinzu. Matthew Veck-Gelodi stellt seine Fähigkeiten als Rhythmus-Gitarrist unter Beweis, während sich sein Bruder James überwiegend auf seine Stimme und das Schreiben der Songs konzentriert. Max Britton komplettiert als Keyboarder das Line-Up. Dadurch verabschieden sich die Briten auf "Old Souls" von 2013 weitestgehend von ihren ungestümen Anfängen und wenden sich in der Folgezeit vermehrt zugänglicheren Tönen zwischen Rock und Pop zu.

2014 folgt eine desaströse US-Tournee als Support-Act von Ash, die für weitere Spannungen innerhalb der Band sorgt. Chris Pennells scheint von der eisigen Kälte im Tourbus und dem Schlafmangel sichtlich gezeichnet und verlässt 2015 die Formation, die oftmals im Land der unbegrenzten Möglichkeiten vor einer halbleeren Zuschauerkulisse auftreten muss. Letzten Endes rafft sie sich noch einmal auf. Beim Rockfestival in Reading gewinnt sie ein Jahr später als Opening Act viele neue Fans hinzu.

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Dennoch beschreibt James auf "All These Countless Nights" von 2017 mit seinen Texten das Gefühl, ständig on the road zu sein und dadurch verheerende private Fehlentscheidungen zu treffen. Der Erfolg gibt den Briten dagegen Recht, nicht alles in ihrer Laufbahn falsch gemacht zu haben. Mit So Recordings haben sie darüber hinaus ein neues Label, das ihnen den Rücken stärkt. In ihrer Heimat landet das Album sogar auf Platz 5.

Jedenfalls gewinnt der Sänger mit jeder weiteren verkauften Einheit noch mehr an Selbstbewusstsein. "Rituals" schreibt und komponiert er innerhalb von knapp drei Monaten komplett für sich. Thematisch geht er auf der Platte, die im Sommer 2018 erscheint, neue Wege. Jeder einzelne Track auf der Scheibe besitzt eine übergeordnete religiöse Metapher. Ebenso gehören die rockigen Riffs der Vorgänger der Vergangenheit an. Mit dem Album zielen Deaf Havana also endgültig auf ein Massenpublikum. Daher dürfte der Erfolg der Band wohl kaum abreißen.

Alben

Deaf Havana - Rituals: Album-Cover
  • Leserwertung: 1 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2018 Rituals

Kritik von Toni Hennig

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Termine

Mo 25.11.2019 Bremen (Tower)
Di 26.11.2019 Hannover (Faust)
Mi 27.11.2019 Düsseldorf (Zakk)
Do 28.11.2019 Mainz (Kuz)

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