Porträt

laut.de-Biographie

Capo

Aufgewachsen im sozialen Brennpunkt Mainpark in Offenbach, lernt Capo, der kleine Bruder von Haftbefehl, früh die Schattenseiten des Lebens kennen. Im jungendlichen Alter bekommt er mit, wie sein ältester Bruder hinter Gitter wandert.

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Für Capo, der ohne Vater aufwächst, übernimmt daraufhin Bruder Haftbefehl die Vaterrolle. Der versucht, ihn von der ihm vorgelebten Kriminalität abzulenken. Als er aber selbst abtauchen muss, um einem drohenden Gefängnisaufenthalt zu entgehen, bleibt Capo völlig auf sich alleine gestellt zurück.

Inspiriert von Haftbefehl, beginnt Capo zunächst unter dem Namen Capo Azzlack, seine Erlebnisse in Form von Musik zu verarbeiten. Schnell findet er in seinem Umfeld damit Gehör. Sein aggressiver Flow und die Messerstecher-Lyrics spiegeln die harte Realität wider und strotzen nur so vor Authentizität.

Als Ende 2010 das Debütalbum seines Bruders, "Azzlack Stereotyp", in der deutschen Musiklandschaft einschlägt, profitiert auch Capo davon. Auf dem neu aus der Taufe gehobenen Label Azzlackz steht er neben Haftbefehl und Celo & Abdi in der ersten Reihe. Ein Ausrufezeichen setzt er mit dem Untergrundhit "Meine Stadt Frankfurt".

Mit seinem Beitrag zur "Halt Die Fresse"-Reihe macht er Anfang 2012 von sich reden und verbucht haufenweise YouTube-Klicks. Auch mit seinem Gastbeitrag auf seines Bruders Album "Kanackis" zieht er weitere Aufmerksamkeit auf sich.

Die Capos Musik häufig unterstellte Ähnlichkeit zu der Haftis treibt den jüngeren zu dem Entschluss, sich weiterzuentwickeln und einen eigenen Style zu finden. So präsentiert sich Mitte 2013 ein völlig gewandelter Capo. Der Namenszusatz "Azzlack" fällt weg, "Erzähl Ma' / Hater", die erste Singleauskopplung aus seinem Debütalbum "Hallo Monaco", spaltet die Fangemeinde. Statt expliziter Texte zelebriert Capo nun smoothen, entspannten Sommersound.

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Das zweite Album "Alles Auf Rot" lässt laaange auf sich warten, präsentiert 2017 dann aber trotz erneuter Featurebeteiligung von Haftbefehl und 385i-Schützling Nimo einen Capo mit einer klar eigenständigen musikalischen Vision.

Besonders die Kooperation mit letztgenanntem scheint Capo Freude gemacht zu haben: 2019 legen Capo und Nimo gemeinsam das Kollaboalbum "Capimo" nach - auf Albumlänge allerdings eine etwas anstrengende Kombination.

Eins muss sich Capo allerdings nicht mehr sagen lassen: dass er "nur" auf der Erfolgswelle von Haftbefehl mitschwimme. Während sich der große Bruder ende der Dekade doch eher bedekt hält, ist der jüngere längst aus seinem langen Schatten herausgetreten.

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