laut.de-Kritik

Die Riffs der Amott-Brüder sind der Hammer.

Review von

Arch Enemy sind schon ein echtes Phänomen. Wenn sie nicht gerade irgendwo in der Weltgeschichte herum touren, basteln sie ständig an neuen Songs bzw. an ihren Nebenprojekten und liefern konsequent Hammerscheiben ab. Kein Wunder also, dass auch "Rise Of The Tyrant" ein exzellentes Stück Hartmetall geworden ist.

Zumal Michaels Bruder Christopher inzwischen wieder mit dabei ist und eines der wenigen genialen Gitarrendoppel in der Szene wieder komplettiert. Gleich mit dem Opener "Blood On Your Hands" legen die Klampfen los wie die Feuerwehr. Passend dazu heult die Sirene im Hintergrund, und Angela faucht sich den Frust von der Seele.

Die Riffs, die sich die Amott-Brüder aus dem Ärmel schütteln, sind der Hammer. Technisch anspruchsvoll und trotzdem dermaßen aggressiv und auf die Fresse, wie es sie sonst nur aus der Bay Area gab.

Deutlich melodischer geht es im Refrain zu "The Last Enemy" zu, doch Drummer Daniel Erlandson sorgt dafür, dass Tempo und Power zu keiner Zeit flöten gehen. Daran schließt nahtlos "I Will Live Again" an, das gleich mal mit einer Melodie glänzt, die sich ohne Umschweife im Hirn festsetzt: Vom Tempo her ein wenig gedrosselt und stärker auf Grooves achtend, geht die Nummer relativ schnell ins Ohr.

Auf die Nuss gibt es dafür wieder ordentlich mit "In This Shallow Grave", das einmal mehr direkt aus der Bay Area daher rifft, um noch ein paar exquisite Melodien einzustreuen. "Revolution Begins" erinnert dann eingangs von der Gitarrenmelodie her ein wenig an Sentenceds "Nepenthe". Die Strophen sind relativ ruhig und spartanisch gehalten.

Es fällt auf, dass Arch Enemy in manchen Songs viel Wert auf Melodik legen, während andere verdammt technisch und heavy zu Werke gehen. Beispielsweise der Titeltrack, der in Sachen Härte keine Gefangenen macht. Deutlich melancholischer klingt hingegen "The Day You Die", was nicht zuletzt an den Keyboards liegen dürfte.

Nach dem kurzen Instrumental folgt mit "Night Falls Fast" ein recht eingängiger, straighter Song, der im Gegensatz zu den übrigen Tracks eher ein wenig unauffällig verhält. Dafür überrascht "The Great Darkness" mit Chören. Michaels Vorliebe für alte Mercyful Fate-Scheiben klingen beim Gitarrenspiel deutlich durch und auch beim abschließenden "Vultures" gibt es einige Reminiszenzen an die ganz alten Gitarrenhelden. Im Arch Enemy-Kontext geht das aber in Ordnung.

Trackliste

  1. 1. Blood On Your Hands
  2. 2. The Last Enemy
  3. 3. I Will Live Again
  4. 4. In This Shallow Grave
  5. 5. Revolution Begins
  6. 6. Rise Of The Tyrant
  7. 7. The Day You Died
  8. 8. Intermezzo Liberté
  9. 9. Night Falls Fast
  10. 10. The Great Darkness
  11. 11. Vultures

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15 Kommentare

  • Vor 13 Jahren

    Seitdem Angela Gossow bei Arch Enemy singt, kann man die Band vegessen. Auch beim neuen Album nervt der Gesang wieder derart, dass das ALbum kaum hörbar ist. Ich will nicht unbedingt Johan Liiva wieder, aber nen Shouter, der mehr kann als ausdruckslos in ein Mikro zu brüllen. Angela hat kein Stück Variabilität in ihrem Gesang. Man höre sich mal einen Tägtgren (Hypocrisy, Bloodbath etc.)oder Akerfeld (Opeth) oder Jens Kidman (Meshuggah) an. Cleaner Gesang muss nicht sein, nervt mich persönlich eh häufiger als dass er mir gefällt und wirkt oft aufgesetzt (positive AUsnahmen bestätigen die Regel). Aber Variabilität im Shouting wie bspw. Dave Vincent oder ein Chuck Schuldiner sie haben/hatten ist essentiell. Und der geht Frau Gossow ab und das hat Arch Enemy nicht verdient. Arch Enemy war einmal eine geile Band, die aber durch diesen beschissenen Gesang stark an Faszination verloren hat. Ausserdem, wieso wird der Gesang immer so stark in den Vordergrund gemischt? Die Gitarren sind doch das wichtige an AE!!!!!!!!

  • Vor 13 Jahren

    KYUSS!

    DEATH!

    CARCASS!

    Na da Bang ich doch ma' kurz ! 3 Mal, ne!

  • Vor 13 Jahren

    Ich find diesen "Gesang" ja auch mal den mega Upturner. Schuldigung aber das hör sich an wie ein Dämonin, völlig unweiblich. Da hör ich lieber Dark Tranquillity oder Darkest Hour.

  • Vor 11 Jahren

    @flo1986 (« Arch Enemy die beste Band der letzten 20 Jahre!! »):
    @flo1986 (« Doomsday ist das beste Album der letzten 20 Jahre, jede Band würde für nen Song wie Nemesis töten alleine die Gitarrenarbeit ist weltklasse und 10mal besser als in jeder andren Band!! »):
    @flo1986 (« Live sind sie die beste Band der Welt. »):
    @flo1986 (« Super Live DVD
    die beste DVD aller Zeiten!!!!
    Arch Enemy - Tyrants Of The Rising Sun DVD »):

    Fanboy? :hoho:

  • Vor 11 Jahren

    @blusi (« @flo1986 (« viel geblubber in jahre alten threads »):

    Fanboy? :hoho: »):

    Ach quatsch, er wollte in all diesen Jahre alten Threads ernsthaft zur Diskussion beitragen...

  • Vor 11 Jahren

    @triple-m (« @blusi (« @flo1986 (« viel geblubber in jahre alten threads »):

    Fanboy? :hoho: »):

    Ach quatsch, er wollte in all diesen Jahre alten Threads ernsthaft zur Diskussion beitragen... »):

    Ja ich mag Angelas Stimme sehr.
    Arch Enemy sind nun mal eben eine fantastische Band!!
    Welche Band kriegt denn heutzutage noch sowas wie Nemesis oder Ravenous zustande???
    Jetzt mal ehrlich Arch Enemy sind super!!!