Porträt

laut.de-Biographie

Vincent Gallo

Vincent Gallo ist so was wie das schauspielerische Pendant zu Axl Rose: White Trash America mit einer großen Klappe, grenzenlosem Selbstbewusstsein und eher debilen als konservativen Ansichten. Wie der Sänger von Guns n’ Roses neigt er zur Genialität und ist dazu noch ein Multitalent. Dadurch entspricht er nicht dem gewöhnlichen Künstlerschema und gehört, auch getrennt vom Inhalt, zu den interessanten und medienwirksamen Menschen.

Anfang der 60er Jahre in New York geboren, beginnt seine Karriere 1979 in einer Band mit dem mittlerweile verstorbenen Michel Basquiat, der unter Andy Warhols Fittichen in den 80er Jahren als Maler zu einem Shooting Star der Kunstszene wird. Auch Gallo bepinselt mit einigem Erfolg Leinwände, sein Interesse gilt jedoch eher dem Kino. Zunächst in der Undergroundszene tätig, ist sein markantes Gesicht durch Auftritte in erfolgreichen Filmen wie "Arizona Dream" und seine Glanzdarstellung als Christopher Walkens und Chris Penns toter Bruder in Abel Ferraras "Funeral" auch dem großen Publikum bekannt.

Durch seinen gepriesenen aber bitterbösen Film "Buffalo 66", in dem er neben dem Hauptdarsteller den Drechbuchautor, Regisseur, Produzenten und Soundtrackkomponisten stellt, verscherzt er sich 1998 jedoch die Sympathien von Studiobossen und Hollywoodvolk. Aussagen wie "Ich will einen Film machen mit einer behinderten, schwarzen jüdischen Lesbe als Protagonistin, damit ich einen Filmpreis in Sundance gewinnen kann," antisemitische Äußerungen und bekundete Symphathien für Richard Nixon, John Wayne und Ronald Reagan machen ihn zur wenig erwünschten Person.

Als Ergebnis widmet er sich wieder der Musik und nimmt in seinem Hausstudio mit dem hochnäsigen Namen "The University for the Development and Theory of Tape Recorded Music" das Album "When" auf, das im September 2001 auch in Europa erscheint.

Alben

Vincent Gallo - When: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2001 When

Kritik von Giuliano Benassi

Schauspieler versucht sich an minimalistischer Musik. (0 Kommentare)

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