Porträt

laut.de-Biographie

Snuff

Snuff sind wirklich keine unproduktive Band.
Ausgerechnet 1986, als New Wave noch groß angesagt war und Punk (wahrscheinlich schon zum wiederholten Male) für tot erklärt wurde, gründen Andy, Duncan und Simon Snuff im Nordwesten Londons, der Stadt, die maßgeblich zum Ruhm des Punk beigetragen hatte.

Ihr Stil definiert sich über die manchmal irrwitzig schnellen Gitarren. Speedpunk, wenn man so will. Drei Jahre dauert es bis zum ersten Release, 1989 erscheint das Debüt "Snuff Said". Auch in den folgenden zwei Jahren erfreut die Band ihre Anhängerschaft mit regelmäßigen Veröffentlichungen, die hier und da auch gerne mal eine rotzfreche Coverversion enthalten.

Doch 1991 erfolgt überraschend die Trennung der Band. Nach einem gefeierten Konzert in Londons Kilburn National Ballroom ist erst mal Schluss mit Snuff. Simon und Duncan machen zusammen weiter, unter anderem mit so lustig betitelten Seitenprojekten wie Guns'n'Wankers. Basser Andy hingegen zupft bei der Hardcore-Legende Leatherface die dicken Stahl-Saiten.

Doch so richtig können sie nicht ohne Snuff und kommen 1994 wieder zusammen. Trotzdem gibt es immer wieder Stress in der Band, Simon geht, und Loz übernimmt seinen Platz an der Axt. Gleichzeitig wird die Band um zwei Jungs erweitert, Dave und Lee M. dürfen mitmachen, und die Band erhält eine derbe rockende Hammondorgel als eigentlich sehr unpunkiges Gadget. So erscheint mit "Demmamussabebonk" (heißt so viel wie: sie müssen bekloppt sein) 1996 endlich ein neues Album, das wohl am meisten gefeierte der Band. Ein Kritiker schreibt über Snuff: "Sie lassen Fugazi wie die Bee Gees aussehen".

Für ein paar Jahre kommen sie sogar beim Punk-Superlabel Fat Wreck Chords unter, allerdings wechseln sie 2002 zum kleineren Ten Past Twelve. Dort veröffentlichen sie "Disposable Income" und 2004 die Coverplatte "Greasy Hair Makes Money", auf dem sie ihre Schamlosigkeit brillant unter Beweis stellen. Sie werden eben nicht müde, den Punkspirit hoch zu halten.

2005 erscheint mit "Six of One, Half a Dozen of the Other: 1986-2002" eine Art Best Of mit zusätzlichem unveröffentlichten Material. Danach wird es wieder etwas still um Snuff. Duncan wirf mit "Billy No Mates" eine Solo-Scheibe und mit dem Projekt Pot Kettle Black ein weiteres Album auf den Markt.

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