laut.de-Kritik

Didedididedidi, eyeyeyeyeyey und obendrauf noch ein uhuhuhuhuh.

Review von

"Nach diesem Album werde ich erst einmal eine längere musikalische Auszeit nehmen", offenbarte Selena Gomez kürzlich in einem Interview. Es scheint für die Kuschelpartnerin von Justin Bieber auch höchste Zeit zu sein, das Singstar-Mikrofon für unbestimmte Zeit unter dem Bett zu verstecken, denn was das KiKa-Girlie auf "Stars Dance" präsentiert, erreicht in etwa das musikalische Qualitätslevel einer durch den High End-Mixer gejagten Blähung ihres BRAVO-Göttergatten.

Hier trifft unsäglich gehaltloser Teenie-Pop-Firlefanz auf wild zusammengeschusterten Second Hand-Dubstep. So sorgen völlig überproduzierte und mit dutzenden Neuzeit-Effekten gemästete Soundbrennnesseln wie "Birthday", "Slow Down" oder "Save The Day" in den Wartezimmern von spangenverteilenden Kieferorthopäden für ekstatische Freudentänze, während der Rest der Welt der Gehörschutz-Industrie die Türen einrennt.

Abermals scharte das Klangmäuschen aus Texas mehr als ein Dutzend Songwriter und Produzenten um sich rum, das sich wie ein ausgehungertes Rudel Wölfe über Selenas Herzschmerzangelegenheiten hermacht, als stünde der Welt ein unbefristeter Stromentzug bevor.

Permanent kleistern Externe wie Mike Del Rio, The Cataracs, Rock Mafia oder Dreamlab das herzzerreißende Seelenleben der Bieber-Braut mit schwerstverdaulichen Baukasten-Beats, Echo-Synthies und aus der Retorte gehievten Skrillex-Rhythmen nur so zu, während sich die Hauptprotagonistin im Rampenlicht mit pubertären The Dome-Harmonien um Kopf und Kragen ("Come & Get It", "Write Your Name") trällert.

Hier ein Didedididedidi, dort ein eyeyeyeyeyey und obendrauf noch ein uhuhuhuhuh: Der Versuch, das limitierte Schaffen von Genre-Kolleginnen wie Britney Spears, Jennifer Lopez und Co. in ein annehmbares Ganzes zu verwandeln, geht genauso in die Hose, wie das permanente Wildern in Dubstep-Gefilden.

Selena Gomez braucht eine Pause. WIR brauchen auch eine Pause. Während das eingangs erwähnte Statement der Sängerin von Freunden langlebiger Klangkunst gefeiert, ausgedruckt und an die heimische Stereoanlage geklebt wird, senken Filmfans die Blicke zum Boden. Statt sich weiter mit "Musik" zu beschäftigen, möchte die Amerikanerin nämlich in Zukunft wieder vermehrt Filme drehen. Wohl bekomms!

Trackliste

  1. 1. Birthday
  2. 2. Slow Down
  3. 3. Stars Dance
  4. 4. Like A Champion
  5. 5. Come & Get It
  6. 6. Forget Forever
  7. 7. Save The Day
  8. 8. B.E.A.T.
  9. 9. Write Your Name
  10. 10. Undercover
  11. 11. Love Will Remember

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124 Kommentare

  • Vor einem Jahr

    "Es scheint für die Kuschelpartnerin von Justin Bieber auch höchste Zeit zu sein, das Singstar-Mikrofon für unbestimmte Zeit unter dem Bett zu verstecken, denn was das KiKa-Girlie auf "Stars Dance" präsentiert, erreicht in etwa das musikalische Qualitätslevel einer durch den High End-Mixer gejagten Blähung ihres BRAVO-Göttergatten."

    Danke für den Lacher am Morgen! :D

  • Vor einem Jahr

    Seitdem ich die Selena Gomez das erste Mal gesehen hab, muss ich bei ihr immer an eine Barely-Legal-Pornodarstellerin im Amerikanischen Hochglanz-Porno denken. Aber da können sie besser singen und schauspielern.

  • Vor einem Jahr

    @Jana bockt (« Seitdem ich die Selena Gomez das erste Mal gesehen hab, muss ich bei ihr immer an eine Barely-Legal-Pornodarstellerin im Amerikanischen Hochglanz-Porno denken. Aber da können sie besser singen und schauspielern. »):

    :lol:
    Ich mag dich :trusty: