laut.de-Kritik

Klingen wie Blind Guardian in ihrer Sturm- und Drangphase.

Review von

Na jetzt ist ja alles klar! Thomen Stauch ist bei Blind Guardian ausgestiegen, um endlich wieder Blind Guardian spielen zu können. Klingt komisch? Ist es nur bedingt, denn Savage Circus klingen beinahe so wie die Krefelder zu Zeiten von "Follow The Blind" oder "Tales From The Twilight World.

Zusammen mit Iron Savior Frontmann Piet Sielck (der auch als Produzent seine Finger im Spiel hat) und den beiden Persuader-Recken Jens Carlsson (voc/g) und Emil Norberg (g) hat Thomen ein Album aufgenommen, das stellenweise exakt wie die Krefelder in ihrer Sturm- und Drangphase klingt. Nicht nur, dass Jens stimmlich deutliche Parallelen zu Hansi Kürsch aufweist (vor allem was die Chöre angeht), sondern auch die Gitarren unterscheiden sich kaum von denen der Hobbit-Fans.

Wenn man seinen Gitarrensound patentieren lassen könnte, müsste man "Dreamland Manor" also dreisten Diebstahl bezeichnen. Trotzdem (oder gerade deswegen) macht das Album einfach jede Menge Spaß. Schließlich machen Savage Circus exakt das, was Thomen beabsichtigt hatte, sie knüpfen an eine Schaffensphase an, die Blind Guardian in dieser Art wohl nie wieder aufgreifen werden. Hier wird quasi ein Erbe verwaltet, und das absolut anständig.

Wäre bestimmt interessant zu erfahren, was Jungfans, die mit der Frühphase der Krefelder noch keine Erfahrung haben, von Krachern wie "Tomorrowland", "It - The Gathering" oder "When Hell Awakes" halten. Da ich den Werdegang der Band seit der ersten Scheibe als Fan verfolge, läuft mir das Album natürlich runter wie Öl. Dass textlich und auch beim Coverartwork aber der allmächtige Klischee-Hammer ausgepackt wurde, ist für meinen Geschmack doch etwas zu viel.

Mit der Ballade "Beyond Reality" machen sich schließlich doch ein paar Unterschiede bemerkbar, denn der Song ist zumindest mir eine Spur zu unspektakulär. Dafür haben sämtliche anderen acht Nummern eine Frische und einen Spirit, dem sich wohl kein Blind Guardian-Fan entziehen kann. Das Zielpublikum ist jedenfalls klar definiert.

Trackliste

  1. 1. Evil Eyes
  2. 2. Between The Devil And The Seas
  3. 3. Waltz Of Demon
  4. 4. Tomorrowland
  5. 5. It - The Gathering
  6. 6. Beyond Reality
  7. 7. When Hell Awakes
  8. 8. Ghost Story
  9. 9. Born Again By The Night

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