laut.de-Biografie
Rainbirds
1988 ist schon ziemlich lange her. Der Ohrwurm "Blueprint" ist uns aber immer noch vertraut. Von Null auf Hundert stiegen die Rainbirds damals in den deutschen Pophimmel auf. Leider blieben sie dort nur unwesentlich länger, als die fünfzehn Minuten, die laut Andy Warhol jeder mal berühmt werden kann.
Wer oben steht, kann auch tief stürzen. Die Rainbirds konnten ihren damals geernteten Vorschußlorbeeren nicht gerecht werden. War der Druck zu groß, der Wechsel zur neuen Plattenfirma schuld oder haben die ständig wechselnden Bandmitglieder eine 100%-ige Konzentration auf das "Musikmachen" verhindert? Nach dem großen Erfolg des Debüts "Rainbirds" und des Nachfolgealbums "Call Me Easy..." sprengte Sängerin und Songwriterin Katharina Franck kurzerhand die Originalbesetzung der Popgruppe. Jedenfalls blieb der kommerzielle Erfolg zuletzt zwar aus, aber alle Nachfolgewerke bis hin zu "Making Memory" konnten sich sehen lassen.
Spätestens mit dem Oktober 1988 erschienen Album "Forever" wurde der Rainbirds-Sound avantgardistischer und weniger poppig, machte sich der Einfluß der nach "Call me easy ..." zur Band hinzugekommenen Komponistin und Keyboarderin Ulricke Haage bemerkbar. So wurde "Forever" ein durchaus vielseitiges Album, in dem sowohl Streicher, als auch Drum´n´Bass und Trip Hop-Elemente ihren Platz finden. Und über allem schwebt nach wie vor die markante und extrem eingängige Stimme von Sängerin Katharina Franck.