Porträt

laut.de-Biographie

Nive Nielsen

Schöner kann kein Kinderbuchautor diesen Werdegang in Worte fassen. Das erste Mal spielte die Grönländerin Nive Nielsen mit ihrer roten Ukulele vor der norwegischen Königin. Da sie dieses kleine Spielzeuginstrument aber nicht selbst stimmen kann, braucht sie eine Band. Außerdem ist sie ein cowboystiefeltragender Inuk, und ihr Freund ist niemand anderes als ein Multiinstrumentalist namens Jan 'Cowboy Jan' de Vroede.

Nive Nielsen singt, nachdem sie in Grönland bereits als Fernsehstar diverser Kinder- und
Jugendsendungen und neben Colin Farell in "The New World" bekannt geworden ist, zusammen mit den Deer Children, einer in der Anzahl variierenden Anzahl von Musikern. Und sie hört gar nicht mehr auf zu singen, über Kaffee, Geister, Käfer und natürlich Geisterkäfer. Denn davor hat sie Angst, genauso wie vor
Piraten.

Um sich diesen Ängsten zu stellen, beschließt sie als Kind, Abenteurer zu werden und niemals
wieder vor etwas Angst haben zu müssen. Davon ist sie als Musikerin gar nicht so weit entfernt. Die Singer-Songwriterin macht Eskimo-Folk, Inuit-Indie, Schnee-Lieder und Cowboy-Songs mit Elfenflair.

Damut wird sie mit ihrer Band im Filter Magazine zur "Undiscovered Band Of The Month", zum "Indie Artist Of The Month" bei IndieUniverse und als "Songwriter Of The Year" im Humo ausgezeichnet. Bei der Arbeit an ihrem ersten Album "Nive Sings" unterstützen sie unter anderem Patrick Carney (The Black Keys) und Howe Gelb (Giant Sand).

Trotz des Erfolgs weit über Grönlands Grenzen hinaus bleibt sie ihren Wurzeln treu. So singt sie ihre träumerisch-verspielten Songs auch teilweise in Kalaallisut (Grönländische Sprache der Inuk) und lässt damit ellenlange Texte aus ein paar Silben entstehen. Im letzen Track auf ihrem Debüt "Tuttukasik" benutzt sie eines der längsten grönlandischen Worte: tuttututututuutuuttututuuttututuut.

Auch wenn Nive nicht weit vom Nordpol entfernt wohnt, lebt sie in keinem Iglu. Das wäre ja ein wenig zu kalt für die Instrumente gewesen, als sie und ihre Band einen Teil von "Nive Sings" dort aufgenommen haben. Aber auf einen Mythos beharrt Nive stets: Santa Claus wohnt in Grönland. Sie kennt ihn gut.

Alben

Nive Nielsen & The Deer Children - Nive Sings!: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2012 Nive Sings!

Kritik von Amelie Köppl

Verspielte Songs über Liebe, Rentiere, Piraten, Geister und Kaffee. (0 Kommentare)

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