Porträt

laut.de-Biographie

Nana Mouskouri

In Deutschland ist Nana Mouskouri vor allem als Schlagersängerin bekannt, jedoch erfreut sie sich in vielen weiteren Ländern großer Beliebtheit. Nicht nur wegen ihrer Stimme, sondern auch aufgrund ihrer Fähigkeit, auf mehreren Sprachen zu singen.

1934 auf Kreta geboren, beginnt ihre musikalische Karriere eher zufällig, als sie ein Lehrer ihrer Schwester im Konservatorium fragt, ob sie nicht Gesangsunterricht nehmen wolle. Sie verliebt sich in US-amerikanische Sängerinnen wie Bessie Smith oder Ella Fitzgerald, nimmt 1954 für Radio Athen ein Jazzstück auf und fliegt aus der konservativen klassischen Ausbildungsstätte.

1958 lernt sie den Komponisten Manos Hadjidakis kennen, der sie überredet, sich von ihm Lieder auf den Leib schreiben zu lassen. Innerhalb von zwei Jahren ist sie nicht nur die beliebteste Sängerin Griechenlands, sondern gewinnt auch das "Festival Des Europäischen Chansons" in Barcelona.

1960 gewinnt Hadjidakis in Berlin den Goldenen Bären für seinen Soundtrack zum Film "Traumland Der Sehnsucht", bei dem auch Mouskouri mitwirkt. Ihr Durchbruch in Deutschland erfolgt jedoch erst ein Jahr später, als sie mit der Single "Weiße Rosen aus Athen" die Nummer Eins der Charts erreicht. Das Stück verkauft sich 1,5 Millionen mal und führt auch "Ich Schau Den Weißen Wolken Nach" 1962 an die Spitze der Hitparade.

1963 lernt sie den US-Produzenten Quincy Jones kennen, der sie zu Aufnahmen nach New York einlädt. "The Girl From Greece Sings" heißt das Produkt, das erst 2001 mit dem Titel "Nana Mouskouri In New York" auch in Deutschland erscheint. Wenig erfolgreich nimmt sie am Grand Prix d'Eurovision teil (Platz 8), macht jedoch die BBC auf sich aufmerksam, die sie für zehn Jahre unter Vertrag nimmt, und Harry Belafonte, mit dem sie in den 60er Jahren mehrmals auf Tour geht.

Mouskouri ist in den folgenden Jahren, eigentlich bis heute, unermüdlich auf Achse. Sie versetzt den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit nach Frankreich, wo sie wie schon in England, Australien und Neuseeland zum Star avanciert, nimmt aber weiterhin auch Platten auf deutsch auf. 1976 landet sie mit dem Album "Sieben Schwarze Rosen" einen Bestseller. Zehn Jahre später singt sie den Titelsong einer Fernsehserie gleich fünf Mal: auf englisch, französisch, deutsch, spanisch und italienisch.

Nach triumphalen Auftritten in Griechenland bringt sie 1988 ihr erstes Album mit klassischem Material auf den Markt. 1993 kührt die UNICEF sie zur "Botschafterin und Weltvertreterin der Künstler der Unterhaltungsmusik". 1994 wählen sie die Griechen ins Europäische Parlament. 1998 verleiht ihr der französische Präsident Jacques Chirac den höchsten Staatsorden, den der Fremdenlegion.

Obwohl sie nach wie vor aktiv ist, lässt sich ihre bisherige Bilanz durchaus schon sehen: 200 Millionen verkaufte Platten mit 1350 gesungenen Liedern. Zusätzlich gibt sie seit 30 Jahren weltweit durchschnittlich 100 Konzerte pro Jahr.

Alben

Nana Mouskouri - Nana Swings: Album-Cover
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  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2003 Nana Swings

Kritik von Giuliano Benassi

Die bebrillte Griechin überzeugt mit Swing-Standards. (0 Kommentare)

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