Porträt

laut.de-Biographie

Mona

Der Glaube versetzt Berge: Selten traf eine Redenswendung so zu wie beim Werdegang von Mona. Denn Sänger Nick Brown, Drummer Vince Guard, Gitarrist Jordan Young und Bassist Zach Lindsey hüpfen derzeit auf den höchsten Gipfeln im Erfolgs-Gebirge umher. Einer der Schlüssel zum aktuellen Erfolg der Combo war und ist jener "Berge versetzende" Glaube.

Bereits von Kindesbeinen an wurden die in Dayton, Ohio geborenen Früh-Rebellen Nick Brown und Vince Guard fast täglich in die dort ansässige Kirchengemeinde gezerrt. Streng religiös erzogen und unter dem weltfremden Mantel der staubigen Provinz lernten sich die beiden kennen und schätzen.

Der Freiheitsgedanke und die beiderseitige Liebe zur Musik schweißte sie zusammen und so erwarben sie den Grundstock dessen, was sie heute mit Mona umsetzen: "Das Musizieren in der Kirche war die beste Schule für uns – ein wahres Rock'n'Roll Boot-Camp, auch wenn weltliche Musik keine große Rolle gespielt hat", berichtet das Sprachrohr der Band, Nick Brown. Mit der Kraft des Glaubens an die Musik und die Freiheit festigten sich die Träume und Zukunftsvisionen der beiden.

Nick lernte zu singen und Vince wendete sich dem Schlagzeug zu. Die Eltern standen wie ein Fels hinter den musikalischen Bemühungen ihrer Sprösslinge. Der Support ging sogar so weit, dass Nick sich dazu entschloss, die Band, die es später einmal werden sollte, nach seiner verstorbenen Großmutter zu benennen, der Kirchenmusikerin Mona Brown.

Nach etlichen Versuchen, eine richtige Besetzung auf die Beine zu stellen, lernte Nick Brown während eines Konzertes den Kings Of Leon-Frontmann Jared Followill kennen und drückte ihm einige Demos von sich in die Hand. Der "König der Löwen" war dermaßen angetan von den Ergüssen des Sängers, dass er ihn prompt nach Nashville einlud, um Nägel mit Köpfen zu machen.

Aus der anfänglich losen Bekanntschaft wurde schnell eine innige Freundschaft, Jared verschaffte den beiden Provinz-Hasen die ersten Einblicke ins Musikgeschäft. Während sich Nick und Vince Mühe gaben, beim imposanten Blick über den Tellerrand nicht die Orientierung zu verlieren, ging das muntere Suchen nach geeigneten Kandidaten für die beiden noch ausstehenden Posten am Bass und an der Gitarre weiter.

Erst Anfang 2010 fanden sich die noch fehlenden Puzzle-Teile in Gestalt von Bassist Zach Lindsey und dessen alten Jugendfreund Jordan Young. Endlich waren Mona komplett: "Wir haben jahrelang komponiert, an unserer Musik gearbeitet und endlos viele Besetzungen ausprobiert. Ich hatte von Anfang an ganz konkrete Vorstellungen, wie alles laufen sollte, weswegen wir es auch nie besonders eilig hatten. Wir warteten auf die richtige Besetzung, eine zu uns passende Plattenfirma, das richtige Management, einen guten Verleger – und nachdem wir alles beisammen hatten, konnten wir Gas geben."

Nun hatten sie alles, doch statt ihr Debut in einem High-Tech-Studio aufzunehmen, packten sie alle Klamotten und verschanzten sich in ihrem bandeigenen Keller in Nashville. Lediglich den späteren Mix gaben sie leicht knurrend in die Hände eines Erfahrenen. Rich Costey (Muse, Nine Inch Nails) verpasste der Scheibe den nötigen End-Schliff. Heraus kam ein selbstbetiteltes Indie-Stadionrock-Debut, das in Kritiker-Kreisen abgefeiert wird wie selten zuvor ein Erstlingswerk. Seit Mai 2011 befindet sich die Band auf ausgedehnter Tour.

Alben

Mona - Mona: Album-Cover
  • Leserwertung: 3 Punkt
  • Redaktionswertung: 5 Punkte

2011 Mona

Kritik von Kai Butterweck

Die neuen Könige des Indie-Stadion-Rocks. (0 Kommentare)

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