laut.de-Kritik

Harte Strophen, melodische Refrains und ein Fronter mit Biss.

Review von

Nach dem Tourmarathon im Anschluss an "Passenger" standen Mnemic kurz vor dem Kollaps. Für "Sons Of The System" hatten sie sich 2010 zwar noch einmal zusammen gerauft, aber mittlerweile haben bis auf Gitarrist Mircea und Sänger Guillaume alle ihren Dienst quittiert.

Ein komplett neues Team wurde eingelernt. Das muss sich aber nur noch vereinzelt mit dem komplizierten Zeug der Vergangenheit herumschlagen. Mnemic sind sich mittlerweile wohl darüber klar geworden, dass bei den straighten Nummern live am meisten die Post abgeht.

Entsprechend setzt "Transcend" vom ersten Moment an auf zwingende Grooves, Drumming und die wie immer ausgesprochen variable Stimme von Fronter Guillaume. Der meistert seine Shouts genauso souverän wie seine klaren Gesangslinien.

Fans des Debüts, die keinen anderen Sound für die Dänen gelten lassen wollen, werden mit "Mnemesis" nicht wirklich viel anfangen können. Zwar sind die Zutaten, aus denen die Band ihren Sound braut, nach wie vor dieselben, doch die Mischungsverhältnisse haben sich deutlich verändert. Das Muster aus harter und rhythmisch komplexerer Strophe und einem melodischen Refrain zieht sich durch das komplette Album.

Dass man bei Tracks wie "I've Been You" oder "Blue Desert In A Black Hole" ein wenig vertrackter vorgeht und als Musiker ein wenig mitzählen muss, schadet da mit Sicherheit nicht. Andererseits haben sie mit "There's No Tomorrow" wohl auch den eingängigsten und ruhigsten Song auf dem Album, den Mnemic bislang geschrieben haben.

Guillaume zeigt sich stimmlich, wie schon auf den vorherigen Alben, extrem wandelbar. Bei "Junkies On The Storm" klingt der Mann aber original nach Devin Townsend. Auch sonst steckt er die meisten Sangeskollegen mit Leichtigkeit in die Tasche und beweist vor allem in den rauen Stimmlagen noch richtig Biss.

Trackliste

  1. 1. Tanscend
  2. 2. Valves
  3. 3. Junkies On The Storm
  4. 4. I've Been You
  5. 5. Pattern Platform
  6. 6. Mnemesis
  7. 7. There's No Tomorrow
  8. 8. Haven At The End Of The World
  9. 9. Ocean Of Void
  10. 10. Blue Desert In A Black Hole

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7 Kommentare

  • Vor 2 Jahren

    Stimmt, garkeine mehr. JaDeVin hat gesprochen! Aber wen interessiert sein Gelaber überhaupt? Ist es echt so schwer zu akzeptieren, dass es Leute gibt, denen auch Industrial Metal gefällt?

  • Vor 2 Jahren

    Ich höre Mnemic seit der ersten Stunde und anfangs tat ich mich wirklich schwer mit dem neuen Sänger und vor allem mit der Passenger. Mit Sons of the System haben sie aber durchaus wieder ein gutes Album abgeliefert. Das neue Album werde ich mir wieder holen, denn ich mag den Sound von Mnemic, da sind mir hier die Meinungen anderer völlig egal. Ich habe Guillaume auch noch nicht live gehört, auf den CDs macht er mittlerweile aber richtig Laune. Bei Paradise Lost tut es auch keinen Abbruch, dass Holmes live ein absoluter Versager ist. Auf den CDs hört er sich gut an und darauf kommt es für mich an.

  • Vor 2 Jahren

    hoffe inständig es is gut. . . .ach was das is mnemic xDD