laut.de-Kritik

Das Metal-Flaggschiff in alter Stärke

Review von

Jetzt aber! Endlich isses soweit, Bruce Dickinson und die Ex-Ex-Mitstreiter der eisernen Jungfrau haben auch auf Platte wieder zueinander gefunden und wollen dem Metal im neuen Jahrtausend wieder einen kräftigen Arschtritt verpassen.

Einzige Veränderung gegenüber dem klassischen Line-Up ist, dass nunmehr drei Gitarreros die Saiten malträtieren. Komisch, dass man das auf Anhieb gar nicht merkt. Ob da schon wieder jemand "Tschüss" gesagt hat? Mir drängt sich das Triple an den sechs Saiten jedenfalls nicht durch übermässigen Druck auf, was aber auch an der ziemlich laschen Produktion liegen kann. Hier wurde die Chance vertan, der Jungfrau ein Monsterriffpaket zu schnüren. Da man aber mit Konjunktiven nicht sonderlich weit kommt, lass ich mal das Heulen sein.

Nummero Uno "The Wicker Man" ist, wer hätte das vermutet, eine gute Uptempo Nummer und mit Dickinson am Mikrofon wahrlich ein Vergnügen. Das Songwriting ist jetzt auch wieder da, wo es mal war, als sich das Metal-Flaggschiff noch unbehelligt von diversen Piraten durchs harte Gitarrenwasser bewegte. Blaze Bayley, dem zwischenzeitlichen Ersatz, war der Sangesschuh mindestens drei Nummern zu gross.

"Blood Brothers" wartet mit Streichern und mittelalterlich anmutender Rhythmik auf. Wenn da mal nicht die Schürzenträger von Subway To Sally neidisch werden.

Ja, ja, Konkurrenz belebt das Geschäft und Maiden müssen Boden gutmachen, den ihnen die New Metal Fraktion um die Adidas Kasper abgejagt haben. Das sollte ihnen jedoch gelingen und auf die kommenden Festivals darf man mit Vorfreude anreisen.

Steve Harris' Bass twängelt wieder ordentlich und sein Rhythmuspartner Nicko ahmt den Oktopus hinter seinem Instrument. Alles, was ein Maiden Album zum Maiden Album macht, ist auch auf "Brave New World" vertreten. Fetzige Nummern, fetzige Nummern mit ruhigen Passagen und fetzige Nummern mit ruhigen Passagen von über acht Minuten Spielzeit, was will man mehr?

Zwar ist der erste Output nach der Reunion nicht der ganz grosse Wurf, auch wenn uns das "uns" Bruce weismachen will. Jedoch schön zu sehen, dass Iron Maiden wieder zu alter Stärke (C6 H12 O6) zurückgefunden haben.

Trackliste

  1. 1. The Wicker Man
  2. 2. Ghost Of The Navigator
  3. 3. Brave New World
  4. 4. Blood Brothers
  5. 5. The Mercenary
  6. 6. Dream Of Mirrors
  7. 7. The Fallen Angel
  8. 8. The Nomad
  9. 9. Out Of The Silent Planet
  10. 10. The Thin Line Between Love & Hate

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