Porträt

laut.de-Biographie

Helena

Sängerin, Fernsehstar, Schriftstellerin, Model: Helena Noguerra tanzt auf vielen Hochzeiten. Eine eigene hat sie dagegen noch nicht feiern dürfen, außer sie behütet dieses Geheimnis ebenso gut wie das ihres Geburtsjahres. Zwar tippen einige Insider auf das Jahr 1974, offiziell ist allerdings nur bekannt, dass die Schöne an einem 18. Mai in Brüssel als Tochter portugiesischer Einwanderer das Licht der Welt erblickt.

Helenas Vater ist Musikwissenschaftler von Beruf und bringt sie zusammen mit ihrer älteren Schwester Lio schon früh mit zahlreichen musikalischen Genres in Berührung. Dies zahlt sich später zunächst bei Schwesterchen Lio aus, die mit 80er New Wave-Songs einige Hits landet und in den 90ern schließlich mit Technopop Erfolge feiert. Schon als sich erste Erfolge bei Lio abzeichnen, springt Helena als Background-Sängerin zu ihrer Schwester ins Boot. Bald merkt sie aber, dass sie diese angenehme Konstellation aufgeben muss, will sie eigene Erfolge erzielen.

Und Helena will. Gerade Mutter eines Sohnes geworden, wandert sie nach Paris aus und angelt sich Jobs als Model, Schauspielerin und Fernsehansagerin. Auch als Sängerin versucht sie, ihren zarten Fuß in die Producer-Türen zu kriegen, 1996 gelingt ihr schließlich der Durchbruch: als Gastsängerin ist sie auf dem Album des Jazz-/Trip Hop-Duos Ollano zu hören. Der ruhigen Grundstimmung der Easy Listening-Nummern bleibt Helena auch weiterhin treu. Zwei Jahre später realisiert sie ihr multilinguales Album-Debüt mit dem schlüpfrigen Titel "Projet Bikini".

Unter die Arme greifen ihr mit Xavier Jamaux der Mastermind von Ollano und mit Philippe Katerine ein französischer Gitarrist und Songwriter. Ihr zweites Soloalbum erscheint im Jahr 2001: Auf "Azul" mixt Helena Drum'n'Bass-, Trip Hop- und Bossa Nova-Rhythmen zu einem leicht verdaulichen Jazz-Chanson-Cocktail, der bei allem Experimentieren nie die Pop-Komponente aus den Augen verliert. Neben Philippe Katerine, der erneut als Produzent und Helfer fungiert, spielt das Jazztrio The Recyclers einige Nummern ein. Im Folgejahr feiert Helena ein neues Debüt, ihr selbst verfasster Roman "L'ennemi est à l'intérieur" findet einen Verlag und kommt somit in den Handel.

Die Musik muss darunter nicht leiden, vielmehr arbeitet Helena weiter hart an ihrem dritten Album, das im Mai 2004 schließlich auch in Deutschland erscheint. "Née Dans La Nature" ist ein weiteres relaxtes Jazz-Pop-Album, das ihrem einmal geäußerten Anspruch gerecht wird: "Musik ist für mich wie Valium. Sie soll anti-depressiv wirken." Mit "Can't Get You Out Of My Head" wagt sie sich außerdem an ein Kylie Minogue-Cover. In Frankreich erscheint derweil bereits ein zweiter Helena-Roman: "Et je me suis mise à table". Aus dem Schatten ihrer Schwester ist Helena somit locker heraus getreten.

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