Porträt

laut.de-Biographie

Arms And Sleepers

Max Lewis und Mizra Ramic kennen sich von Kindesbeinen an. Auf der High School gehen sich beide noch aus dem Weg, auf dem College kommt man sich über die Musik langsam näher.

Zunächst spielen sie in unterschiedlichen Bands in Cambridge, Massachusetts – Max an der Gitarre, Mizra am Klavier. 2006 formiert man sich dann zu Arms And Sleepers, wobei der Bandname auf einem Gründungsmythos beruht.

Entstanden soll die Band eines Nachts in einem Krankenwagen sein. Darin ein schwer blutender Mann mit Walkman, der Gospel-Musik lauscht. Der Mann stirbt, die Kassette fällt auf die Straße und die Musik, auch sie verstummt für immer.

Ob diese Geschichte sich nun wahrhaftig zugetragen hat oder erfunden ist, sei einmal dahingestellt. Jedenfalls bekommt man so einen Zugang zur Musik von Arms And Sleepers, die Lewis selbst als "Ambient-Electronic-Soundtrack für einen traurigen Film" bezeichnet, schließlich bezieht man auch Inspiration von Almodóvar-Streifen wie "Volver" und "Sprich mit ihr".

Man könnte durchaus behaupten, dass der große Musiktheoretiker und Produzent Brian Eno mit seinem 1978er Album-Experiment "Ambient 1: Music For Airports" für Arms And Sleepers, aber auch geistesverwandte Acts wie Air, Styrofoam oder Boards of Canada, als Wegbereiter gelten kann. Schließlich bekennen sich gerade diese Bands in ihrem Sound zu den stimmungsvollen, elektronischen Pop-Panoramafahrten Enos.

Derart impressionistisch und malerisch geraten schon die ersten musikalischen Erzeugnisse von Arms And Sleepers. Weich programmierte Electronica und surrende Synthesizer werden bei Live-Shows mit zugehörigen Visuals noch deutlicher als auf den Tonaufnahmen von organischen Post-Rock-Gitarrenspuren, Jazz-Trompeten und Perkussion-Sprengseln umspült.

Das Ergebnis ist eine Form von polarnaher Melancholie, die selbst Sigur Ros nach ihren pompösen Zirkusanwandlungen kaum noch verströmen.

Und noch etwas haben alle Veröffentlichungen des Duos gemeinsam: einen ganzheitlichen Anspruch von Musik und zugehöriger Verpackung als liebevolle Gesamtkunstwerke und exklusive Sammlerstücke. Seit 2006 haben Arms And Sleepers mehrere EPs herausgebracht.

Sie alle eine eint eine limitierte Stückzahl und selbst gestaltete handgemachte Verpackungen. Auch die Alben "Black Paris 86" und "Matador", die 2007 und 2009 erscheinen, werden in kleinen Auflagen in buntem, ja sogar goldenem Vinyl gepresst.

Für "Matador" haben sich Lewis und Ramic zudem Hilfe von Uzi & Ari und drei Bands aus der Bostoner Indie-Szene geholt, die dem Duo per Mail aufgenommene Gesangparts zuschickten, die dem Sound eine ganz neue, eher songorientierte Richtung geben.

So sind Arms And Sleepers, die nach eigenen Angaben ausgesprochen gerne durch Deutschland touren, auch für Fans von Morr-Indietronica, The Postal Service oder den Melancholikern von The Antlers zu empfehlen.

Alben

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