Porträt

laut.de-Biographie

A*Teens

Das Abba-Fieber grassiert heute noch genau so heftig wie vor zwanzig Jahren. Die drei Schweden plus eine Norwegerin (Agnetha) waren immer nahe dran, den perfekten Popsong zu schreiben. Dass dies nicht ohne Auswirkungen auf die Folgegenerationen bleiben würde, sollte nicht wirklich überraschen. Aber dass dann gleich ein Bandprojekt aus der Taufe gehoben wird, welches sich beim Debut ausnahmslos Abbasongs annimmt, darf doch als kleine Dreistigkeit angesehen werden.

Die A*Teens bestehen aus Sara Helena Lumholdt (geb. 25.10.1985), Marie Eleonor Serneholt (11.07.1983), John Dhani Lennevald (24.07.1984) und Amit Sebastian Paul (29.10.1983). Gecastet werden die vier in einer Tanzschule in Stockholm, wo sie ihre Nachmittage mit Herumhopsen verbringen. Zu dieser Zeit werden ganz gezielt Jugendliche für ein Abba-Projekt gesucht, und da sie tanzen können und dazu noch ganz passabel aussehen, erhalten sie den Zuschlag.

Als erster kleiner Feldversuch erscheint in Skandinavien die Single "Mamma Mia" und schlägt wie die sprichwörtliche Bombe ein. Mehrere Wochen am Stück blockieren die vier Hupfdohlen die oberste Chartsposition mit ihrem Abba-Song im modernen Dance-Outfit. Nach diesem erfolgreichen Einstieg kann es mit einer kompletten Platte weiter gehen. Den Sommer 1999 verbringt "The Abba Generation" auf der Pole Position der schwedischen Charts. Jetzt soll auch im Rest von Europa und später auch in den USA die Post abgehen. Bis auf Rang zwei der deutschen Verkaufscharts schaffen es die jungen Schweden, eine Tour im Vorprogramm von Oli P. und später N'Sync bringen ihnen einen zusätzlichen Popularitätsschub.

Irgendwann jedoch will auch die erfolgreichste Cover-Band nicht mehr nur covern, sondern mal was Eigenes wagen. Anfang 2001 fühlen sich die A*teens reif genug, sich ein Stück weit von ihren großen Vorbildern zu lösen: "Natürlich war es uns klar, dass es unmöglich ist, bessere Pop-Songs als die von Abba zu schreiben - deshalb wollte wir einfach andere Songs machen", sagt Dhani, die diesmal auch etwas zum Gesang beitragen darf. In Format und Klangbild allerdings ähneln die von diversen professionellen Songwritern beigesteuerten Liedchen sehr dem schon bekannten Output. Emanzipation ja, aber in Maßen: Ist das der neue "Teen Spirit"?

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A*Teens - Teen Spirit: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2001 Teen Spirit

Kritik von Joachim Gauger

Zumindest die fröhliche Stimmung erinnert noch an ABBA. (0 Kommentare)

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