laut.de-Kritik

Hauruck-Techno à la française.

Review von

2001 schoss sich der französische Produzent Pascal Arbez-Nicolas alias Vitalic mit "LaRock 01" direkt in den Techno-Himmel. Die Rave-Hymne durfte damals auf keiner Party fehlen. Der große Erfolg war für die Karriere zweifelsohne förderlich. Gleichzeitig erwies er sich aber als gewaltige Hypothek.

An dieser trägt Vitalic bis heute, wie sein neuestes Album "Flashmob" zeigt. Selbst acht Jahre nach dem großen Hit, kann er sich nicht von dessen übermächtigen Schatten befreien. Dabei sollte die Zeit eigentlich für den Franzosen spielen.

Immerhin sind seit dem ersten Album "OK Cowboy" vier Jahre vergangen. Danach gab es lediglich zwei Maxis sowie eine Liveplatte. Optimale Voraussetzungen, um in Ruhe den künstlerischen Neustart vorzubereiten. Doch allzu viel Zeit scheint sich Arbez-Nicolas nicht gegönnt zu haben. Das zumindest legen die zahlreichen Releases auf seinem Label Citizen Records nahe. Dort sind in den vergangenen Jahren Veröffentlichungen von Terence Fixmer, Arnaud Rebotini, Zoot Woman, Lady B und einer ganzen Reihe weniger bekannter Musiker erschienen.

Und auch die 13 "Flashmob"-Stücke können den Eindruck nicht hachhaltig entkräften, dass ein bisschen mehr Zeit und Überlegung besser bekommen wäre. Denn was der Franzose mit gleich mit den ersten Stücken "See The Sea", "Poison Lips" und "Flashmob" abliefert, sind Rave-Schieber der guten alten Schule. Da sich Vitalic aufs Produzieren versteht, besitzen die Teile natürlich den nötigen Rumms, keine Frage. Allerdings hätte man nicht erwartet, dass er sich lediglich mit einem Aufguss der alten Erfolgsformel zufrieden gibt.

Und mehr hat "Flashmob" im Prinzip nicht zu bieten. Dicke Electro-Bassline, kräftiger Four-To-The-Floor-Beat, quietschende Melodiefetzen und vielleicht mal eine Vocoder-Stimme oben drauf - nach diesem Muster sind sie gestrickt, die Vitalic-Tracks 2009.

Dabei besitzen die Stücke aber längst nicht die zeitlose Klasse, wie etwa sein Remix des Hacker-Stücks "Fadin Away". Der hat zwar auch schon knapp zehn Jahre auf dem Buckel, gehört aber noch immer zu den ganz großen Bomben, die man als DJ zünden kann. Ein solches über der Zeit stehendes Stück bringt das selbstreferentielle "Flashmob" nicht hervor.

Trackliste

  1. 1. See The Sea (Red)
  2. 2. Poison Lips
  3. 3. Flashmob
  4. 4. One Above One
  5. 5. Still
  6. 6. Terminateur Benelux
  7. 7. Second Lives
  8. 8. Alain Delon
  9. 9. See The Sea (Blue)
  10. 10. Chicken Lady
  11. 11. Your Disco Song
  12. 12. Station Mir 2099
  13. 13. Chez Septime

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LAUT.DE-PORTRÄT Vitalic

Pascal Arbez-Nicolas lebt in der französischen Region Bourgogne, dem Burgund, und wohnt in einem Landhaus nahe Dijon. Seine musikalische Sozialisation …

6 Kommentare

  • Vor 9 Jahren

    2? Eigentlich würde ich sagen 4 es is immernoch eine hammergeile house/techno platte.

    Und der tester sollte sich die platte nochma anhören ^^
    Flashmob hat mehr zu bieten. Kann ja nich sein das hier immer das können der tester getestet wird.

  • Vor 9 Jahren

    3 wäre vollkommen in Ordnung, 2 is zu wenig, 4 übertrieben.
    Vitalic is phat.

  • Vor 9 Jahren

    dieser text hat eigentlich gar keinen wirklichen inhalt. aber er hat auch keine relevanz, und deswegen ist das egal. er dient lediglich als platzhalter. um mal zu zeigen, wie diese stelle der seite aussieht, wenn ein paar zeilen vorhanden sind. ob sich der text dabei gut fühlt, weiß ich nicht. ich schätze, eher nicht, denn wer fühlt sich schon gut als platzhalter. aber irgendwer muss diesen job ja machen und deshalb kann ich es nicht ändern . ich könnte dem text höchstens ein bisschen gut zureden, dass er auch als platzhalter eine wichtige rolle spielt und durchaus gebraucht wird. könnte mir vorstellen, dass ihm das gut tut. denn das gefühl gebraucht zu werden tut doch jedem gut, oder? klar, er ist austauschbar. das darf ich ihm natürlich nicht verraten. denn austauschbar zu sein, dass ist schrecklich. austauschbar zu sein bedeutet ja eigentlich, dass nicht man selbst, sondern einfach irgendjemand oder irgendwas an der stelle gebraucht wird. somit würde mein erstes argument, man braucht dich, nicht mehr ziehen, und das zuvor erzeugte gute gefühl des textes wäre zunichte gemacht. das will ich nicht. also bitte nix verraten, ja? aber vielleicht merkt er es ja nicht. das wäre gut, denn wer hat schon lust einen deprimierten blindtext auf seiner seite zu platzieren. was würde denn das für einen eindruck machen. das will ja keiner lesen. somit wäre er dann ein für alle mal tatsächlich völlig nutzlos. das wäre sein todesurteil. soweit wollen wir es doch nicht kommen lassen, oder? es sei denn, und das ist möglich, er würde wiedergeboren und käme als, naja, sagen wir als witz, und ein textleben später vielleicht als bildzeitungsartikel auf die textwelt. irgendwann wäre er vielleicht sogar ein text im lexikon. dann hätten wir ihn ja sogar weitergebracht in seiner entwicklung. klingt gar nicht schlecht, oder? trotzdem bin ich der meinung, man sollte ihn nicht bewusst dort hin treiben. er hat ein recht darauf, sich selbst zu entwickeln. und zwar in genau dem tempo, das ihm gefällt. und bis es soweit ist, nehme ich ihn eben an, wie er ist. als einfachen blindtext ohne wirklichen inhalt.

  • Vor 9 Jahren

    Das ist doch schon vor zwei Monaten erschienen, und ja, ich meine den deutschen Release.
    WWar auch eher enttäuscht von dem Album, aber drei Punkte hätte man meiner Meinung nach schon geben können, ist halt Mittelmaß.

  • Vor 9 Jahren

    Ich kenne Vitalic von irgend'nem Trailer für irgendeinen französischen Film über junge Mädchenliebe.

    Der Film war scheiße, aber das Lied lies mir keine ruhige Minute mehr. Ich hab's dann schließlich auf OK Cowboy gefunden. "Trahison" hieß das Stück und war mein Sommerhit 08.

    Großartig. Die anderen Sachen waren so lala.
    "Human" ging noch richtig ab.

    Vielleicht zieh ich mir die neue Scheibe mal rein.

  • Vor 9 Jahren

    Naissance Des Pieuvres heißt übrigens der Film (zu dem hat auch Para One den Soundtrack komponiert) und ja Trahison war ein geniales Stück wie auch das gesamte "OK Cowboy"-Album aber das hier ist mit Abstand die schlechteste Review die ich je auf laut.de gelesen habe.

    Über 4/5 der Review lässt der Autor sich nur darüber aus wie groß die Erwartungen nach OK Cowboy sind. Dann kommt 1 kurzer Absatz der einfach mal ALLE Songs ohne Ausnahme über einen Kamm schert. Dann noch gekonnt im letzten Absatz den alten Zeiten nachtrauern und fertig ist die Review.
    Ich frag mich ob der Autor nicht einfach nur mal eben den Titel Flashmob angeworfen hat um fix noch ne Review hinzuklatschen. Nichts von Atmospähre, Stimmung usw.

    Aber was will man von jemandem, der Hells Teufelswerk keine 5/5 gegeben hat weil es keine "Hits" enthält, erwarten...
    Geh "Sexy Bitch hören" wenn du Hits willst -.-*