Porträt

laut.de-Biographie

Van Canto

A Capella-Bands sind eine Sache für sich. Wenn solch eine Combo aber anfängt, sich an Metal-Songs zu vergreifen, wird die Sache ganz kritisch.

Van Canto - Trust In Rust
Van Canto Trust In Rust
Von Schakalaka über Dingeldingel zu Bim-bäm-bum.
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Genau an dieses Unterfangen wagt sich Anfang 2006 der ehemalige Jester's-Funeral-Sänger und -Gitarrist Sefan 'Stef' Schmidt. Instrumente soll es in seiner neuen Band nicht geben, lediglich ein Schlagzeug ist für den Beat vorgesehen.

Stef fragt also bei ein paar seiner Bekannten an, ob sie bei so einem Projekt dabei sein wollen. Tatsächlich sagen Dennis 'Sly' Schunke (Ex-Synasthasia), Inga Scharf (Ex-Fading Starlight), Ross Thompson, Ingo Sterzinger und Drummer Dennis Strillinger allesamt zu.

Während sich Sly und Inga um den normalen Gesang kümmern, teilen die andern sich die Instrumente stimmlich auf. Das sieht dann folgendermaßen aus: Ross trällert den höheren Rakkatakka-Gesang, Stef den tieferen Rakkatakka-Gesang und Ingo den tiefen Dandan-Gesang.

Zusammen singen sie das Debüt "A Storm To Come" ein, auf dem sich neben eigenen Songs auch eine Coverversion von Metallicas "Battery" befindet. Zu "The Mission" drehen sie ein recht aufwändiges Video. Die Scheibe bringen sie in Eigenregie Ende 2006 auf den Markt.

Ihre Feuertaufe an der Livefront bestehen sie im Juni des folgenden Jahres, dem weitere Gigs auf Festivals wie dem Dong Open Air, dem Rock Harz oder dem Bochum Total folgen. Dennis muss Van Canto im Oktober aus Zeitgründen verlassen, doch mit Bastian Emig finden sie schnell Ersatz.

Der gibt sein Livedebüt Ende des Jahres bei den Auftritten im Rahmen der 'A Dark Winter's Night'-Festivals im Vorprogramm von Nightwish. Doch nicht nur das liefert Grund zur Freude: GUN Records nehmen Van Canto im Dezember unter Vertrag und legen "A Storm To Come" noch einmal neu auf.

Die Band selbst beginnt im Februar in den Twilight Hall Studios mit den Aufnahmen ihrer nächsten Scheibe. Nicht nur nehmen sie in den Räumen von Blind Guardian auf, sondern sie holen sich auch deren Produzenten Charlie Bauerfeind und Sänger Hansi Kürsch als Gast auf "Hero".

Den Sommer über sind Van Canto vereinzelt in Deutschland unterwegs, aber vor allem in Brasilien schlagen sie enorm ein. Dort treten sie nicht nur auf der Bühne, sondern auch in Fernsehshows auf und geben unzählige Interviews.

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"Hero" verlegt sich Ende September 2008 mehr auf Coverversionen. Dabei vergreifen sich Van Canto an Songs von Blind Guardian, Manowar, Nightwish oder Iron Maiden.

GUN Records gehen 2009 pleite, weswegen sich die Dame und ihre Herren nach einem anderen Deal umsehen müssen. Den finden sie beim österreichischen Label Napalm Records, wo sie Ende Februar 2010 "Tribe Of Force" veröffentlichen.

Auf der Scheibe gehen Van Canto wieder einen Schritt zurück und konzentrieren sich auf eigene Songs, anstatt bekannte Nummern zu interpretieren. Diese Mischung aus eigenen und Fremdkompositionen behalten sie auf "Break The Silence" (2011) und "Dawn Of The Brave" (2014) bei.

2016 gibt es auf "Voices Of Fire" dann ausschließlich Eigenmaterial, serviert mit dem Zusatz "Metal Vocal Musical". Dafür organisieren sich Van Canto nicht nur Jonathan "Gimli" Rhys-Davis als Erzähler, sondern gleich den ganzen "Herr Der Ringe"-Chor, die London Metro Voices. Für das zugrunde liegende Storykonzept arbeitet Sly mit Autor Christoph Hardebusch zusammen. Als sogenanntes "Crossmedia-Projekt" erscheint parallel zum Album der zugehörige Roman.

"Man kann gar nicht sagen, ob unser Album nun die Musik zum Buch ist, oder der Roman das Buch zur Musik. Wir haben hier wirklich Hand in Hand gearbeitet. Unsere Kompositionen haben den Roman beeinflusst und umgekehrt. Wir haben eine eigene Welt erschaffen. Es kracht an allen Ecken und Enden und ist großes Kopfkino, eigentlich wie Van Canto auch."

Mittlerweile als siebenköpfige Formation unterwegs, pusten die Vocal Metaller 2018 ihr siebtes Album in den Orbit. Nach dem überbordenden Konzept des Vorgängers gibt sich die Gruppe bodenständiger und setzt ganz auf die Stärken des Kollektivs. Die obligatorischen Coversongs dürfen auch auf "Trust In Rust" nicht fehlen. Bei "Ride The Sky" greift Kai Hansen (Helloween, Unisonic) dem Septett unter die Stimmbänder, während "Hells Bells" von AC/DC die Schlussglocke der Platte einläutet.

Alben

Termine

Sa 22.09.2018 Oberhausen (Turbinenhalle)
So 23.09.2018 Hannover (Musikzentrum)
Do 04.10.2018 Berlin (Lido)
Fr 05.10.2018 Hamburg (Markthalle)
Sa 06.10.2018 München (Technikum)

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