laut.de-Kritik

Kläglich gescheitert am Mumble-Stil.

Review von

Mit seinem Spontan-Album "A" liefert Usher weder inhaltliche Raffinesse noch spannende Unterhaltung. Unterm Strich steht eine Gleichung: Geld + Fame = Bitches. Zeit überdauernde Kunst geht definitiv anders. Aber diese Absicht verfolgte Usher vermutlich auch gar nicht.

"A" orientiert sich am langsam ermüdenden Trap-Trend und vermischt ihn mit vor Schmalz triefendem Pop-Gesäusel. Produzent Zaytoven, der vor allem die musikalische Untermalung für die Nuschel-Fraktion um Migos, Future und Co. liefert, verewigt sich auf jedem Song mit der nervigen Ansage eines Kindes. Er produziert sauber und mit einem gewissen Druck nach vorne, bleibt aber auch sehr beliebig. Einzig die Nummer "Say What You Want" überrascht mit jazzigem Piano-Sample, das dem Song deutlich mehr Komplexität und Tiefe verschafft als es Ushers Lyrics je könnten.

Der bleibt nämlich strikt bei der besagten Gleichung. Mal sagt er seinem Girl, sie solle gefälligst zu Hause bleiben und das Flirten sein lassen, mal sehnt er sich nach gebildeten Frauen, die er dann eigentlich doch nur in Ibiza trifft. "Materialistic girls attract me" sagen, und sich dann wundern, wenn sie abhauen, sobald es um Gefühle geht.

Sätze wie "Ich bin aber auch traurig, dass sie weg ist, ich hab sie schließlich mit meinem Ferrari fahren lassen!" wecken beim Gegenüber jetzt nicht unbedingt ein mit Mitleid vergleichbares Gefühl. Aber, hey! Kann ja jeder tun, was er will. Wir sind alle frei und reich und berühmt und so. Yeah!

"Birthday", das tatsächlich auch in jeder Zeile das Wort "Birthday" wiederholt, wirkt eher anbiedernd als nach lässigem Cloud-Dadaismus. Auch in "Gucci Store" scheitert Usher kläglich am Mumble-Stil, weil er es einfach nicht auf die Reihe kriegt, wirklich zu nuscheln. Der Versuch klingt nach dem unlustigen Dad, der auf dem Geburtstag seines Sohnes zeigen will, dass er auch cool und hip kann. Featuregast Gunna klingt da schon authentischer, was vermutlich mit dem konstanteren Drogenkonsum zusammenhängt.

Was "A", das in seinem Materialismus stark an "Everything Is Love" der Carters erinnert, jetzt genau mit Atlanta zu tun hat, bleibt unklar. Eigentlich vermarktet Usher das Album als eine Hymne an die Stadt, deren Name genau ein einziges Mal fällt. Immerhin hat er seine Fans über seinen Frauenkonsum auf den neuesten Stand gebracht. Ist doch auch was.

Trackliste

  1. 1. Stay At Home (feat. Future)
  2. 2. Ata
  3. 3. Peace Sign
  4. 4. You Decide
  5. 5. Birthday
  6. 6. She Ain't Tell Ya
  7. 7. Say What U Want
  8. 8. Gift Shop (feat. Gunna)

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