Porträt

laut.de-Biographie

Ulysse

Gegensätze ziehen sich ja bekanntermaßen an. Dass sie aber auch in einer Person perfekt harmonieren können, zeigt Ulysse. Der Karlsruher Rapper bringt nicht nur Boombap und Trap auf einem Album unter, sondern rappt auch noch bilingual - in Deutsch und Französisch.

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1995 in Aachen geboren, wächst der Junge mit Wurzeln in Kamerun in an der deutsch-französischen Grenze auf. Wie er im Interview mit rap.de erzählt, muss er in seiner frühen Jugend wohl "etwas wild" unterwegs gewesen sein, denn seine Eltern schicken Ulysse für vier Jahre auf ein Internat für Schwererziehbare im Elsass.

Zwar kommt er durch seinen großen Bruder bereits mit Deutschrap in Kontakt, vor allem Sido, Bushido und Savas, aber auch Samy Deluxe. Im Internat halten ihm die Mitschüler allerdings Seyfus "Molotov 4" unter die Nase, dass ihn zum ersten Mal so richtig umhaut.

Neben Seyfu prägen Ulysse auch andere französische Größen wie Booba, La Fouine oder Lunatic. Den größten Einfluss hat vermutlich jedoch sein Maastrichter Cousin Boef, bei dem er seine Sommerferien verbringt. "Er war immer mehr Gangster als Rapper", sagt Ulysse selbst. Bei ihm raucht er seinen ersten Joint - und schreibt mit 15 seine ersten eigenen Texte.

Wieder zurück in Deutschland beendet Ulysse seine Schullaufbahn und konzentriert sich mehr und mehr auf den Rap. Im Mai 2018 erscheint auch sein Debüt-Album "Je Suis Ulysse", das zwar inhaltlich nicht das Rad neu erfindet. Doch sowohl Ulysses Energie, als auch der Mischmasch aus Deutsch und Französisch versprechen einen sehr dynamischen Erstling mit hohem Unterhaltungswert. Kein Wunder also, dass er im Januar 2019 gleich ein Mixtape hinterher schiebt.

Ulysse selbst feiert übrigens vor allem Nate57, Kalim, Sido, Manuellsen - und den Karlsruher Kollegen Haze, mit dem auch hin und wieder mal ein paar Features ausgetauscht werden.

Seine Prioritäten in Sachen Musik sind übrigens auch ganz klar gesetzt, wie er im rap.de-Interview klarstellt: "Ich möchte erstmal mit meiner Musik Fuß fassen und allen zeigen, sowohl den deutsch-sprachigen- als auch den französischsprachigen Ländern, dass ich es drauf habe. Ich will auf jeden Fall Platten verkaufen und Geld machen, aber auch meine Liebe zur Musik zeigen. Das ist meine Leidenschaft!"

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