laut.de-Kritik

Fette Grooves und unwiderstehliche Hooklines.

Review von

Schweizer tauchen irgendwie immer dann auf, wenn man nicht mit ihnen rechnet. Bei den Treekillaz ist das auch nicht weiter verwunderlich, weil die Band aus Biel in unseren Breitengraden wohl hauptsächlich den Fans Clawfinger ein Begriff sein dürfte. Mit denen waren Treekillaz schon des Öfteren unterwegs, auch wenn sie musikalisch andere Wege gehen.

Dabei ist es nicht so ganz einfach, die Eidgenossen musikalisch einzuordnen, wenn man den recht weitgedehnten Begriff Crossover mal genauer verifizieren will. Denn bereits der grenzgeniale Opener "Disco", der es mit einem coolen Video schon zu Singleehren geschafft hat, kreuzt und quert zwischen Synthiegewaber, fetten Grooves und unwiderstehlichen Hooklines hin und her. Als Vergleich fallen mir hier nur The Bonny Situation ein, die auf ihrem letzten Album "Robot Says I Love You" leider ein wenig geschwächelt haben.

Sänger Bucher ist mit seiner rauen Stimme genauso in der Lage, ein paar wundervolle Melodien zu singen, wie auch mal richtig derbe zu shouten. Und seine Jungs an Gitarre, Bass und Drums legen ihm die unterschiedlichsten musikalischen Fundamente, um richtig aufzutrumpfen. Sei es eine eher relaxte, reduzierte Nummer wie "Diver", die erst im Refrain ein wenig hochfährt, sei es Balladeskes wie bei "Let Me Die" oder dem abschließenden "Out Of Town".

Am besten gefallen mit die Treekillaz aber immer dann, wenn sie ordentlich nach vorne abrocken. Und da spielt es auch kaum eine Rolle, ob es wie im Titeltrack mal eher nach Stoner Rock-Manier, furztrocken wie im knackigen "Stereo" oder auch mal breitbeinig wie in "Beautyfull", das in der Art auch von Creed oder Alter Bridge stammen könnte. Die Jungs wissen einfach, wie man gute Songs schreibt.

Kaum zu glauben, dass die Schweizer mittlerweile nicht schon bekannter sind. An den Songs oder der satten Produktion des ehemaligen Coroner- und Kreator-Gitarristen Tommy Vetterli kann es jedenfalls nicht liegen.

Trackliste

  1. 1. Disco
  2. 2. The Ignorant
  3. 3. Diver
  4. 4. Season Of The Lonesome
  5. 5. Let Me Die
  6. 6. Not The Only One
  7. 7. Millionaire
  8. 8. Stereo
  9. 9. Beautiful
  10. 10. As Long As You Don't Know
  11. 11. Free Me
  12. 12. Out Of Town

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4 Kommentare

  • Vor 9 Jahren

    Und schon wieder eine Rezension, bei der man sich fragt wie die drei Punkte da zusammenpassen. Herr Edele ich bitte um Erklärung. Nicht ein einziges negatives Wort aber "nur" drei Punkte.

  • Vor 9 Jahren

    Das sind durch die Bank gute Songs, aber bei manchen springt der Funke nur bedingt über. Die Tendenz zu vier Punkten ist durchaus da, hab mich aber doch für die drei entschieden ...

  • Vor 9 Jahren

    @eddy (« Das sind durch die Bank gute Songs, aber bei manchen springt der Funke nur bedingt über. Die Tendenz zu vier Punkten ist durchaus da, hab mich aber doch für die drei entschieden ... »):

    Also keine Kracher dabei?

  • Vor 9 Jahren

    @ eddy: Aha. Nichts für Ungut aber dann solltest du das in der nächsten review klarer machen ;). Wenigstens antwortest du mir. Ne gewisse Sabrina Franco hat das beim letzten Ray Charles Album nicht gebacken bekommen. Bis heute nicht.