laut.de-Kritik

Wie ein Brot mit Käse und Peanutbutter und Marmelade.

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Die Kronprinzen des Herzschmerzes sind zurück! The Used weisen mit aller Macht darauf hin, worum sich alles auf dem neuen Album dreht. Der Titel "In Love And Death" und das Cover, in dem ein Herz in einer Schlinge baumelt versprechen verheißungsvoll: Hier darf gelitten werden, hier darf man sich mies fühlen und runterziehen lassen. Leider haben The Used ihre Rechnung ohne die gemacht, die das längst viel besser können.

Oder doch nicht? Gleich in "Take It Away" verweist Bert McCracken augenzwinkernd an die guten Freunde: "I've lost all doubt in a chemical romance". "Take It Away" gelingt als Einstieg ganz passabel. Die essentiellen Fragen (Wer bin ich? Woher komme ich? Warum bin ich hier? Wohin werde ich gehen?) führen die Jungs gleich zu Beginn ein, die großen Selbstzweifel haben sie sich bewahrt.

An ihren musikalischen Fähigkeiten scheinen sie jedoch nicht grade zu zweifeln, sonst hätten es solch mediokere Poppunk-Schmonzetten wie "I Caught Fire" oder "All That I've Got" kaum auf die Platte geschafft. Dass sie durchaus balladieren können, zeigen The Used dagegen mit "Hard To Say", bei dem sogar Nichtraucher das Feuerzeug zücken wollen. Überhaupt ein fast schon kruder Stilmix, dieses "In Love And Death".

Da sind die Brüllnummern, bei denen McCracken zur Hochform aufläuft. Ob "Listening" als gemäßigte Variante oder "Sound Effects And Overdramatics" und "I'm A Fake" als ordentliche Auf-die-Wurst-Stücke, wenn The Used laut werden, unterhalten sie am Besten. Aber dann gibt es noch die anderen Seiten von The Used: die Poppige, die mitunter sehr an Maxeen erinnert. "Let It Bleed" und "Cut Up Angels" hätte man so vielleicht nicht von ihnen erwartet, eine durchaus positive Überraschung.

Fast nackt, also (halb)akustisch, schaffen es "Yesterday's Feelings" und "Light With A Sharpened Edge", von den Allrounder-Qualitäten der Band zu überzeugen. The Used tragen mit "In Love And Death" dick auf. So wie ein Brot mit Käse und Peanutbutter und Marmelade. Das Problem ist nur, dass nicht jeder alle Elemente dieser Mischung verträgt.

Trackliste

  1. 1. Take It Away
  2. 2. I Caught Fire
  3. 3. Let It Bleed
  4. 4. All That I've Got
  5. 5. Cut Up Angels
  6. 6. Listening
  7. 7. Yesterday's Feelings
  8. 8. Light With A Sharpened Edge
  9. 9. Sound Effects And Overdramatics
  10. 10. Hard To Say
  11. 11. Lunacy Fringe
  12. 12. I'm A Fake

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