laut.de-Kritik

Simon Jones ist verdammt stolz auf seine erste Band nach The Verve ...

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Simon Jones ist verdammt stolz auf seine erste Band nach The Verve. Er ist sich aber auch dessen bewusst, dass alle Welt sein neues Produkt mit den richtungsweisenden Verve vergleichen wird.

The Shining gehen mit dem Opener "Quicksilver" ganz schön nach vorne. Das Ding rockt - so wie The Verve es nie getan haben. Doch das war's dann auch schon mit straight-vorwärts pushenden Songs. Der Rest des Albums ist vor allem durch psychedelische Anklänge und Hall auf der Stimme des 22-jährigen Greenhorns am Mikro bestimmt. Ein Talent: sein typisch britisches Organ ist zwischen professionell und total unaufgeregt angesiedelt und kann zwischendurch plötzlich in ein Schreien umschlagen.

Live fallen die Qualitäten der Band kaum auf. Die Stücke klangen auf den Deutschland-Gigs noch ein wenig unfertig. Die einzelnen Instrumente haben sich nicht ineinander gefügt. Nur Duncan Baxter ist eine Bühnenpersönlichkeit, die man so schnell nicht mehr aus dem Kopf kriegt. Nach den Shows konnte ich mich an sein Äußeres erinnern. Aber die Songs? Bis auf wenige Ausnahmen waren sie plätschernde Begleitmusik zu seiner Show. Doch dieses Unvollständige der Live-Darbietung, bei der nichts zusammen zu gehören schien, findet man auf dem Album nicht mehr. Die Stücke sind aus einem Guss. Niemand scheint am anderen vorbei zu spielen.

Leider hat man Ähnliches schon zu oft gehört. "Quicksilver" scheint beim ersten Hören wie von einer uninspirierten Oasis-Nachahmerband, stellt sich mit der Zeit aber doch als Song mit eigener Schönheit heraus. Dann klingt es ein wenig wie The Verve, ein anderes Mal wie die Charlatans und auf "What You See" gar nach Boygroup-Melodien - mit ein wenig mehr Stil und Abgeklärtheit. Manchmal blitzen frische Ideen durch, doch diese können sich nicht durch den ganzen Song halten. Nicht viel neues also.

Ein bisschen psychedelischer als der typisch britische Popsound. Aber das haben - verflixt noch mal - The Music vor ein paar Wochen so schon in die Charts gebracht.

Trackliste

  1. 1. Quicksilver
  2. 2. Young Again
  3. 3. Find A Reason
  4. 4. Crest Of An Ocean
  5. 5. Show You The Way
  6. 6. I Wonder How
  7. 7. I Am The One
  8. 8. Danger
  9. 9. Find Your Way Home
  10. 10. What You See
  11. 11. Until The End
  12. 12. Quicksilver - Outro

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