laut.de-Kritik

Ex-Metalheads aus dem Ruhrpott entdecken Melodie und Rockgroove.

Review von

"In my dreams/I can fly/in my dreams/you could be mine/in my dreams/dreams come true/in my dreams/I can follow you."

Gulp! Was die englische Sprache angeht, sind wir zwar alle keine Native Speaker, aber manch Englischsingender weiß diesen zu Vorurteilen verleitenden Umstand dennoch gekonnt zu kaschieren! Und dann gibt es eben Bands, deren kompositorisches Können entweder durch auffällig schmale textliche Versiertheit oder durch das Wandern auf dünnem sprachlichen Eis gefährdet wird. Sub7even gehören zur ersten Kategorie.

Auch wenn das Debut des Ruhrpott-Fünfers gut auffährt: Auf der Scheibe prangen die Eindruck schindenden Buchstaben BMG und aus den Boxen rattern (zunächst) rohe Rockriffs. Doch anstelle einer neuen Staaten-Walze haben wir es hier mit ehemaligen deutschen Metal-Knechten zu tun, die unter dem Etikett Rage noch immer in so manchem Hinterkopf eingebrannt sind.

Seit 1999 in neuer Konstellation verbündet, hat man urplötzlich auch die Elektronik als Stil erweiterndes Element entdeckt und gleichzeitig den Speed von früher gegen einen leicht grungigen Rockgroove eingetauscht. Vorherrschend wird bei Sub7even auf Harmonien geachtet, nachzuprüfen an der etwas schwächlichen Single "Weatherman", die den Weg für das Album vorgibt.

Das Ohrwurmsyndrom im potentiellen Clipkanal-Format ist hier allgegenwärtig, was langhaarige Rage-Recken weniger, rotbackige Jungrocker schon eher verzücken dürfte. "So Why" und "Ease My Pain" sind meine heißesten Single-Tipps, auch wenn ich mir das bösere "Alive" wünschen würde. So oder so ist bei Sub7even handwerklich genug Potential vorhanden, um Beifallsstürme einzufahren und damit ausgediente Metalerfolge zu übertreffen.

Trackliste

  1. 1. Alive
  2. 2. So Why
  3. 3. Weatherman
  4. 4. Wicked
  5. 5. Too Late
  6. 6. Ease My Pain
  7. 7. Be My B.
  8. 8. Listen To Your Soul
  9. 9. In My Dreams
  10. 10. Wake Me Up
  11. 11. Maybe
  12. 12. Falling
  13. 13. Never Ever

Weiterlesen

LAUT.DE-PORTRÄT Sub7even

Die Geschichte von Sub7even beginnt mit der Vorgeschichte. Denn Gitarrist Sven "Lord" Fischer und die Gebrüder Efthimiadis (drums, guit) aus dem magischen …

Noch keine Kommentare