laut.de-Kritik

Die Hessen wissen, wie man gute Songs schreibt.

Review von

Skullboogey ist so eine Band, über die ich vor zwei Jahren eigentlich nur aus Zufall gestolpert bin, die mir seitdem aber manch lange Autofahrt versüßt hat. "Dead $ Sold" fährt ständig bei mir im Auto mit und entfaltet bei sonnigem Wetter seine ganze Pracht.

Ein ähnliches Vergnügen wird mir das schlicht "III" betitelte dritte Album der Hessen diesen und wohl auch die kommenden Sommer bereiten. Auch wenn die Scheibe ein wenig zu zurückhaltend produziert wurde und die Gitarren etwas satter braten könnten. Aber egal, schließlich steigen sie mit dem satten Rocker "Fast Way's Down" gewohnt stark ein und grooven mit "Spittin' Blood" nicht weniger mächtig hinterher.

Abwechslung war bei Skullboogey schon immer angesagt. Mit Stefans variabler Stimme wäre alles andere auch grob fahrlässig. So erinnert der Mann im locker, relaxten "Unknown Kid" an Ian Astbury von The Cult. Das trifft auch auf das folgende "Killing Time" zu, auch wenn sich der Sänger in der Strophe stellenweise ein wenig übernimmt. Dafür geht der Refrain wieder richtig auf.

Ganz gleich, ob man sich eher für die rockigeren Klänge wie im staubigen Wüsten-Bluesrocker "Keep It Rolling", das coole "Feels Like Dying" oder die alle-Macht-dem-Groove-Nummer "One Down" oder doch eher für die ruhigeren Klänge wie im an The Doors erinnernden "Breathe" oder "Collecting Emptiness" erwärmt. Die Hessen wissen einfach, wie man gute Songs schreibt.

Zum Abschluss gibt es mit "Rock'n'Roll Man" feinsten Rock'n'Roll und ordentlich Dampf auf die Kessel. Das Teil könnte auch locker von Motörhead stammen und ist in meiner Karre mittlerweile auf Dauerrotation.

Trackliste

  1. 1. Fast Way's Down
  2. 2. Spittin' Blood
  3. 3. Unknown Kid
  4. 4. Killing Time
  5. 5. Keep It Rolling
  6. 6. Hell
  7. 7. Feels Like Dying
  8. 8. Breathe
  9. 9. Down
  10. 10. Collecting Emptiness
  11. 11. Rock'n'Roll Man

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