laut.de-Kritik

Über die Texte kann man sich auf jeden Fall amüsieren.

Review von

Die Veröffentlichung der letzten beiden Scheiben der Ami-Deather von Six Feet Under war ja nicht bei der gesamten Hörerschaft von Begeisterungsstürmen begleitet. Bei einfallslosen Covern von AC/DC-Klassikern und Songs, deren Riffs ebenso leicht durchschaubar sind wie die Texte ("chop chop chop / off goes the head"), eigentlich kein Wunder. Nach "13" stehen sie nun mit einer neuen Scheibe bereit, uns das Geheimnis gleichförmiger Riffs und stumpfer Texte näher zu bringen.

So dürften die Erwartungen der Fans nach den letzten beiden Alben schon ziemlich weit gesunken sein. Bei den ersten Takten von "Doomsday" denke ich mir, sie hätten auch diesmal kaum höher sein sollen. Hier herrscht Einfältigkeit par excellence. Leider wird es bei "Thou Shall Kill" kaum besser. So wursteln sich die ersten beiden Songs langsam und gleichförmig dahin. Einen Deut besser kommt da schon die Nummer "Zombie Executioner" rüber. Six Feet Under legen einen Zahn zu und mischen schnelle Parts mit dem gewohnt schleppenden Sound ab, auch vom Drummer lässt sich Tätigkeit verzeichnen. Einen Höhepunkt liefern die Amis mit "Resurrection Of The Rotten". Darüber hinaus warten sie das ein oder andere Mal noch mit einem Solo auf, das sich hören lassen kann, etwa auf "Resurrection Of The Rotten" oder "In A Vacant Grave".

Die restlichen Nummern klingen hin und wieder zwar interessant, zum Beispiel "The Edge Of The Hatchet", bei anderen Songs wie "Bled To Death" kann davon allerdings keine Rede sein. Ich behaupte ja nicht, dass Six Feet Under für bahnbrechende Kompositionen, großartige Abwechslung und Innovation auf dem Death Metal-Sektor bekannt sind. Doch sich ein wenig mehr Mühe zu geben, wäre trotzdem ratsam gewesen, anstatt einige wenige Riffs im Halbe-Minuten-Takt runter zu schrammeln. So liefern sie Songs, die relativ einfach gestrickt und vorhersehbar klingen.

Zumindest der Sound der Scheibe ist nicht von schlechtern Eltern. Ansonsten kann man sich beim Hören noch immer darüber amüsieren, welche literarischen Ergüsse rauskommen, wenn man offensichtlich nach dem Prinzip "Reim dich, oder ich fress dich" vorgeht. Wie gesagt, die Scheibe beinhaltet die eine oder andere Nummer, die ganz passabel klingt. Doch zwei oder drei gute Stücke auf einem Album sind eindeutig zu wenig.

Trackliste

  1. 1. Doomsday
  2. 2. Thou Shall Kill
  3. 3. Zombie Executioner
  4. 4. The Edge Of The Hatchet
  5. 5. Bled To Death
  6. 6. Resurrection Of The Rotten
  7. 7. As The Blade Turns
  8. 8. The Evil Eye
  9. 9. I A Vacant Grave
  10. 10. Ghosts Of The Undead

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