Porträt

laut.de-Biographie

Sa-Roc

Eigentlich müsste Sa-Roc zu Hip Hops Legenden zählen. Dass die MC, die bereits seit den Anfang 2000ern Reime spittet, trotzdem nur in ausgewählten Kreisen Bekanntheit erlangt: im Grunde ein echter Skandal.

Assata Perkins, wie Sa-Roc eigentlich heißt, erblickt 1981 in Washington D.C. das Licht der Welt. Bereits früh ist sie an künstlerischen Tätigkeiten interessiert und beteiligt sich an einigen Theaterproduktionen in ihrer Schule.

Bald jedoch merkt die junge Frau, dass sie mit Rap deutlich mehr anfangen kann. Es zieht sie nach Atlanta. Dort trifft sie Anfang der 2000er auf Sol Messiah, der sich prompt zu ihrem Haus und Hof-Produzenten entwickelt.

Einige Jahre lang rappt Sa-Roc nur für sich. Bis ihr erstes Album in Eigenregie erscheint, dauert es bis 2010. Ein Jahr später steht sie dann auch das erste Mal auf der Bühne, bei einem Benefizkonzert für den Stiefvater von Tupac Shakur, gleichzeitig ein ehemaliges Mitglied der Black Liberation Army, der eine lebenslange Haftstrafe absitzt.

Kurz wird es wieder ruhiger um die MC. Allerdings nur, damit sie 2013 mit einem Knall erneut auf der Bildfläche erscheint. Anfang 2013 veröffentlicht sie sage und schreibe fünf (!) Alben und eine EP.

Es scheint, als habe Sa-Roc Einiges aufzuholen: Nach "Nebuchadnezzar" im darauffolgenden Jahr, erscheinen 2015 erneut mehrere Alben gleichzeitig: "Gift Of The Magi", "Extra-Terrestrial" und das Mixtape "The Legend Of Black Moses".

Während sie sich auf ihrem Mixtape bei den Kollegen Schoolboy Q, Madlib, Jay-Z, Common oder Flying Lotus bedient, setzt sie bei ihren Alben gänzlich auf Sol Messiah, über dessen Label alle Produktionen erscheinen.

Bis zum Jahr 2016. Da nämlich wird ein Label namens Rhymesayers auf die Dame aufmerksam und nimmt sie unter Vertrag. Zu ihren Kollegen zählen neben Brother Ali und den Dilated Peoples auch Atmosphere oder Aesop Rock. Ihr erstes Album mit dem ehrwürdigen Label im Rücken bringt sie Anfang 2019 auf den Markt.

Rhymesayers ist begeistert von Sa-Rocs verkopften Texten, die mit intelligenten Wortspielen und viel Empowerment aufwarten. Sie selbst beschreibt sich ziemlich bescheiden folgendermaßen: "I consider myself a lover of language."

Die Sprachliebhaberin wurde früh bereits von Musikern wie Gil Scott-Heron und Björk inspiriert und stand im Laufe ihrer Karriere bereits mit Common, Talib Kweli oder Dead Prez auf der Bühne. Außerdem gehört sie zu den wenigen Auserwählten, die als Dauergäste bei den Liveshows der Roots mitmischen.

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