laut.de-Kritik

Kacke Flex, wir machen aus Kacke Flex.

Review von

Niemand wartet darauf, dass SSIO sein "Kid A" oder "Yeezus" macht. Warum eigentlich nicht? Der Mann ist objektiv einer der im Deutschrap weitläufig am meisten respektierten Typen. Bis "Messios" konnte man sich darauf einigen, dass man sich auf ihn einigen kann. Aber trotzdem erwartet keiner eine neue SSIO-Ära. Er hat uns einfach schon zu sehr daran gewöhnt, verlässlich immer der Alte zu sein. Jetzt kommt "Das Neue Album" mit einem ganz neuen Kokettieren mit Trap-Sound und -Songstruktur ums Eck. Fans sind erschrocken: Das klingt dezidiert anders als früher. Und es zündet tatsächlich auch ein bisschen weniger als der ganz alte Kram. Aber es wäre zu einfach, das auf den neuen Sound zu schieben. Im Gegenteil: Die neuen Beats sind Stärke und Alleinstellungsmerkmal dieses Albums. Die Schwäche ist eher, dass SSIO als Rapper und Person seit fast zehn Jahren quasi gänzlich stagniert.

Raptechnisch passiert haargenau das gleiche wie auf quasi jedem SSIO-Album. Puff, Pöbeln und Adiletten geben sich die Klinke in die Hand, um launig-halbironisch über die Straße zu rappen und die Konkurrenz zu dissen. Und hey, technisch geht das alles nach wie vor ab: "Fahr' im Maserati auf deine Afterparty / Die Türsteher verwechseln mich mit Badr Hari / Meine Kette ist am Strahlen wie Nagasaki / Ich krieg' ein'n Höhenflug als wär ich bei der NASA-Army" rappt er seine Kombos herunter. Der Flow klingt nach wie vor dick und die Attitüde sattelfest. Aber ein bisschen klingt es auch pflichtschuldig. Das ist eben, was und wie er rappt - er weiß, was er verkauft und macht das inzwischen so routiniert, dass es ein bisschen schlafwandlerisch wirkt.

Aber die Punchlines sind auch für sich ein bisschen durchwachsener als sonst: "Lutscherrapper sehen aus wie Lil Baby / Nur mit Hautfarbe von Slim Shady" oder "Mache vor Offset mit Cardi B rum" trifft ins Schwarze, "Kleid' meine Schlampe mit Gucci ein / Dafür lässt sie mich in ihre Muschi rein / Aber spritze nicht in ihre Pussy rein / Was für Unterhalt? Du kriegst nicht mal ein' Fuffischein" ist nicht der Knüller. Vieles auf diesem Tape fühlt sich ein bisschen mehr nach Freestyle an, ein bisschen mehr nach Rap für den Flow, die Momente, in denen SSIO genuin witzig sind, überragen nicht die Menge an Momenten, in denen er die Klischees von der H&M-Stange blättert.

Dabei spürt man doch die Ansätze von musikalischer Entwicklung in der Luft. "Kabul Drive By" nimmt die Formel für einen richtig klassischen Drill-Song. SSIO und Fgun $haki machen hier über jeweils ziemlich lange Parts ohne Hook eine gute Figur. "Flebix" mit Xatar hat einen der irritierendsten Beats mit Electro-Einschlag der Welt, ist aber genau dafür irgendwo wieder ziemlich geil. "Beinchen", "Moncler", "Summi" und "Clubhouse" stampfen repetitive, aber eingängige Hooks runter. Man merkt nicht nur an den Referenzen, dass SSIO viel Ami-Trap gehört hat. Als Resultat kickt er die Westküsten-affine Laid-Back-Lässigkeit von "BB.U.M.SS.N für einen intensiv-aggressives Südstaaten-Testo. Was man mehr mag – Geschmackssache, aber musikalisch funktioniert beides - und ich bin mir relativ sicher, dass eine Live-Session mit diesem brachialen 808-Gestampfe auch viele Zweifler überzeugen wird.

Musikalisch entwickelt sich das Ding also weiter. Aber warum SSIO dann nicht mit? Besonders bizarr fühlen sich die Stammtisch-Pöbeleien gegen die ach so feminine Rap-Kollegenschaft, der die Trap-Inspiration und das "Le-Le-Le" vorgeworfen wird, als wären wir hier in einem Backspin-Kommentarbereich. Melodien oder Autotune finden wir hier tatsächlich nicht, aber trotzdem fühlt sich SSIO als Person hier ein bisschen hängengebliebener als sonst an. Wenn die Atmosphäre so ignorant in die Fresse geht und manche Songs fast schon schroff in der Darbietung ausfallen, bleibt er doch ein bisschen steif in der Rolle des charmant-ironischen Entertainers. Statt die Anti-Alles-Haltung noch ein bisschen klarer abzugrenzen, nutzt er immer noch Selbstironie und Running Gags als Weichzeichner, um sich vom eigenen Material zu distanzieren. Das ist lustig, aber die Momente, in denen er geradeliniger spittet wie auf "Flebix" oder "Kabul Drive By", gehen am kompromisslosesten in die Fresse. Farid, Fgun, Xatar und Kalim haben alle weniger Bums und Technik zu bieten als er, fügen sich aber alle natürlicher in diese kopflose Ästhetik ein. Dass "Summi" und "...Rensohn" mit ihrer nostalgischen Produktion als Highlights aufgenommen werden, spricht Bände. Um Leute zu zwingen, sich auf etwas Neues einzulassen, fühlt sich SSIO als Protagonist immer noch zu sehr nach altem Zeug an.

Vielleicht hat SSIO auf "Das Neue Album" den Versuch überdacht, es nicht zu überdenken. Er ist zu 80% auf dem Leistungsniveau seiner besten Tapes, aber so richtig zusammenkommen will es trotzdem nicht. Die ironische Distanz hält ihn davon ab, so hart abzugehen, wie die Beats es einfordern würden. Statisch bleibt er in der einen Pose, die er seit Beginn seiner Karriere einnimmt. Und es fühlt sich hier relativ außerzählt an. Da war der Versuch einer Entwicklung, die Songs sind zumeist auch grundsolide bis gut, aber er fühlt sich noch nach einer Ära des Übergangs an. Musikalisch treiben ihn spürbar neue Ideen um, aber er muss noch eine Natürlichkeit finden, seine Person und seinen Humor dafür richtig stimmig umzumünzen. Gerade fühlt es sich an, als wollten die Beats in die Zukunft und die Raps in die Vergangenheit. Wahrscheinlich ist sein Rapstil einfach zu lange zu gut gewesen, um diese Siegesformel zu variieren. Ich würde ihm aber trotzdem zutrauen, irgendwann demnächst ein richtig konsequent weiter gedachtes Album zu machen. Das braucht dann aber entweder den Mut, wirklich alte Fans vor den Kopf zu stoßen - oder er geht dahin zurück, ihnen einfach das zu geben, was sie wollen. Beides gleichzeitig kann es nicht geben.

Trackliste

  1. 1. Du Hu...
  2. 2. TBC
  3. 3. Telegram
  4. 4. Beinchen
  5. 5. Moncler (feat. Kalim)
  6. 6. Zwanni
  7. 7. Ich Glaube Dir Nicht (feat. Xatar)
  8. 8. Summi
  9. 9. Flebix (feat. Xatar)
  10. 10. Kabul Drive By (feat. Fgun $haki)
  11. 11. Clubhouse (feat. Farid Bang)
  12. 12. ...rensohn

Videos

Video Video wird geladen ...

Weiterlesen

LAUT.DE-PORTRÄT Ssio

"Es ist nicht mein Ziel, ein Vorbild zu sein. Ich bin lieber Entertainer", erklärt Ssio im Interview mit 16bars. "Jeder ist für sich selbst verantwortlich." Diese …

10 Kommentare mit 127 Antworten

  • Vor 13 Tagen

    Das ist die auditive Zusammenfassung aller Dinge, die ich an "moderner" Musik im Rap-Mainstream nicht mag. Absolut widerlich.

  • Vor 13 Tagen

    SSIO war halt immer so ein kleiner Unterhaltungsgarant, fing aber für mich schon an mit "Messios" abzubauen. Ich muss leider gestehen, dass der alte SSIO auf Boombap-Beats mir echt besser gefallen hat, vor allem auf diesem Album merkt man einfach, dass "TBC" und "...rensohn" die unbeschwertesten und punchlinestärksten Songs sind. Bei den Trapsachen habe ich immer das Gefühl, dass er für den Flow eher an Inhalten abbaut und die Witze einfach zu flach sind.

    Insgesamt ist es leider für mich nicht ganz so toll, die in der Review angesprochenen stumpfen Zeilen habe ich auch permanent wahrgenommen. Das ist einfach nur stumpfes Gelaber und da fehlt die Intelligenz, die man auf dem 0,9-Album hatte. Vor allem nervt dieses permanente Bashing auf die neue Generation ziemlich, weil er sich zum einen damit älter macht, als er eigentlich in dieser Szene is (wenn man Spezial Material als Debüt sieht, sind 9 Jahre keine lange Karriere meiner Meinung nach), und zum anderen bedient er sich beattechnisch am selben Stil. Dann mach doch wenigstens deinen guten Oldschool-Kram, du bist der Letzte wo die Mehrheit was dagegen sagen würde!

    Ich kann der Platte hier nur 2/5 geben, da es alles gut produziert ist, aber irgendwie auch nicht richtig was hängen geblieben ist.

  • Vor 13 Tagen

    bei aller sympathie: nach 0,9 war langsam alles erzählt. mag den typen, seinen biss, seinen humor, kann ihn mir auf albumlänge aber nicht mehr geben. und die beats, die ohnehin nie seine stärke waren, wurden auch nochmal ne schippe unerträglicher. 2/5 auch von mir

  • Vor 13 Tagen

    mag seinen style und die sprüche immernoch, aber die musik dazu is wirklich grottenübel. dieser lighteye beatz müsste mit dem mal n tape backen. das wärs. aon kann dicht. braucht keiner mehr :(

  • Vor 13 Tagen

    track mit farid ist super hit afganer und araber kollabo

  • Vor 12 Tagen

    ich fand ssio "ironischen" sexismus schon zum kotzen als ihr ihn noch alle gefeiert habt. ja, auch ironisch in puff gehen ist nicht okay, macht halt alle mal mehr sport, ihr hässlichen wichser.

    ein woker typ

    • Vor 12 Tagen

      Irgendwie ist der Gang in den Puff noch das, was ich an Ssios Sexismus (und dem anderer Deutschrapper) am wenigsten problematisch finde. :D

    • Vor 12 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 12 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 12 Tagen

      Unserem CDU-Mann ist Sexarbeit halt ein Dorn im Auge. :-(

    • Vor 12 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 12 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 12 Tagen

      Auch damit wird er vermutlich seine Kundschaft finden.

    • Vor 12 Tagen

      junge, ja klar. schon dieses wort "sexarbeit". das ist einfach ne riesen sauerei verbal nett verpackt, damit harkan und uwe kein schlechtes gewissen haben. und nein, kein mensch hat ein problem damit, wenn ingrid, 55, ihre spiritualität entdeckt hat und von nun an ganzheitliche massagen mit hand-job bei sich im wohnzimmer anbietet oder leyla, 22, neben dem studium gerne um die welt reist, gut essen geht und sich dafür nen 55 jährigen sugar-daddy anlacht. wir beide wissen genau, worum es beim großteil der prostitution geht. ist simpel, aber wenn du ein problem damit hättest, wenn deine tochter das auch täte, dann ist da irgendwas gewaltig falsch.

    • Vor 12 Tagen

      "wir beide wissen genau, worum es beim großteil der prostitution geht."

      Worum denn?

      Und ich wollte eigentlich auch das P-Wort benutzen. Hat den Kommentar aber mehrfach nicht abgeschickt und bin dann umgestiegen und dann ging das. Bei dir hat's ja aber geklappt irgendwie (evtl wegen der Kleinschreibung?).
      Versteh aber nicht wirklich, was dich an dem Begriff jetzt stört. Ist doch eigentlich ziemlich neutral. Es gibt ja auch Scheißarbeit, Zwangsarbeit, ausbeutende Arbeit etc. Beschönigung sehe ich da ganz ehrlich keine.

    • Vor 12 Tagen

      Auf dem Bau, bei der Fleischverarbeitung oder der Saisonarbeit gibt's auch Missbrauch ohne Ende. Deswegen wird's aber trotzdem als Arbeit bezeichnet. Heißt ja nicht, dass man dadurch die mitunter massiven Probleme unter den Teppich kehrt.

    • Vor 12 Tagen

      es geht um junge frauen, die (mehr oder weniger) freiwillig in jungen jahren da reinrutschen (sei es jetzt lover-boy oder "echter" menschenhandel), sich dann von wildfremden männern für geld im akkord durchnehmen lassen und danach fürs leben gezeichnet sind. lies dir doch mal paar interviews von schwesta eva oder zig anderen prosituierten durch. oder geh einfach mal in das puffviertel deiner stadt. meins ist hier um die ecke. ja, kann sein, dass man da 3-4% "glückliche menschen" nennen darf, die meisten, die ich da so sehe erinnern mich an lebende leichen mit mitte/ende 30, denen man nochmal die lippen aufgespritzt hat und ordentlich schminke drauf. einfach traurig. und mit "sexarbeit" versucht man dem ganzen einen legalen anstrich zu geben. find ich nicht richtig. und nein, ich habe auch keine perfekte lösung, ist das gleiche dilemma wie mit drogen. ich bleibe aber dabei: wer aus überzeugung in den puff geht, ist ein schlechter mensch. ende.

    • Vor 12 Tagen

      Prostitution ist nach dem Prostituiertenschutzgesetz die offizielle Bezeichnung des Berufes. Er hat aber schon Recht, dass die berufliche Praxis vieler Prostituierten ganz anders aussieht als die freiwillig anschaffen gehende Studentin, die ihre Finanzen auffrischen möchte und sich die Kundschaft aussucht.
      Es ist aber auch immer die Frage, wo man diese Dienstleistungen sucht. Zwischen gesetzlichem Anspruch und Realität liegen manchmal Welten.

    • Vor 12 Tagen

      "ich bleibe aber dabei: wer aus überzeugung in den puff geht, ist ein schlechter mensch. ende."

      Würdest du die selbe Position mit der gleichen Vehemenz denn auch bei Leuten die "aus Überzeugung" Burger essen vertreten, mit all dem Leid für Mensch und Tier, dass da in den allermeisten Fällen dranhängt?

    • Vor 12 Tagen

      Mal abgesehen davon, dass ich dir hier auch gar nicht mal so sehr widerspreche. Wer entweder im Wissen der geneuen Umstände oder in vorsätzlicher Ignoranz solche Dienste beansprucht, trägt offensichtlich auch Mitverantwortung.

    • Vor 12 Tagen

      "und mit "sexarbeit" versucht man dem ganzen einen legalen anstrich zu geben"

      Wer benutzt den tendenziell den Begriff "Sexarbeit"? Sind das wirklich Harkan und Uwe oder dann doch tatsächlich eher die, die die Branche vertreten oder sich mit dem Anliegen der Branche solidarisieren und zum Beispiel für einen besseren Zugang zu Gesundheits- und Sozialleistungen sind. Es bringt ja letzten Endes auch nichts, einfach zu sagen, dass das alles scheiße ist und zu versuchen es zu verbieten, weil's letztendlich ja trotzdem stattfinden wird.

    • Vor 12 Tagen

      "Prostitution ist nach dem Prostituiertenschutzgesetz die offizielle Bezeichnung des Berufes."

      Thanks, Sherlock.

    • Vor 12 Tagen

      bin vegetarier. und es gibt für mich einen unterschied zwischen tieren und menschen. auch ist bspw. billig-kleidung nochmal deutlich abstrakter und indirekter sowie notwendiger, während ich bei bspw. puff-besuchen so direkt und nur aufgrund meines eigenen egoistischen lustgewinns involviert bin, dass es da für mich keine entschuldigung gibt (nochmal, jeder macht mal misst, es geht um überzeugte puff-besucher). und darüber hinaus gibt es für mich auch einen unterschied in der "arbeit". ausgebeutet in einer fabrik für wenig geld arbeiten oder auf einer plantage ist nicht okay, aber da kann ich noch meinen stolz behalten; durchg*** als abschaum der gesellschaft und ohne macht über meinen eigenen körper und dessen intimste teile ist nochmal ne ganz andere nummer.

    • Vor 12 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 12 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 12 Tagen

      Ich weiß ja spätestens seit dem Lorde-Thread, dass du dich mit ernsteren Themen mental etwas schwerer tust, deswegen weise ich nur freundlich darauf hin, dass das "P-Wort" eine offizielle Berufsbezeichnung ist. "Sexarbeit" ist ein weiter gezogener Terminus.
      Unabhängig davon hast du aber Recht, dass das Verbotsmodell eine schlechtere Realisierung einer Problemlösung ist, Schweden ist da ein gutes Beispiel. In Deutschland gibt es auch sehr viele prekär arbeitende Prostituierte, allerdings würde ein Verbot das drastisch verschlimmern. Sogar die katholische Kirche nimmt Prostitution als "notwendiges Übel" wahr und meint, es ginge nicht, sie beseitigen zu wollen.

    • Vor 12 Tagen

      natürlich kann man sie nicht beseitigen, aber ich kann die leute verachten, die sich ihrer bedienen, und ich kann musiker scheiße finden, die... ja guck halt ssio's "super ironischen" scheiß, den er halt einfach nicht erst seit gestern von sich gibt.

    • Vor 12 Tagen

      Naja, es ist immer ein zweischneidiges Schwert - wenn ein Bordellbetreiber alle Regularien einhält und das Gewerbe ordentlich betreibt, ist nichts dagegen einzuwenden. Das ist dann aber halt ein langweiliger Rapsong.

    • Vor 12 Tagen

      "weise ich nur freundlich darauf hin, dass das "P-Wort" eine offizielle Berufsbezeichnung ist. "Sexarbeit" ist ein weiter gezogener Terminus."

      Und was soll das jetzt zur Diskussion beitragen? Weder habe ich gesagt, dass "Prostitution" ein schlechter Begriff ist, noch wäre in einem solchen Fall der Hinweis darauf, dass es der offizielle Begriff ist, ein überzeugendes Argument dafür, dass es kein schlechter Begriff ist.

    • Vor 12 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 12 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 12 Tagen

      @Luemmli

      Bin da weder in deiner Verachtung noch in deinem Bezug auf SSIO zwangsläufig groß anderer Meinung. Müssen wir also nicht diskutieren. Hab trotzdem noch ein paar Reibungspunkte, hab jetzt aber nicht die Zeit. Evtl später

    • Vor 12 Tagen

      ich bin da ja bei dir, also theoretisch. in einer perfekten welt, wo erwachsene starke frauen sich bewusst für diesen job entscheiden, sich ihre kundschaft aussuchen können - okay, von mir aus. und natürlich gibt es die. aber wir sind hier in so vielen problematischen grenzbereichen unterwegs. "ehrenhafter" bordellbetreiber (hat für mich halt son makler-charme und finde ich ähnlich sinnvoll, aber hey) wo alles mit rechten dingen zugeht profitiert halt immer noch letztlich vom leid anderer menschen, denn das grundproblem bleibt, dass hier menschen etwas für geld tun und sich damit betäuben, WAS SIE SONST NIE MACHEN WÜRDEN. das birgt die starke gefahr, dass man damit auf dauer nicht klarkommt und seelisch sowie körperlich schweren schaden nimmt. zusätzlich kommt wieder die "arbeitsproblematik" mit rein, die ich halt bei anderen berufen weit weniger problematisch finde. ja, im job mache ich sachen, auf die ich keinen bock habe, weil ich das geld brauche. aber solche "kapitalistischen" zwänge im kontext von prostitution finde ich schwierig. denn wo geld ist, entsteht druck. der kunde hat bezahlt, ja komm, mach ich das halt trotzdem, hab zwar keinen bock, aber hey. ja komm, mach ich noch einen, ja komm, der stinkt und ist aggressiv, aber ich muss das zimmer bezahlen. ja komm, ich muss auch noch weihnachtsgeschenke... ja, 18 ist 18, da kann ich nichts machen, die ist volljährig, klar kann die hier arbeiten! da ist es halt mit der vielgepriesenen "frewiliigkeit", die bei sowas wie sex so wichtig ist, einfach legal in null komma nichts zuende, und zwar ganz legal und mit abnicken der behörden.

    • Vor 12 Tagen

      Es gilt die Umstände, die Frauen (und Männer) Prostitution als geringstes Übel/einzigen Weg sehen lassen, zu beseitigen. Und in erster Linie sind das Armut und Sucht. Wenn wir als Gesellschaft schaffen, die Situation für Betroffene dieser Problemfelder zu verbessern bzw sie da raus bekommen, dann wird das automatisch einen positiven Effekt auf die Arbeitsverhältnisse von Sexarbeiter*innen haben, sowohl für jene, die das freiwillig und bewusst machen, als auch für die, die dort aufgrund ihrer Probleme reingerutscht sind.

    • Vor 12 Tagen

      Bruder Capsi spricht wahr.

    • Vor 12 Tagen

      Abgesehen davon, dass ich es auch ärgerlich finde, dass die selbstbestimmten Sexworkerinnen auf Woke-Twitter nicht vollends repräsentativ für ihren Berufstand sind und mir dennoch kein besserer Umgang damit einfällt als die Berufsgruppe an sich so stark wie möglich in der Legalität zu verankern, Word an das meiste was Gleep sagt.

      Aber hier ging es ja auch vor allem um den Sexismus bei Ssio und co. und wird das problematische Frauenbild bei anderen Textstellen viel deutlicher. Sex als Dienstleistung in Anspruch zunehmen finde ich unproblematischer als Frauen Drinks ins Glas zu werfen, sie abzustrafen weil sie auch feiern und Sex haben wollen oder an ihnen herumzukopulieren bis sie bewusstlos sind. Von der ganzen "Ich habe keine Freundin, weil alle Schlampen nur mein Geld wollen"-Haltung ganz zu schweigen. Findet man vielleicht nicht alles bei SSIO, aber oft genug im Genre (übrigens auch bei Klassikern und Helden wie Biggie, Big L oder dem Clan, wo das in den Meilenstein Reviews immer weniger relevant zu sein scheint als beim nächsten Majoe-Verriss.)

    • Vor 12 Tagen

      Ich würde sagen, dass "fuck bitches, get money" ab einem gewissen Bekanntheitsgrad keine schlechte Lebenseinstellung ist. Nicht wegen Frauen, sondern wegen manipulativen Menschen im Allgemeinen, mit denen Lil Nas X in männlicher Ausführung sicherlich auch zu tun hat.

    • Vor 12 Tagen

      @hrvorragend
      Mir fällt beim besten Willen keine Stelle beim Clan ein. Habe da eher sozialkritische Stellen im Bezug auf das Thema im Kopf. Was aber nichts heißen soll. Hast du ein Beispiel dafür?

      @Caps
      Volle Zustimmung, allerdings ist eher die Armut im (europäischen) Ausland hier der treibende Faktor. Denke, ein eher geringer Anteil der Prostituierten ist deutsch.

    • Vor 12 Tagen

      Jap, beim Clan würde mir da eher gegenteiliges einfallen, z.B. dieser Track für die Ewigkeiten (nehme diese Version, weil beste):

      Josephine:
      https://www.youtube.com/watch?v=LVZ5nbPDfnA

    • Vor 12 Tagen

      war so klar, dass hier wieder der klassiker "wir müssen die armut und die gesellschaftlichen umstände bekämpfen" aus der mottenkiste rausgeholt wird. egal ob nazis, religiöse fanatiker, prostitution: armut bekämpfen müssen wir! und die gesellschaft ändern! alle klatschen und weinen. das so dermaßen unterkomplex, aber für paar 10k likes aus der linksalternativen astra-ecke reichts halt immer. prostitution ist eben nicht nur die verschleppte sklavin aus afrika, sondern auch leute aus der unter- und mittelschicht, die über die schiene falsche freunde, loverboys, drogen usw. da reingerutscht sind. vllt auch einfach welche, die das am anfang mal geil fanden. und kaputte familien, falsche freunde sowie drogen gibt es auch nicht nur in der ukraine oder unter arbeitslosen. ich habe auch nix dagegen, prostituierten mehr anerkennung zukommen zu lassen, weiß aber, dass das außerhalb der twitter bubble und seminarräumen nix bringt. der tag, an dem prostituierte wie andere hochrisiko-gruppen, die körper und geist "für etwas größeres" oder auch einfach nur für geld aufs spiel setzen, wie soldaten stolz in uniform durch die stadt paradieren dürfen und von überall anerkennung oder zumindest respektvollen hass ob ihrer leistung entgegengebracht bekommen, ist unendlich weit entfernt. solange bleiben sie gefährdet und dazu auch noch verachtet, und für mich ist und bleibt es unbegreiflich, wie man diesem komplex noch irgendwas positives überlackieren will. mich lässt aber das gefühl nicht los, dass dies von vielen seiten nicht ganz uneigennützig geschieht, weil man sich nicht eingestehen will, dass es eben kein menschenrecht auf ausgelebte sexuelle fantasien gibt und auch das argument "ja, aber dann wird er halt zum triebtäter, WILLST DU DAS?!" auch zum reintreten ist. stattdessen möchte man sich halt doch irgendwie die option offenhalten, als 68jähriger fettwanst noch seinen scheiß schwanz bei olga so tief reinzuknallen, dass sie würgen muss, nachdem man ihre füße abgeleckt hat, was man sich zuhause nie trauen würde, aber sie macht das ja weil sie es freiwillig macht und hinterher gibts auch nen dicken obulus und man selber bekommt noch ein zärtliches "möchtest du über deine familie zuhause reden? ist bestimmt schwer mit der gattin, oder?" ins ohr gesäuselt und geht guten gefühls wie nach einem nachmittag im schwimmbad nach hause. verreckt doch alle.

    • Vor 12 Tagen

      Halt mal dein Maul du Idiot.

    • Vor 12 Tagen

      Musste mal so deutlich gesagt werden...

    • Vor 12 Tagen

      @luemmleot:

      Es gilt die Umstände, die Frauen (und Männer) Prostitution als geringstes Übel/einzigen Weg sehen lassen, zu beseitigen. Und in erster Linie sind das Armut und Sucht. Wenn wir als Gesellschaft schaffen, die Situation für Betroffene dieser Problemfelder zu verbessern bzw sie da raus bekommen, dann wird das automatisch einen positiven Effekt auf die Arbeitsverhältnisse von Sexarbeiter*innen haben, sowohl für jene, die das freiwillig und bewusst machen, als auch für die, die dort aufgrund ihrer Probleme reingerutscht sind.

      Muss ich das in einfache Sprache übersetzen oder reicht es, wenn ich das ganze künstlich in die Länge ziehe und keine Absätze mache, damit du verstehst, was ich sage?

    • Vor 12 Tagen

      "armut bekämpfen müssen wir! und die gesellschaft ändern! alle klatschen und weinen. das so dermaßen unterkomplex"

      Wahrscheinlich genauso unterkomplex wie "Obdachlosen muss man einfach hürdelos eine Wohnung zur Verfügung stellen", wa? Dumm halt nur, dass solche Ansätze tatsächlich deutlich besser funktionieren als was meist Standard ist und auf lange Sicht oft sogar kostengünstiger sind. Genauso wie ein Konzept Mindestlohn aller Unkenrufe zum trotz einfach funktioniert. Löst das absolut alle Probleme? Natürlich nicht. Kann man's auch überdrehen? Eventuell.

      Zu behaupten, dass alle möglichen Problematiken die vermehrt den unteren sozialen Schichten anhaften irgendwie ultrakomplex und kaum zu lösen sind und nicht zu einem sehr großen Teil die Tatsache, dass so wenig passiert einfach daran liegt, dass es einfach niemanden interessiert, Leute schon kein Bock auf kleinere finanziellere Mehrbelastungen haben und aufgrund von Stigmatisierungen (zu denen du hier teilweise auch direkt beiträgst) sich Mechanismen etabliert haben, die es Menschen aktiv erschweren, ihre Situation zu verbessern, ist halt auch ziemliches Gewäsch.

      Weiß ich nicht, ob ich da zu deinen Postings nochmal etwas mehr im Detail eingehe. Dachte zu meinem letzten Beitrag noch, wir kommen hier noch auf einen grünen Ast. Aber du musstest hier ja jetzt erstmal wieder dein seelisches CDU-Parteibuch auskotzen.

    • Vor 12 Tagen

      ok, artet jetzt etws sehr in beef aus, woran ich nicht ganz unschuldig bin, aber wir sind hier schließlich im internet. bekämpft ihr eure armut (wogegen ich prinzipiell gar nix habe), und geht danach schön in das "Freudenhaus", wo gut ausgebildete und nach Tarif entlohnte Damen eure wünsche erfüllen, könnt dann später auch eine rezension bei yellowpages hinterlassen. und wenn was mit dem service nicht stimmt, customer support anrufen. der kunde ist schließlich könig, und wer eine 18jährige bestellt, soll schließlich auch eine bekommen, nächster besuch geht aufs haus *zwinker zwinker*. mensch, schuh oder ein steak, ist doch alles materie, und alles hat seinen preis (der aber natürlich fair sein muss, nicht dass der kunde nen schlechtes gewissen bekommt!).

    • Vor 12 Tagen

      Alternativ könntest du auch einfach das Polemisieren lassen und mal erklären wo du vage die Unterkomplexitäten/Probleme siehst, anstatt dich auf irgendwelche Twitterbubbles einzuschießen?

    • Vor 12 Tagen

      "Armut bekämpfen" ist einfach ein allgemeinplatz, der so richtig wie nichtssagend ist, und auch bei 15 Euro Stundenlohn und grundeinkommen in Deutschland wird es weiter psychisch und physisch abhängige geben, die dann ihren Körper halt nicht für 25 Euro, sondern für 1000 Euro verkaufen. Das Grundproblem bleibt, du kompensierst es nur mit mehr Geld. Das Einzig mögliche Kriterium, das ich als zulässiges Argument empfinde, ist freiwilligkeit, nur passt das nicht, sobald Geld im Spiel ist. Siehe oben. Ich halte das ganze für ein unlösbares Dilemma.

    • Vor 12 Tagen

      "und auch bei 15 Euro Stundenlohn und grundeinkommen in Deutschland wird es weiter psychisch und physisch abhängige geben"

      Nur halt eben deutlich weniger. Du deutest ja selbst, dass Drogenkonsum auch häufig Flucht- und Copingmechanismus ist. Und wenn du dich in weniger beschissenen Lebensumständen befindest und weniger Finanznöte hast, gibt's halt auch weniger zu kompensieren. Genauso wie du dich einfacher aus problematischen/gefährlichen Beziehungen entziehen kannst, niedrigqualifizierte Jobs außerhalb der Prostitution attraktiver sind, wenn sich davon eine ordentliche Existenz bestreiten lässt, etc..

      Und wenn du deinen Körper für 1000€ statt 25€ hinhältst kannst du dir auch eher leisten, unangenehmen Freiern aus dem Weg zu gehen, weniger zu machen etc.

      Verstehe ehrlich gesagt nicht, wie du da meinst, dass das KEINEN Immensen Effekt haben könnte.

    • Vor 12 Tagen

      Gut, ich denke wir sind uns alle einig, dass diejenige Prostitution grundsätzlich zu bekämpfen ist, in der sich Menschen gegen ihren Willen prostituieren oder das Gefühl haben, es bliebe ihnen gerade nur dies zum überleben. Noch härter zu bekämpfen sind nur die Personen, die solche Eindrücke wissentlich in anderen hervorrufen und/oder im Wissen um prekäre Umstände die Notlage anderer ihnorant oder bewusst für den eigenen Vorteil nutzen.

      Keiner würde wohl behaupten, dass wenn mensch alle irgendwie Unfreien in dieser Branche mit einem einzigen Thanos-Schnipp befreien könnte, es noch sehr viele verbleibende Arbeitende in den klassischen Auslegungen von Prostitution gäbe.

      Was danach aber definitiv bleibt ist eine nicht unbeträchtliche Zahl an Personen, die das eben können und möchten - gegen Lohnzahlung körperliche Nähe anbieten - und dafür meine vollste Hochachtung genießen...

      hrvorragend war so ziemlich der erste (nach gleep natürlich) der diesen sich zurecht nicht ohne Stolz als in der Sexarbeit tätig bezeichnenden Berufsstamm umrissen hat und ein kurzer Blick zu den ach so dauerbekifften Niederländern, z.B. hinsichtlich Sexarbeit mit körperlich (schwerst mehrfach) behinderten Menschen und deren gesetzlich verankertes Recht auf soziale wie auch körperliche Nähe, hätte uns nen unterhaltsamen und unserem Lügenlümmellord nen äquivalent peinlichen Abend erspart.

    • Vor 12 Tagen

      alter, ihr wollt mich auch falsch verstehen, ihr linken lümmel. ich habe nirgendwo gesagt, dass das keinen effekt hätte, ich sagte lediglich, es sei unterkomplex und ein totschlagargument, und dabei bleibe ich. ich find es auch einfach aberwitzig, dass ausgerechnet ich euch banausen, die wahrscheinlich jedes zweite wochenende mit tränen in den augen am hauptbahnhof stehen, um die privatisierung des bahnverkehrs zu bejammern, erklären muss, dass es gesellschaftliche bereiche gibt, IN DENEN GELD UND MARKTMECHANISMEN VERDAMMT NOCHMAL NICHTS ZU SUCHEN HABEN."

      letzter ernsthafter versuch im ersten absatz, den ich hier jemals gemacht habe:

      "Noch härter zu bekämpfen sind nur die Personen, die solche Eindrücke wissentlich in anderen hervorrufen und/oder im Wissen um prekäre Umstände die Notlage anderer ihnorant oder bewusst für den eigenen Vorteil nutzen."

      ja bingo, aber wie denn? wie fischt du die 18jährige aus dem puff, die da völlig freiwillig ist und die, die da reingeraten ist, weil ihr freund zuhause, den sie so sehr liebt, ein halbaffe ist, der geld für die spielo braucht? die wird dir das doch nicht ins gesicht sagen. willst du bei jeder dame nen monatelanges psychogramm erstellen lassen?? oder wie das auch immer heißt.

      "Was danach aber definitiv bleibt ist eine nicht unbeträchtliche Zahl an Personen, die das eben können und möchten - gegen Lohnzahlung körperliche Nähe anbieten - und dafür meine vollste Hochachtung genießen..."

      ernsthaft, woher weißt du das? wo gibt es da verlässliche zahlen? was sind da die kriterien? ganz ehrlich, abgesehen von den eso-tanten und den studentinnen, die ich da schon in meinem ersten post ausgenommen hatte, und mutter theresa, die bei twitter und später für ihr buch mit behinderten menschen schläft (was ich nobel finde, ohne ironie)... ist DAS wirklich die lebensrealität von prostitution in deutschland? ich behaupte: nein.

    • Vor 12 Tagen

      ...aber du brauchst halt anders als ich auch nach wie vor nen Grund, Prostitution bedingungslos schlecht zu finden. Was einen Großteil bis hin zu deinen gesamten letzten Kommentar ganz gut erklärt.

      :)

    • Vor 12 Tagen

      ...abgesehen davon, dass sich daraus ein Menschenbild ergibt, in dem praktisch jede soziale Beziehung auch nichts anderes mehr ist als ein geldloser Austausch von individuell bevorzugten Gefälligkeiten.

    • Vor 12 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 12 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 12 Tagen

      Schön manegiert habt ihr den Lümmel. Dabei hatte er noch eine gute Chance, den wirren Blödsinn einfach sein und die Diskussion zwar offen, aber halbwegs sinnvoll stehen zu lassen.

    • Vor 12 Tagen

      keine antworten auf meine fragen, stattdessen übliches gebashe, aber bin ich ja gerne dabei, hab die diskussion eh gewonnen. und jesus wird euch sowieso alle richten.

    • Vor 12 Tagen

      ...abgesehen davon, dass sich daraus ein Menschenbild ergibt, in dem praktisch jede soziale Beziehung auch nichts anderes mehr ist als ein geldloser Austausch von individuell bevorzugten Gefälligkeiten.

      selten sowas behindertes gelesen^^

    • Vor 12 Tagen

      "ich habe nirgendwo gesagt, dass das keinen effekt hätte, ich sagte lediglich, es sei unterkomplex und ein totschlagargument, und dabei bleibe ich"

      Ein Totschlagargument in Bezug auf was denn? Wenn wir uns jetzt einig sind, dass es weder darum geht, Prostitution komplett zu eliminieren, noch dass sich jedes Einzelschicksal verhindern ließe, inwiefern ist zu sagen, dass Armutsbekämpfung ein Großteil der Prostitution anhängigen Probleme beseitigen würde dann noch ein Totschlagargument. Verstehe ich ehrlich gesagt nicht so wirklich.

    • Vor 12 Tagen

      "ich find es auch einfach aberwitzig, dass ausgerechnet ich euch banausen, die wahrscheinlich jedes zweite wochenende mit tränen in den augen am hauptbahnhof stehen, um die privatisierung des bahnverkehrs zu bejammern, erklären muss, dass es gesellschaftliche bereiche gibt, IN DENEN GELD UND MARKTMECHANISMEN VERDAMMT NOCHMAL NICHTS ZU SUCHEN HABEN."

      Ich finde es auch aberwitzig, dass ich dir Banausen, der sich darüber beschwert, dass hier manche Vorschläge zu einfach gedacht und idealistisch sind, erklären muss, dass von Einzelpersonen ausgeübte Prostitution kein nationales Transportsystem ist und die Menschen sich nicht scheren, ob du meinst es sollte Sex für Geld geben oder nicht und sich so etwas auch nicht staatlich unterbinden lässt. Du musst halt mit dem arbeiten, was du hast und da wird es Prostitution nun einmal, solange wir noch keine postkapitalistische Utopie erreicht haben, auch immer geben.

    • Vor 12 Tagen

      "ernsthaft, woher weißt du das? wo gibt es da verlässliche zahlen? was sind da die kriterien? [...] ist DAS wirklich die lebensrealität von prostitution in deutschland? ich behaupte: nein."

      Ist natürlich schwer jede Person einzeln zu befragen. Gäbe es doch nur bloß von Prostituierten organisierte Verbände, die versuchen die Branche zu repräsentieren und sich für die Belange dieser Personen einsetzen. Dann müsste man nicht so viel spekulieren und versuchen eine Branche, zu der man kaum Berührungspunkte hat, vom Sessel aus zu charakterisieren und könnte sich einfach anhören, was diesen Personen wichtig und wie man ihnen helfen könnte. Nur leider gibt es so etwas ja nicht.

    • Vor 11 Tagen

      Gleep fährt wohl mal wieder die Spätschicht hier in dieser Woche. Ehrenamtlich, würde ich Mal vermuten.

      Ansonsten ist diese Heuristik, eine Diskussion als für sich gewonnen zu erklären nur weil ein Großteil der Teilnehmerinnen schon keinen Bock mehr hat, den Niveaulimbo mit dir weiter zu tanzen (beschwerst dich, dass keiner deine Fragen beantworte und gehst auf systemisch integrierte und überprüfbare Quellen wie Recht auf körperliche Nähe in den Niederlanden gar nicht ein. Prüfst es nicht Mal - schreibst halt, dass du so ganz bei dir und für dich selbst es dir einfach nicht vorstellen kannst, dass der Laden politisch so laufen könnte bei den Nachbarn...), halt auch so eine Angewohnheit, die mensch durch soziale Begegnungen ab dem Vorschulalter ablegen könnte. Aber eben auch nur könnte, hm? Bitteschön.

    • Vor 11 Tagen

      ich bin der letzte, der irgendwas gegen die verbesserung der lebensverhältnisse von prostituierten sagt. ich habe zigfach gesagt, stigmatisiert die freier, nicht die prostituierten. diese stigmatisierung wird halt mit zunehmender legalisierung schwieriger, wenn puff-besuche halt eine akzeptierte freizeitaktivität sind.

      "Ist natürlich schwer jede Person einzeln zu befragen."

      aber genau das ist doch das ding hier! genua das müsste sichergestellt werden, so gut es geht zumindest. denn anders als beim fleischfachverkäufer ist hier die freiwilligkeit eben viel zentraler. mir doch egal, ob jemand morgens hinter der verkaufstheke steht, obwohl er da eigtl keinen bock drauf hat. und jetzt kommst du mit der umsetzung. wie die freiwilligkeit feststellen, wie den missbrauch verhindern? solange das nicht geklärt ist, finde ich es problematisch, einer so traurigen branche auch noch ein staatliches "ist alles okay!" siegel aufzudrücken und immer bei jeder gelgenheit die dreieinhalb ach-so-glücklichen prostituierten herovrzuholen. come one, guys. es ist echt nicht so komplex, wenn ich mal euren vorwurf aufnehmen darf: WER macht einen SOLCHEN job gerne, ohne dass er nicht zumindest sehr starke selbstüberwindungskräfte aufbringen müsste? WER? hört doch bitte auf, euch eure heile welt der glücklichen prostituierten zusammenzuträumen.

    • Vor 11 Tagen

      oh gott, soul.. please. dann mach doch bitte lieber den weisenhai, ist erträglicher und weniger cringe. danke.

    • Vor 11 Tagen

      Viel zuviele Komplexe Souli, eventuell ist Cleep gerne in Puffs gegangen, als ihn dann seine erfahrene Bildung zu einem besseren Menschen formte, blieb kein anderer Weg als kritisch alles und nichts zu sehen.

      Befürchte aber, dass er mir das als Auflockerung gedachte ihm Untergeschobene nun, mir krum nimmt. Nur da hast schon recht, ich vermisse das umgangssprachliche einfach mal Gleep sein, schon länger. :)

    • Vor 11 Tagen

      Du verlässt halt auch leider niemals das Niveau b n "Nee, kann ich mir nicht vorstellen, kann also so nicht laufen oder existieren."

      So, wie ich bei meinem Patient"innen dafür verantwortlich bin, das mit zu steuern, dass die die soziale Nähe in einer Therapie nicht ab irgendeinem Punkt mit Freundschaft oder romantischer Zuneigung verwechseln, weil Du halt auch viele Ebenen mitbedienen musst die psychosozial vielleicht etwas ausgedörrt sind - genauso gibt's halt auch Menschen, für die ist der Austausch körperlichen Intimitäten keine allzu große Sache.

      Aber nein, was Sie Luemmellot mit seinem traditionell zu wenig genutzten konservativen Spatzenhirn noch nicht erlebt hat oder zumindest ein Bild davon in seinem Erbsenschädel fingergemalt bekommt kann halt auch nicht faktisch richtig sein.

    • Vor 11 Tagen

      Soul, Red keine Müll und nerv mich nicht mit deinem RL gelaber, ist mir scheißegal wer bei dir wo auf der Couch sitzt, du eitler Pfau. Falls du irgendwas von den letzten 1000 Beiträgen hier im thread mitbekommen hättest, wüsstest du, dass niemand das bestreitet. Der einzige mit bisschen Stil und Hirn hier ist gleep, danke für den Austausch, stimme dir da teilweise zu. Möge Gott mit euch sein.

    • Vor 11 Tagen

      Luemmli, am Ende des Tages können weder du noch ich diese Frage (wer das freiwillig macht) aussagekräftig beantworten. Wenn dir also wirklich an der Beantwortung der Frage gelegen ist und es dir hier nicht nur darum geht deine eigenen Komplexe spazieren zu fahren, bleibt dir nichts anderes übrig, als dich mit der Branche direkt auseinanderzusetzen. Entweder in dem du persönlich bei Betroffenen nachfragst, was natürlich auch nicht super repräsentativ ist, oder dich schlau machst, was Branchenvertreter so sagen. Aber da scheinst du ja schon von vornherein überzeugt zu sein, dass das nur Gewäsch ist. Was soll dich an dieser Stelle denn noch vom Gegenteil überzeugen können?

    • Vor 11 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 11 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 11 Tagen

      Du weckst halt mit deinen Überfliegerwerten bei Merkmalen wie Beschränktheit und Borniertheit schnell das Bedürfnis möglichst plastische, lebensnahe Beispiel zu liefern in der Hoffnung, dass vielleicht so doch noch eins, zwei Groschen bei dir fallen, luemmli.

      Da musst Du mich mich nicht Mal bei meiner durchaus vorhandenen Eitelkeit für Packen.

      Gibt Leute, die erfüllen seelische Bedürfnisse gegen Geld. Andere körperliche. Nicht alle sind Opfer, wie es auch aus deinen jüngeren Beiträgen im fred noch zwischen den Zeilen raus trieft.

      Also höchstens Opfer des Kapitalismus, sollte klar sein.

    • Vor 11 Tagen

      Anderer, ganz wichtiger Aspekt, der mir vielleicht entgangen ist, wenn er schon aufkam:

      Wenn man Mitgefühl mit denen hat, die einen Beruf nur mit großem Unwillen und aus größter Not heraus ausüben - warum genau will man ihnen weniger Schutz durch Justiz, Exekutive, Versicherungen usw. gewähren als anderen, weniger Elend generierenden Berufen? Vielleicht ist das, was Du hier vorschnell als öffentliche moralische Normalisierung von Freiern beschreibst, doch eher zum Schutz derjenigen da, die diesen Beruf ausüben wollen/müssen?

    • Vor 11 Tagen

      Du, die Branche ist bei mir paar Straßen weiter, es gibt auch zig Interviews, u a mit Eva, die ziemlich aussagekräftig sind. Natürlich ist das nicht DIE absolute Wahrheit, aber eure paar Talkshow High class escorts oder Mutter Theresa aus Holland ganz sicher auch nicht. Glaube, es reicht jetzt auch mal hier, wird langsam sogar mir zu peinlich, meine Meinung kennt ihr, ciao.

    • Vor 11 Tagen

      Leute, reicht jetzt. Meine Antwort war an gleep. @rage: ja, das stimmt. Deshalb sprach ich von einem Dilemma.

    • Vor 11 Tagen

      Hast doch außerdem gerade wieder nur versucht, das auf paar aufmerksamkeitsgeile psychisch auffällige Einzelfälle runtetzutexten. Zeigt nix, außer dass es einfach bloß dein Vorstellungsvermögen inklusive Menschenbild sprengt, dass das Menschen in nicht geringer Zahl auch abseits anschließender sozialmedialer Selbstinszenierung nach den Kriterien sozialer Erwünschtheit tun können.

    • Vor 11 Tagen

      Ach ja, Schlaf gut und überleg dir beim nächsten Mal vielleicht vorher, wann der geeignete Zeitpunkt ist, sein digitales "Mission Accomplished!"-Banner auszurollen...

    • Vor 11 Tagen

      Mußt mir sicher nicht mehr antworten. Aber das Dilemma verstehe ich hier nicht. Wenn man nun Deinen Fall von der 18jährigen nimmt, die dazu manipuliert wurde, für die Spielsucht des bekackten Freundes anschaffen zu gehen - wie wäre ihr dadurch geholfen, verwehrte man ihr all den Schutz der anderen Berufe? Angenommen, sie erleidet durch den Beruf etwas - sagen wir mal: etwas latent Traumatisches. Hat sie keinen Schutz vor dem Gesetz und der Polizei, oder muß sie sogar Verfolgung erwarten, und hat sie keine Krankenversicherung für Therapien, so geht es ihr doch bedeutend schlechter, und sie ist auch finanziell in größerer Not. Vermutlich sogar noch eher gezwungen, sexuelle Dienstleistungen anzubieten.
      Hier sehe ich erst mal kein Dilemma. Sondern ganz klar: Geht es einem wirklich um das Wohlergehen der Prostituierten/Sex Worker, ist es dich eindeutig, wie man ihre Situation verbessern kann.

      Deine Schwierigkeit mit dem Beruf ist also eher ein sittliches, oder? Befürchtest Du einen moralischen Verfall der Gesellschaft? Da sind faktische Argumente wahrscheinlich nicht die Lösung für. Hier im Thread hast Du doch z.B. schon mal ein paar Zeitgenossen mit ähnlichen Einstellungen wie ich gefunden. Nie im Leben werde ich sexuelle Dienste in Anspruch nehmen. Und zwar nicht, weil ich ein Problem mit "Huren" habe, sondern damit, ein erbärmliches Testosteronwürstchen von Freier zu sein.

      Woher der Pessimismus, mit der Gleichstellung des Berufes würden sich alle in diese Würstchen verwandeln?

    • Vor 11 Tagen

      ...und weil Du als Grundpfeiler für deine differenzierte Meinung jetzt schon wiederholt die Interviews einer allein schon zu Vermarktungszwecken mehrfach widersprüchlich aufgetretenen und comichaft überzeichneten Kunstfigur wie Schwester Ewa anführst, sei dir noch versichert, dass du in der Materie mutmaßlich bei jeder x-beliebigen und zufällig gewählten SpiegelTV Kiezreportage mehr Konstanz finden wirst als die gleichnamige Stadt pro Herbstsaison Bodenseenebel zu sehen kriegt.

    • Vor 11 Tagen

      Wie gesagt, stimme dir da zu, auch ragism. Hab mich da vllt falsch ausgedrückt, Prostitution in die Illegalität ist falsch. Der Ausgangspunkt war ssio und dieses ironische oder auch unironische abgekulte von puff und freiertum nach dem Motto "ist doch legal, und nach mäcces dann schön mit ganzem Team in puff, gönnen wir uns heute mal richtig! Grööööhl" no thx bye, puff ist nicht mäcces und Frauen keine Konsumgüter

    • Vor 11 Tagen

      Liest sich schon etwas anders als während deiner Einstiegsphase ins Thema, luemmli, und bezüglich deiner letzten beiden Statements im jüngsten Gute Nacht-Kommentar warst du wahrscheinlich trotz aller Geschehnisse heute Abend zu keinem Zeitpunkt mehr als nur ein DIN A4-Blatt breit von iegndwem hier und heute aktivem Diskussionsteilnehmer entfernt.

    • Vor 11 Tagen

      Wer hätts gedacht? Plötzlich doch noch Einigkeit.

      Und klar, in ihrem Zustand als unpolitische Pseudo-Gangster-Deutschrapper faseln die Deppen natürlich viel edgy Quatsch. Ist vielleicht so ähnlich wie bei der Legalisierung/Normalisierung von Substanzen. Ist es normaler geworden, daß eine Frau mit ihrem Körper macht, was sie will, was will ein wichtigtuerischer kleiner Edgelord dann noch interessant daran finden?

    • Vor 11 Tagen

      Muss aber nochmal darauf verweisen, dass ich nicht nur Bekämpfung von Armut ins Spiel gebracht habe (was scheinbar ein derart Unterkomplexer Allgemeinplatz ist, dass wir das gar nicht erst versuchen sollten weil bringt nix. Die ganzen Weltverbesserereierköpfe, die starke Korrelationen zwischen Armut und Verbrechen, Gewalt, psychischer und physischer Krankheit, schlechter Bildung, etc. festgestellt haben,hätten ja auch auf die Idee kommen können, dass arme Menschen halt Abschaum sind weil jeder hat sein Schicksal selbst in der Hand und wenn jeder nur an sich selbst denkt, dann ist sn alle gedacht, yoooo!), sondern auch ausdrücklich Bekämpfung von Sucht nannte, womit ich nicht Bekämpfung von Sucht durch Bekämpfung von Armut meinte.

      Entkriminalisierung von Konsummengen sowie Abgabe von sauberen, guten Stoff an Abhängige sind ein Muss und zwar sofort. Gibt mittlerweile genug Beispiele, die zeigen, wie gut das funktioniert. Siehe etwa Schweiz. Die CSU-Realitätsverweigerungsdrogenpolitik schadet aktiv Menschen. Oben genannte Massnahmen würden zu weniger Verbrechen, weniger Drogentoten, weniger Drogenabhängigen führen, aber wilkürlich etablierte ideologische Werte sind den Konservativen wohl wichtiger.

    • Vor 11 Tagen

      just let me sleep, please.

      a troll

    • Vor 11 Tagen

      @haine und Weinbau mc

      Den Clan als Ganzes zu nehmen war sicherlich mutig, auch wenn da schon generell ein "wir starken Männer müssen unsere Frauen beschützen und es braucht funktionierende Familien um Kinder großzuziehen"- Weltbild herrscht - was hängengeblieben, aber noch nicht explizit frauenverachtend ist.

      Ghostface hatte z.B. auf Iron-Man einige absolut mysogyne Lines, z.B.:

      „My dick's the bomb, baby, marvelous hot steak / Plus, I'm conceited, Starks make the biggest ho call rape“

    • Vor 11 Tagen

      "Nie im Leben werde ich sexuelle Dienste in Anspruch nehmen. Und zwar nicht, weil ich ein Problem mit "Huren" habe, sondern damit, ein erbärmliches Testosteronwürstchen von Freier zu sein."

      - Jeder Hurensohn zu jeder Zeit

    • Vor 11 Tagen

      Dann bin ich als Hurensohn stolz. Mit ganz wenigen Ausnahmen sind Freier für mich der soziale Bodensatz. Entweder direkt verschämt und erbärmlich, oder die Scham mit falschem Stechergehabe verdrängend, was letztlich noch viel erbärmlicher ist. Gute Freunde von mir wohnten und wohnen direkt neben einem mittelgroßen Puff. Was da rein- und rausgeht, ist das reinste Gruselkabinett.

    • Vor 11 Tagen

      Nein, nein. Ich glaube schon, dass ElSharawy das psychologisch etwas tiefgreifender durchdrungen hat. Da muss doch nicht mal Karl-Heinz Normalfreier zu den gesammelten Werken des alten Sigmund greifen um zu verstehen, dass Hurensöhne zu jeder Zeit zu verängstigt sind um zu Freiern zu werden, weil die Gefahr zu groß wäre, der eigenen Mutter bei deren Arbeit zu begegnen...

      ...macht total Sinn!

    • Vor 11 Tagen

      "Gute Freunde von mir wohnten und wohnen direkt neben einem mittelgroßen Puff."

      Krasse Story, erzähl mal mehr davon.

      Freier pauschal zu stigmatisieren ist so viel besser, als Huren pauschal zu stigmatisieren. Applaus.

    • Vor 11 Tagen

      Ganz, ganz großartige Diskussion. Wie oft lag ich in den Sommernächsten wach, um ein neues Thema für diesen antiken Marktplatz zu finden - und wie einfach es gewesen wäre. Huren & Puff! Man, man, man. Dabei hat Craze STÄNDIG diesbezügliche Botschaften eingeflochten - wie konnte ich nur SO blind sein? Das hätte wirklich über mein Content-Framing-Management laufen müssen(!).

    • Vor 11 Tagen

      ... oder um Baerbock zu zitieren: ich ärgere mich am meisten darüber. Morgen hagelt es Kündigungen!

    • Vor 11 Tagen

      GUTEN MORGÄN! das, was ragism sagt. freier sind der absolute bodensatz und gehören pauschal stigmatisiert und nach möglichkeit auch angespuckt. bis nächstes mal!

    • Vor 10 Tagen

      Ich hab schon erwähnt, daß es Ausnahmen bei Freiern gibt, ElSharawy. Habe bisher z.B. nur Positives von Projekten gehört, bei denen körperlich Behinderte verschiedenste Dienste von Prostituierten in Anspruch nehmen. Hab keine Ahnung, ob Du so eine Ausnahme bist.

      Bin an der Stelle vielleicht wirklich voreingenommen. Aber die Bewohnerinnen des erwähnten Hauses haben quasi jeden Abend auf dem Heimweg eine gute Portion Frauenverachtung abbekommen, und sowas kann ich dann auch schwierig ausblenden bei der Beurteilung dieser ehrenwerten Peer Group.

    • Vor 10 Tagen

      Da Statistiken zufolge 50-70% der Männer sexuelle Dienstleistungen in Kauf nehmen, sprechen wir hier von einem ziemlich breitgetretenen Bodensatz der Gesellschaft.

      Und ohne leugnen zu wollen, dass es da einiges an verachtenswertem Gekröse gibt, wäre ich da nicht so hart in meinem Urteil. Es gibt Berichte von Prostituierten, die schildern, dass ihnen von Freiern teilweise mehr Respekt entgegen gebracht wurde als von Männern aus ihrem Privatleben. Natürlich stammen diese Schilderungen selten von Prostituierten, die ganz unten in der Nahrungskette stehen.
      Für jemanden, der eine sexuelle Dienstleistung in Anspruch nimmt, die klar auf Ausbeutung beruht fehlt auch mir die Empathie. Ansonsten sollten Männer lieber in den Puff gehen als beispielsweise Frauen bis zur Bewusstlosigkeit abzufüllen, emotional auszunutzen oder psychisch unter Druck zu setzen und sie dann "abzuschleppen".

    • Vor 10 Tagen

      Was hrvorragend sagt. Denke aber 50-70% sind Lebenszeitprävalenz, oder?

    • Vor 10 Tagen

      Hab die Zahl aus dem Buch von Ilian Stephani über ihre Zeit in einem Bordell und ja.

    • Vor 10 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 10 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 10 Tagen

      Noch mal: Ich habe nichts pauschalisiert. Ich weiß zwar nicht, ob diese Statistik irgendetwas taugt, hätte aber auch kein großes Problem damit, wenn 50% der Männer erbärmliche Pfosten sind. Freier sollten ebenso wenig verfolgt werden wie Prostituierte, ganz klar. Ist nur meine subjektive Meinung, daß man in der Regel schon ein ziemlicher Deutschrapper ist, wenn man ins klassische Bordell geht.

      Beim Argument "besser in den Puff als Frauen da draußen schaden" kann ich aber gar nicht mitgehen. Die zehntausenden gutartigen und verwerflichen Varianten des romantischen Spiels da draußen haben sehr wenig mit Prostitution zu tun, und das ist wohl auch den Kunden ziemlich klar.

    • Vor 10 Tagen

      kommt kinder, die 100 kriegen wir hier voll!

      "Ansonsten sollten Männer lieber in den Puff gehen als beispielsweise Frauen bis zur Bewusstlosigkeit abzufüllen, emotional auszunutzen oder psychisch unter Druck zu setzen und sie dann "abzuschleppen"."

      what??? sorry, das ist so ein bumms-argument. ich komme zu meinem ausgangspost zurück: mach halt sport, mach ne sozialtherapie, geh in nen verein und lern frauen kennen wie jeder andere auch. und sorry, wenn du so hässlich/unsozial bist... dann gibt es halt keinen sex. fertig. ist traurig für dich, aber es gibt kein menschenrecht auf ficken, kompensier das halt und schreib bücher oder eine philosophie des geistes, machen andere auch so.

      und jaaaaa, ich komm ja schon auf euer niveau runter: Wenn es gaaaaar nicht anders geht und du aber mit 68 noch unbedingt ne 20jährige brauchst, weil du hast ja ein "recht auf körperliche nähe" (lol), dann nimm halt wirklich geld in die hand und geh escort; hast du nicht? spar halt. aber nicht olga für 25 euro.

    • Vor 10 Tagen

      Glaub langsam, du bist gar nicht in der Lage polemikfrei zu argumentieren.

    • Vor 10 Tagen

      was ist denn los mit dir? soll ich auf "ja, wenn ich nicht in puff darf, dann vergewaltige ich eben frauen" mal polemikfrei über die pros und cons nachdenken?

    • Vor 10 Tagen

      Nö, aber das hat ja auch keiner geschrieben.

    • Vor 10 Tagen

      ???? "psychisch unter Druck zu setzen und dann abzuschleppen" ??? okay, für dich dann vergewaltigung nur wenn sie auch wirklich weint und schreit und du nen schlagstock benutzt? diskussion hier wird echt langsam abartig und einige weltbilder hier öffnen abgründe.

      "Ansonsten sollten Männer lieber in den Puff gehen als beispielsweise Frauen bis zur Bewusstlosigkeit abzufüllen, emotional auszunutzen oder psychisch unter Druck zu setzen und sie dann "abzuschleppen"."

    • Vor 10 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 10 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 10 Tagen

      Hör mal auf hier so am Rad zu drehen, Brudi.

      hrvorragend hat erst einmal lediglich geschrieben, dass er eine Ssche bevorzugenswerter als eine andere findet. Dass er damit jetzt meint, dass aus dem Fehlen des Einen das Andere resultiert, hasr du jetzt erst einmal hereininterpretiert. Es kann ja auch einfach bedeuten "Ich sehe das größere Problem woanders".

      Und dass du jetzt meinst, dass ich mich aufs "vergewaltige" bezogen habe, ist halt genauso anlasslos hereingedeutet.

    • Vor 10 Tagen

      nene, so nicht, freundchen. ihr schreibt menschenfeindlichen scheiß, ich reagiere entsprechend darauf. und hör auf rumzusophisticaten. mien bezugspunkt war eindeutig, deine reaktion eindeutig darauf bezogen, hör auf mit "jaja ne ich meinte was anderes." im gegensatz zu mir ist keiner von euch in der lage, mal zuzugeben, dass er bockmist geschrieben hat. war immer alles anders gemeint und der fokus sowieso und eigentlich sit ja die armut das problem, und nicht, dass man schreibt:

      "Ansonsten sollten Männer lieber in den Puff gehen als beispielsweise Frauen bis zur Bewusstlosigkeit abzufüllen, emotional auszunutzen oder psychisch unter Druck zu setzen und sie dann "abzuschleppen"."

      .. woran es ziemlich wenig zu deuten gibt. aber hey. war anders gemeint.

    • Vor 10 Tagen

      Gleep hat recht. Reiss dich mal zusammen.

    • Vor 10 Tagen

      Du drehst - wissentlich oder unwissentlich-Aussagen um.

    • Vor 10 Tagen

      emotion frisst lesekompetenz, alter schuh...

    • Vor 10 Tagen

      Wenn du

      "Ansonsten sollten Männer lieber in den Puff gehen als beispielsweise Frauen bis zur Bewusstlosigkeit abzufüllen, emotional auszunutzen oder psychisch unter Druck zu setzen und sie dann "abzuschleppen"."

      Nicht zustimmst, dann bist du entweder dafür, dass Männer lieber beispielsweise Frauen bis zur Bewusstlosigkeit abfüllen, emotional ausnutzen oder psychisch unter Druck setzen und sie dann "abschleppen" als in den Puff zu gehen.Oder du siehst beides als gleich wünschenswert an.

      Das ist einfach nur Logik, und nichts worüber mensch diskutieren oder eine andere Meinung haben kann.

    • Vor 10 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 10 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 10 Tagen

      "ihr schreibt menschenfeindlichen scheiß"

      Wo habe ich das denn getan? Zitier doch mal bitte.

      "mien bezugspunkt war eindeutig, deine reaktion eindeutig darauf bezogen"

      Und dass du meinst aus meinen zwei Minisätzen herauslesen zu können, worauf ich mich genau bezogen habe und worauf nicht, findest du kein bisschen absurd?

      "im gegensatz zu mir ist keiner von euch in der lage, mal zuzugeben, dass er bockmist geschrieben"

      Muss man nichts mehr zu sagen.

    • Vor 10 Tagen

      Muss man in Tat nicht mehr

    • Vor 10 Tagen

      ...weil die 100 jetzt voll sind, du erkenntnisverlassener Troll-Schlumpf? :rolleyes:

    • Vor 10 Tagen

      @Ragism:
      Wenn man Ilian Stephanis Buch Glauben schenken darf, haben die meisten Varianten des romantischen Spiels sehr wohl mit Prostitution zu tun; zumindest aus der Perspektive der Frau. Sie beschreibt darin ziemlich unterhaltsam, wie ihr in Ihrer Zeit als Prostituierte klargeworden ist, dass alle Softskills, die man für diesen Beruf benötigt, (eine unterstützend unaufdringliche Gesprächsführung, das frühzeitige Erkennen von Wünschen, dem Mann das Gefühl geben toll und wichtig zu sein, etc.) Dinge sind, die Frauen im gesellschaftlichen Miteinander ohnehin abverlangt werden.

    • Vor 9 Tagen

      Na, dann schenke ich diesem Buch mal besser keinen Glauben.

    • Vor 9 Tagen

      Für die Polemik und Strohmann-Bastelein hat unser selbsternannter laut.de-Dieter Nuhr ja schon den berechtigten Gegenwind bekommen. Ich lasse deshalb einfach mal kurz einen s/o da, weil ich es gut finde, dass sowas auch mal bei allgemein akzept- und respektierten Künstlern diskutiert wird.

    • Vor 9 Tagen

      Ach so, wg. Clan:
      Ghostface finde ich schon den richtigen Pick, wenn ich zB an Gihad oder Ice Cream denke. Ist vll. nicht ganz so hochfrequentiert offensiver Ghetto Whisdom von wegen "Behalt deine Kohle und die Alte ist nur zum bumsen gut" wie bei Big L oder NWA/Dre, aber schon unangenehm genug.