laut.de-Kritik

Energische Singer/Songwriterin aus Australien.

Review von

Zwar dürfte Rebecca Hancock in Deutschland vollkommen unbekannt sein, im heimischen Australien hat die Singer/Songwriterin aber schon eine längere musikalische Karriere hinter sich. Nach einer mehrjährigen Pause meldet sie sich nun mit ihrem ersten Soloalbum zurück.

Der Infozettel des Labels überschlägt sich mit Lob und lässt ausnahmsweise Hoffnung zu. Der Begriff "legendary" kommt mehrmals vor, Vergleiche mit Marianne Faithful, Joni Mitchell und Carol King sind auch zu finden. Selbst der Name der Begleitband mutet witzig an, denn die "Prison Wives" setzen sich ausschließlich aus Männern zusammen.

Nach einem ruhigen Intro geht es beim Opener mit energie-geladener Stimme und krachenden Gitarren einigermaßen rockig zu. Das Schlagzeug scheppert ein bisschen zu stark, dafür lädt der Refrain zum Mitwippen ein. Ein gelungener Anfang, der sich mit samtiger Stimme und Piano Bar-Atmosphäre auf "There's Been A War" fortsetzt.

Abwechslung ist angesagt: Das dritte Stück "(This Town Will) Eat A Man Alive" erinnert an Morcheeba und PJ Harvey. Sowohl bei den eigenen Kompositionen als auch bei zwei Coverversionen, David Crosbys "Everybody's Been Burned" und Joy Divisions "Love Will Tear Us Apart", zeigen die Australierin und ihre Band, dass sie eine weite musikalische Bandbreite beherrschen und auch überzeugend rüberbringen können.

"Life alone means trouble, that's what I come to understand, I need a loving man" singt Hancock mit schmachtender Stimme in "Make Me Happy", bevor sie im Titelstück "Somewhere To Land" einfühlsam und klaviergetragen eine gewisse Orientierungslosigkeit als menschliches Merkmal erkennt. Einen liebevollen Mann zu finden sei ihr gegönnt. Was Weg und Ziele betrifft, hat sie zumindest musikalisch eine hoffnungsvolle Richtung eingeschlagen.

Trackliste

  1. 1. Moon Wants A Lover
  2. 2. There's Been A War
  3. 3. (This Town Will) Eat A Man Alive
  4. 4. Make Me Happy
  5. 5. Somewhere To Land
  6. 6. Everybody's Been Burned
  7. 7. Prison Ground
  8. 8. In The Springtime
  9. 9. Salty Sea Dog
  10. 10. Love Will Tear Us Apart

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