laut.de-Kritik

Wunderschön vibender Cloud-Rap.

Review von

"I'm ballin', I'm ballin', Iverson on you." Post Malone ist der weiße Allen Iverson. Wie der ehemalige nur 1,83 große NBA-Star sieht sich der in Dallas geborene Rapper und Sänger als cooler, ehrgeiziger Underdog. Viel Swag inklusive.

"White Iverson / When I started ballin' I was young / You gon' think about me when I'm gone / I need that money like the ring I never won, I won."

Der 21-jährige Austin Post (sein Künstlername Malone hat wider Erwarten keinen Basketball-Bezug) vermengt auf dem ultra-wavigen Breakthrough-Track "White Iverson" geschickt Iversons Trademarks mit seinem eigenen Leben. Es geht um "Headband", "the answer", "Jordans" und "never pass it". Wer damit nix anfangen kann, findet auf Bings größtem Konkurrenten die passenden Antworten.

Fünf Tracks legt Post Malone bei seinem erstem Lebenszeichen auf und avancierte damit via YouTube zum Shooting-Star des Jahres. Stand November 2015 ist die EP auf Datpiff nach Posts Label-Wechsel zu Republic Records, einem Sublabel des Majors Universal Music, nicht mehr saugbar, jedoch lassen sich die einzelnen Songs bei Amazon downloaden.

Wie für den Opener zeichnen für die anderen vier Tracks seine Produzenten 1st und Rich of FKi Music verantwortlich und legen Malone wunderschön vibenden Cloud-Rap unter die glasklare, zerbrechliche Stimme. Wenn diese in, "I don't wanna die", "Too Young" im Refrain fast bricht, ist das Emo-Rap ohne Weichzeichnerei.

"What's Up" und "That's It" halten das Niveau, während "Tears" förmlich den Himmel auf Erden holt. "I wipe my tears with the money, eh." Einen besseren Track über das Fuck You-Gefühl nach einem Beziehungsende oder anderen Dramen gibt es nicht. Es ist eindeutig: Post Malone greift bald nach der Krone. Noch mal "White Iverson": "That's my shot, that's my shot, that's my shot yeah / Spendin', I'm spendin' all my fuckin' pay."

Trackliste

  1. 1. White Iverson
  2. 2. That's It
  3. 3. Tears
  4. 4. Too Young
  5. 5. What's Up

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