laut.de-Kritik

Groovt und bratzt mit melodischen Soli.

Review von

So wirklich begeistert war Kollegin Putz von dem letztjährigen "Error In Evolution" wohl nicht. Man muss ehrlich sagen, dass die Schweden dort ein wenig ziellos durch die Gegend experimentiert haben. Dieses Problem hat sich auf "Grim Tales" mit dem neuen Gitarristen Mattias Bolander zum Glück erledigt. Die neue Scheibe geht eher wieder in Richtung Debüt und groovt und bratzt von vorne bis hinten.

Schon im geschmackvollen Intro "Black Clouds" ist die Harmonie des Gitarrenduos kaum zu überhören. Vor allem Leadklampfer Mikael Lagerblad packt in Nummern wie "Dominator Of The Flesh" oder "Make Them Die Slowly" ein paar verdammt melodische Soli aus, die den Blueser in dem Mann deutlich zum Vorschein bringen. Diese Vorlieben blitzen eigentlich auf, sobald er zum Solo ansetzt, und sorgen so mitunter für wirklich gelungene Kontraste.

Die Schweden legen Wert auf fette Grooves und siedeln ihre Nummern weitgehend im Midtempo an. Ähnlich wie Massacra auf ihrem letzen Album "Sick" mischen sie dabei gern auch mal Sachen die eher an Thin Lizzy oder Diamond Head mit ihren Death und Thrash-Roots erinnern. Sehr deutlich hört man das im bereits erwähnten "Dominator Of The Flesh" oder beim abschließenden "Bastards Of Monstrosity". Wird hoffentlich keine Beleidigung in Richtung der Kollegen aus Florida sein ...

Die fettesten Groover stehen hingegen mit "A Date With Suicide" und dem sofort in den Nacken gehenden "Death Makes It All Go Away" an. Beide Tracks haben ein nicht zu verachtendes Hitpotential und werden aus dem Live-Programm genauso wenig weg zu denken sein, wie der coole Mithshouter "Bonebreaker Propaganda". Die Jungs packen auch ein paar schnelle Songs auf das Album. Mit "Misfit With A Machinegun", dem durch den straighten Anfang ein wenig an Helltrain erinnernden "Saint Lucifer" und "The Frisco Reaper" machen sie auch hier eine gute Figur.

Trackliste

  1. 1. Black Clouds
  2. 2. Misfit With A Machinegun
  3. 3. Saint Lucifer
  4. 4. Cursed By The Knife
  5. 5. A Date With Suicide
  6. 6. Death Makes It All Go Away
  7. 7. Dominator Of The Flesh
  8. 8. Bonebreaker Propaganda
  9. 9. Make Them Die Slowly
  10. 10. The Frisco Reaper
  11. 11. Bastards Of Monstrosity

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2 Kommentare

  • Vor 11 Jahren

    also ich weiß nicht ob es vielleicht noch jemandem so geht... aber das Intro und der folgende track scheinen für mein empfinden so angelegt zu sein, dass sie nahtlos ineinander übergehen sollten, was sie aber nicht tun. vielmehr ist am ende des intros eine deutlich hörbare pause von vielleicht 2 sekunden. massacre records sagt dazu, ein produktionsfehler sei es nicht. trotzdem finde ich das etwas merkwürdig... aber davon abgesehen: ein geiles album!

  • Vor 11 Jahren

    @oceanborn (« also ich weiß nicht ob es vielleicht noch jemandem so geht... aber das Intro und der folgende track scheinen für mein empfinden so angelegt zu sein, dass sie nahtlos ineinander übergehen sollten, was sie aber nicht tun... »):

    jup, same here...ich habe das auch sofort rausgehört und mich ein wenig gewundert....habe auch erst geschaut ob ich zwischen den songs ne pause per winamp oder so eingebaut habe. aber bei anderen songs ist das ja auch nicht.

    Aber das Album an sich ist wirklich ne Bombe, besser als Error in Evolution.