Die hässliche Fratze der rechten Ideologie hat sich schon lange nicht mehr so offen gezeigt wie zuletzt in Chemnitz. Zeit, Farbe zu bekennen.

Konstanz (laut) - Was sich in den vergangenen Tagen in Chemnitz, in den vergangenen Jahren in Deutschland Bahn gebrochen hat, ist blanker Hass. Anders als all die Losungen vom verständnisvollen Dialog mit den "besorgten Bürgern" suggerieren, lässt sich mit solchen Individuen per Definition nicht diskutieren. Alle Zugeständnisse, die die große Koalition dem Hassbürger in der Asylpolitik gemacht hat, haben die von Menschenverachtung und Machtwillen getriebenen Rassisten und Manipulatoren der AfD lediglich gestärkt. Einer Partei, die zu keinem drängenden Problem unserer Zeit auch nur den Ansatz einer Lösung anbietet und die nur ein Thema kennt: Ausländer raus.

Wer die rechtsextremen Ausschreitungen von Sonntag und Montag verteidigt, relativiert oder sonstwie entschuldigt, stärkt die Rechtsextremen und betreibt die Sache der Hitlergrüßer, die sich so offen vor den Augen der Welt zeigten wie seit Lichtenhagen und Hoyerswerda nicht mehr.

30 Songs gegen rechts

Die hier versammelten Songs sind als Aufruf zum Widerspruch und Widerstand gegen diese wieder erstarkende Ideologie gemeint. Und als Gedenken an den Antirassisten und Migrantensohn Daniel H., der nach seinem gewaltsamen Tod noch ein zweites Mal einem Verbrechen zum Opfer fiel, als Nazis in seinem Namen Jagd auf Migranten machten. Wenn es je so etwas wie eine "Mitte der Gesellschaft" in Deutschland gegeben hat, dann muss sie sich jetzt zeigen und auf ihren kleinsten gemeinsamen Nenner besinnen: Nazis raus.

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