Die Fußball-WM ist eröffnet, Robbie zeigt den Stinkefinger, das Netz lästert und dem Sänger droht ein Ordnungsgeld.

Moskau (emi) - Robbie Williams trat gestern bei der WM-Eröffnungsfeier in Moskau mit drei Songs auf. Bei der "Rock DJ"-Zeile "I did this for free" hielt er demonstrativ seinen Mittelfinger in die Kamera. Dafür dürften ihn die russischen Behörden zur Kasse bitten: Wer sich öffentlich einer vulgären Ausdrucksweise bedient, muss in Russland mit einem Ordnungsgeld rechnen. Die im Raum stehenden 2500 Rubel (etwa 34 Euro) dürfte er gerade noch zusammen bekommen.

Die Geste sorgt derweil für Verwirrung bei den medialen Interpretatoren: War sie an Russland und seinen Präsidenten Wladimir Putin gerichtet, oder an die Landsleute des britischen Superstars, die ihn im Vorfeld für die Zusage scharf kritisierten? So twitterte der bekannte Kreml-Kritiker Bill Browder: "Es gibt viele Möglichkeiten, Geld zu verdienen Robbie Williams, aber deine Seele an einen Diktator zu verkaufen, sollte keine davon sein. Schande über dich.". Gegenüber Fairfax Media erklärte Browder, dass Williams seine Berühmtheit nutze, um Putin zu legitimisieren: "An jedem Dollar, den er von Putins Regime bekommt, klebt Blut".

Anstatt seinen textlich perfekt zum Anlass passenden Song "Party Like A Russian" (aus "The Heavy Entertainment Show", 2016) zu präsentieren, belies es Robbie vor rund 80.000 Besuchern bei "Rock DJ", "Let Me Entertain You" und "Angels", letzteren im Duett mit der russischen Opernsängerin Aida Garifullina. Dabei wirkte er wie der Rest des Settings etwas steif und altbacken. Anlass für Spott in der Twitter-Gemeinde: Zum Beispiel über Williams' roten Anzug mit Glitzer-Leo-Muster.

Andere fanden, Williams hätte ausgesehen wie Morrissey - oder wenigstens wie eine Möchtegern-Version des ehemaligen The Smiths-Sängers.

Fotos

Robbie Williams

Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Robbie Williams,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof)

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5 Kommentare mit 3 Antworten

  • Vor einem Jahr

    könnte vom Look astrein in Scarface mitspielen. Vor oder hinter der Chainsaw ist dann Auslegungssache

  • Vor einem Jahr

    Hat dieser Browder denn auch seine Nationalmannschaft verteufelt? Ist ja nicht so, dass Robbie persönlich zu Putin eingeladen wurde und sich mit ihm ablichten lässt wie andere Promis mit Kim. Aber egal, wer ist schon ein Browder?

    • Vor einem Jahr

      andere Beispiele gefällig :
      Mariah Carey (43, "Merry Christmas II You") für Angolas Präsidenten José Eduardo dos Santos (71)
      Ex-Basketballprofi Dennis Rodman (51) an den "Obersten Führer" Nordkoreas, Kim Jong-un (30)
      Kanye West (36, "Yeezus") auf der Geburtstagsparty eines Enkels des autoritären kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew (73)
      Jennifer Lopez (44, "Dance Again...") auf einer Firmenfeier der staatlichen chinesischen Ölgesellschaft dem im Publikum sitzenden turkmenischen Alleinherrscher Gurbanguly Berdimuhamedov (56)
      Die Pop-Diva hatte allerdings schon vorher einige fragwürdige Auftritte in Ländern wie Usbekistan und Aserbaidschan absolviert.
      Berüchtigt ist auch die 35. Geburtstagsfeier des tschetschenischen Präsidenten Ramson Kadyrow im Jahr 2011. Hollywood-Star Hilary Swank (39, "Freedom Writers") sang für ihn in Marylin-Monroe-Manier "Happy birthday, Mister President", auch Seal (50) und Vanessa Mae (35) traten auf der pompösen Fete auf.
      Besonders gern umgaben sich der 2011 von Aufständischen ermordete lybische "Revolutionsführer" Muammar al-Gaddafi und seine Sippe mit internationaler Prominenz. So trat Mariah Carey auch für den Gaddafi-Klan auf, ebenso Beyoncé (32), Usher (35), Bon Jovi, Lionel Richie (64) und Nelly Furtado (35). Einige von ihnen entschuldigten sich immerhin nach öffentlichen Protesten und spendeten ihre Gagen wohltätigen Zwecken.
      US-Actionheld und Sänger Steven Seagal gab am Samstag auf der von Russland annektierten Krim ein Konzert. Die Bühne: von prorussischen Separatisten geschmückt, im Publikum: Wladimir Putin. Seagal bezeichnete Putin sogar als „Freund".

    • Vor einem Jahr

      Wow, hast du das extra recherchiert oder hast du die Liste für solche Fälle immer bei dir :D

    • Vor einem Jahr

      Gut, aber zumindest Seagel is halt auch n rassistischer, Knarrenfickender vollpfosten sondergleichen der hoffentlich einfach irgendwann bei einen seiner Grenzgänge platzt und im Sande verwest....

      Und das Rodman nen sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr eigenen Blick auf die Welt hat ist hinlänglich bekannt!

      Und der Carey wurde heißer Tee versprochen, daher kann man ihr des net böse nehmen!

  • Vor einem Jahr

    In dem Anzug und mit den grauen Haaren sieht er aus Morrissey. Da passt auch die Geste.

  • Vor einem Jahr

    Pfui Teufel, des geht aber mal gegen alle Werte die die Fifa und alles drunter vertreten....

  • Vor einem Jahr

    wurde von jogi, seiner mannschaft oder irgend einem anderen soccer-team erwartet, man solle da nicht hingurken, nicht dort spielen, die wm boykottieren?

    sitzen nicht millionen und abermillionen bierverrülpster chipsfresser und grillatoren furzend aufm sofa und ziehen sie wurst und spiele rein?

    aber der popstar, der dort auftritt (in zeiten, in dene4n ohnehin jede zweite veranstaltung an totalitäre regime vergeben wird), für die teams und die fans zu singen, ist nun der buhmann?

    finde den fehler....

    ps: frisur von rw bleibt aber unentschuldbar.