Auf der Musikmesse Midem outete sich Robbie Williams als Freund von illegalen Downloads. Die Plattenindustrie kann mit derlei Statements wenig anfangen.

Cannes (ebi) - "Mein Album 'Escapology' hat sich bisher fünf Millionen Mal verkauft, jetzt könnt ihr es euch gern umsonst holen", erklärte der Popstar auf der Musikmesse Midem im französischen Cannes und bezeichnete Musikpiraterie als "großartige" Idee. Seine Plattenfirma EMI werde ihn dafür hassen, fügte Williams verschmitzt hinzu. Bevor er seinen 127 Millionen Euro-Deal unterschrieb, habe er das Problem öfters angesprochen. "Ich bekam eine Menge heißer Luft zu hören. Die Plattenbosse wissen nicht, was sie dagegen tun sollen", zitiert die SZ Williams weiter.

Die Musikindustrie, deren Absatz im vergangenen Jahr um rund 10 Prozent sank, will den Kampf gegen die Online-Piraterie verstärken. "Der Pirat, den wir bekämpfen, ist ein sehr gewiefter Krimineller, der eine Menge Geld in Techniken und Vertriebswege investiert, um noch mehr Geld herauszuholen, und nicht der Jugendliche, der sich seine Lieblingssongs aus dem Internet herunterlädt und auf CD brennt", betonte Jay Berman, Vorsitzender des internationalen Dachverbands der Plattenindustrie (IFPI), der Verstöße gegen das Copyright weltweit unter Strafe stellen will. Um die organisierte Kriminalität zu bekämpfen, arbeite ein Team von 250 Branchen-Experten mit der Polizei zusammen. Pro Jahr geht man von 800 Millionen Bootlegs bei 2,4 Milliarden regulär verkaufter Einheiten (2001) aus. Die Piraterie im großen Stil bedrohe auch Arbeitsplätze, so Berman. Nach wie vor bleibt aber umstritten, ob MP3 für den Rückgang der Verkaufszahlen verantwortlich ist.

Midem-Chef Paul Zilk trat zum Auftakt der Messe für eine ermäßigte Mehrwertsteuer für CDs und Platten (hierzulande derzeit 16 Prozent) ein, um die Branche zu stützen. Derweil erhielt der AOL-Musikservice den Innovationspreis des Musik-Internet-Fachkongresses Midemnet. First Listen bietet den Plattenfirmen die Möglichkeit, neue Songs im Netz zu präsentieren, noch bevor sie im Rundfunk laufen. So wurde der Track "Hot In Here" des US-Rappers Nelly im vergangenen Jahr an einem einzigen Tag 750.000 Mal abgerufen, freute sich AOL-Musikchef Evan Harrison in Cannes.

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Robbie Williams

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