Korn-Sänger Jonathan Davis sorgt sich um den Einfluss der religiösen Rechten auf die US-Politik. Neil Young fordert gar George Bushs Absetzung und erhält Unterstützung von Red Chili Peppers-Bassist Flea.

Fortitude Valley/Brisbane (ebi) - Ob es an der Diskussion um das iranische Atomprogramm oder einfach nur an ihren aktuellen Platten liegt: Nordamerikanische Rockmusiker philosophieren wieder gerne öffentlich über die Lage der Nation oder den US-Präsidenten. So zeigte sich etwa Jonathan Davis beunruhigt über den Zustand seiner Regierung.

"Ich bin wegen dem konservativen Amerika sehr besorgt. Amerika gründet auf der Freiheit, zu tun, was man will, und momentan sieht es so aus, als wollte die christliche Rechte den Laden übernehmen. Diese Leute drehen wegen Filmen aus Europa oder Pornographie durch, aber jeder sollte tun und sagen können, was er will", sagte der Korn-Fronter dem australischen Online-Mag Time Off. Idiotische, religiös orientierte Leute seien an der Macht und versuchten, die Dinge nach ihrem Geschmack zu verändern. "Das ist so verdammt rückständig", erregte sich Davis.

Auf der offiziellen Seite der Red Hot Chili Peppers lässt sich derweil Bassist Flea über seinen Landesvater aus. Er sei ein Lügner und habe Millionen Menschen schweres Leid zugefügt. Profitiert hätten allein die Öl-Millionäre. "Bush hat die Welt unsicherer gemacht", postete er aus dem spanischen Bilbao nicht gerade revolutionäre Erkenntnisse.

Der Irak-Krieg habe das Land zum Nährboden für Terrorismus und Amerika-Hass gemacht. Er stehe auf Seiten der US-Soldaten, die für eine ungerechte Sache benutzt würden. Er bete zu Gott, dass seine Administration nicht in den Iran einmarschiere. Bush habe das Land betrogen und müsse abgesetzt werden. Die Peppers sind derzeit in Europa, um ihr neues Album, "Stadium Arcadium", das am 5. Mai erscheint, zu promoten.

Ein Impeachment-Verfahren gegen Bush hatte zuvor schon Neil Young gefordert. Der kanadische Rock-Veteran schrieb dafür extra den Song "Impeach The President", meldet die süddeutsche Zeitung und berichtet von Euphorie in der Fangemeinde. Neil Young, dessen programmatisches Album "Living With War" in den nächsten Wochen erscheinen soll, präsentiert sich seit den 70er Jahren aber bevorzugt als politisches Chamäleon.

So unterstützte er kurz nach den Anschlägen vom 11. September die Politik des Präsidenten, so den umstrittenen "Patriot Act", mit dem die liberalen Bürgerrechte eingeschränkt wurden, um vermeintlich mehr Sicherheit vor Terroristen herzustellen. 2003 kritisierte er ihn dann wieder vehement. Drei Jahre später macht Young nun endgültig auf politischen Protest-Song.

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Korn, Red Hot Chili Peppers und Neil Young

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