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Das neue Album

Warum dann keine Review zu dem ganzen "Jack In The Box"-Album, wenn ich die Lead-Single schon richtig gut fand? Nun ja. Als dann die zweite Single "Arson" hinterher gekommen ist, war ich auch da richtig begeistert von der Produktion. Der legendäre Cloud Rap-Producer Clams Casino hat die Grundlage für einen ebenso dramatischen wie klanglich spannenden Rap-Track gemacht. Aber dann hat J-Hope angefangen und ich habe ein grundlegendes Problem gewittert.

Ich mag die Art, mit der er rappt, einfach überhaupt nicht. Und das ist sehr subjektiv, weil daran überhaupt nichts falsch und das objektiv alles schon gut gemacht ist. Aber dieses sehr dramatische, schnelle und technisch opulente Gespitte geht offensichtlich auf einen Eminem-Einfluss zurück. Alle modernen Eminem-Zöglinge eint eine ziemlich anstrengende Rap-Stimme und Vocals, die zu humorlos darauf fixiert sind, mit Technik zu beeindrucken. Der Vergleich, der sich mir hier auf dem Album am häufigsten aufgedrängt hat, ist NF. Der hat auf die gleiche Art und Weise dramatische (wenn auch wesentlich weniger fantasievolle) Beats und rappt sich dann um Kopf und Kragen. Und so kann ich am Ende einfach nicht sagen, dass ich so richtig happy mit "Jack In The Box" bin, auch wenn ich das Album in der Theorie sehr respektiere. Dafür, Risiken einzugehen, sich ästhetisch treu zu bleiben und wirklich ein Statement für den Solo-Charakter von J-Hope zu machen.

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