Mehr Glück hatten die irischen Jedward-Zwillinge, die dänische Hoffnung Soluna Samay sowie die Omas aus Russland.

Baku (aml) - Gestern fand das erste Halbfinale des 57. Eurovision Song Contests statt. Während deutsche ESC-Fans erst am Donnerstag mitvoten dürfen, wählten Anrufer aus ganz Europa zehn von 18 Teilnehmern ins Finale.

Und ob knuffige Omas mit Riesenbackofen, dunkelhaarige Schönheiten auf Büchertischen oder völlig abgedrehte irische Starlightexpress-Fanatiker: Optisch war viel geboten, in Sachen Sound gab man sich aber eher rückwärtsorientiert.

Große Verlierer und kleine Gewinner

So ist beispielsweise Ralph Siegels grauenvoller "Social Network Song", dargeboten von einer völlig versteiften Valenzina Monetta, die sich für ihren Auftritt den blonden Zopf noch mal extra fest gebunden zu haben schien, schon draußen.

Im Gegensatz zur Siegel'schen Dauerleier kamen die Hausmütterchen aus Buranowo in Russland weiter. Stilsicher fegten sie in ihren Trachten als wohl älteste Girlgroup der Welt über den Bildschirm.

Mehr Show als Musik

Leider erreichten gestern nicht nur amtliche oder wenigstens nett anzusehende Beiträge das Finale am kommenden Samstag: So hüpften die Jedward-Zwillinge aus Irland unter ihrem eigens mitgebrachten Springbrunnen zur eher flachen Dancenummer in die letzte Runde.

Und der griechischen wie auch der rumänischen Teilnehmerin darf man vorwerfen, dass sie sich angesichts ihrem kaum mehr als Rock zu bezeichnenden Etwas um die Hüften, nicht wirklich ins Zeug legen mussten.

Leider "ausgewokit" hat es sich für Österreich - die beiden Trackshittas scheiterten gemeinsam mit Lettland, Israel, Finnland, der Schweiz, Belgien und Montenegro in der Vorrunde.

Gute Aussichten

Übrig blieben sowohl das einzige Duett des Contests (Island) als auch vielversprechende Kandidaten: Auch Rona Nishliu aus Albanien mit ihrer herzzerreißenden Ballade sowie die dänische Hoffnung Soluna Samay, die sich für ihre glasklare Popnummer als Seemannsbraut in Schale warf, sind in der nächsten Runde angekommen. Ebenso dabei sind noch Moldau, Ungarn und Zypern.

Doch richtig spannend wirds erst am Donnerstag, wenn die Pop- und Dancehymnen Seite an Seite mit osteuropäischen Rockballaden auf Bakus größter Bühne antreten.

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12 Kommentare

  • Vor 8 Jahren

    ich finds extrem schade, dass Woki mit deim Popo ausgeschieden ist, der von Montenegro tut mir auch leid, war auch genial, besonders der Esel. Mein Favorait (nachdem die Trackis raus sind) sind die russischen Omas mit ihrem tanzendem Herd...die haben aber auch echt eine gute Stimme, so viel jünger als man sich das vorstellt.

  • Vor 8 Jahren

    @oomphie (« ich finds extrem schade, dass Woki mit deim Popo ausgeschieden ist, der von Montenegro tut mir auch leid, war auch genial, besonders der Esel. Mein Favorait (nachdem die Trackis raus sind) sind die russischen Omas mit ihrem tanzendem Herd...die haben aber auch echt eine gute Stimme, so viel jünger als man sich das vorstellt. »):

    Naja, ne tolle Stimme ham diese Omas echt nicht, auch wenn man neidlos zugeben muss, dass ihr tanzender Herd echt geil war^^ Die Trackshittaz waren aber echt scheiße, da spricht glaub ich nur der Patriot aus dir. Wenn man Mundart-Rap auf seelenlose Dance-Pop-Beats legt, ist das dennoch nicht gut...

  • Vor 8 Jahren

    Schaaade um Montenegro. Den fand ich echt spitze. Die Albanin fand ich unglaublich übel.