Blink 182 haben Sänger und Gründungsmitglied Tom DeLonge aus der Band geschmissen. Dieser habe sich "undankbar und respektlos" aufgeführt.

Kalifornien (mhe) - Am Montag hatte Sänger und Gitarrist Tom DeLonge die Gerüchte um seinen Rauswurf noch dementiert. Nun steht aber fest: Travis Barker und Mark Hoppus haben ihren Frontmann rausgeworfen.

Das bestätigten die beiden nun abermals und machten die mangelnde Einstellung ihres Kollegen dafür verantwortlich. Angeblich haben sie mit Matt Skiba von Alkaline Trio zudem bereits einen Ersatz für anstehende Konzerte gefunden und wollen in neuer Besetzung erstmals beim Musink Festival Ende März auf der Bühne stehen.

"Tom wollte nicht mehr!"

In einer öffentlichen Stellungnahme erklärten Barker und Hoppus, Tom habe sich "undankbar und respektlos" verhalten, was es ihnen erschwert habe, ihm "den Rücken zu decken": "Wir waren alle bereit, das neue Album aufzunehmen, aber Tom hat es immer wieder ohne Grund abgesagt. Eine Woche bevor wir dann ins Studio wollte, erhielten wir eine E-Mail von seinem Manager, in der stand, dass Tom auf unbestimmte Zeit an keinen Blink 182-Projekten mitwirken wolle und sich lieber auf seine außermusikalischen Aktivitäten konzentriere. No hard feelings, aber die Show muss weiter gehen für unsere Fans".

DeLonge in offenem Brief: "Überrascht" und "traurig"

DeLonge befand sich laut eines Instagram-Postings gerade sogar am Telefon, um ein Blink 182-Event in New York City zu besprechen, als er mit den Pressemitteilungen konfrontiert wurde. Auf seiner Facebook-Seite zeigte er sich in einem offenen Brief an seine Fans dementsprechend überrascht von seiner Kündigung:

"Das ist mir neu, es liegt nicht in meiner Natur, die Negativität bezüglich des Vermächtnisses der Band über eine trashige Plattform wie das Internet zu befeuern. (...) Letztlich macht mich all das sehr traurig. (...) Ich nehme an, sie machen das um sich selbst davor zu schützen, verletzt zu werden. (...) Und obwohl ich sie gerade so anders wahrnehme, als ich sie eigentlich kenne, bedeuten sie mir sehr viel und sind für mich wie Brüder, alte Freunde. Aber gestern wurde unsere Beziehung vergiftet. Ich dachte nie ans Aufhören und finde es verdammt schwer damit umzugehen".

Wiedervereinigung zum Scheitern verurteilt?

Drummer Barker und Basser Hoppus ließen daraufhin in einem Interview verlauten, dass bereits die Reunion 2009 nach der Trennung vier Jahre zuvor wohl eher dem Charakter einer Zwecks-Ehe entsprach und Barkers Flugzeugabsturz und Nahtod-Erfahrung mehr als die Musik Beweggrund war. Angeblich habe sich Tom aber auch damals nicht mehr für die neue Platte interessiert und sich die fertige Mischung gar nicht angehört.

Die Mitglieder liegen nun auch im Rechtsstreit, da Tom die Band nicht aus freien Stücken verlassen wollte. Hoppus kommentierte die Angelegenheit nur mit den Worten: "Ich überlasse das den Anwälten. Ich will einfach nur rausgehen und Blink-Songs spielen".

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Blink 182

Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Blink 182,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof)

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3 Kommentare mit 9 Antworten

  • Vor 4 Jahren

    ich hab die gerne gehört, als sie angesagt waren. in den 90s :uiui: aber (fun)punks sollten nicht alt werden. bzw aufhören musik zu machen, wenn die 40 überschritten ist. ich mein, ich fand diesen doku-streifen über die alternden punks, die väter werden ziemlich lustig und sie sind ja auch sympathisch... aber gewisse dinge sind traurig, wenn sie jenseits der 40 exerziert werden :damn: :/

    • Vor 4 Jahren

      Wozu sowas fürt, lässt sich im Sommer wieder beim alljährlichen Festivalzirkus bewundern...

    • Vor 4 Jahren

      Man sollte mit den um die/ Ü-40-jährigen nachsichtiger umgehen. Die denken alle 40 ist das neue 30 - geht mir auch so. Und da ich eh junggeblieben bin, verhält sich bei mir alles so wie bei jedem ca. 27-jährigen. Werdet erstmal so alt, Pois.

    • Vor 4 Jahren

      Ändert ja aber nix an der Befremdlichkeit gewisser Verhaltensweisen...

    • Vor 4 Jahren

      denke eigentlich auch son bissi wie torque, dabei sollte der fokus ja eigentlich auf der musi liegen und net auf den knilchen, welche die instrumente dazu zupfen.

    • Vor 4 Jahren

      Dann hätte ich "gewisse Dinge" und "gewisse Verhaltenweisen" gerne definiert. grmpf.

    • Vor 4 Jahren

      Bezieh hier mal nich alles auf dich, darum gings nämlich nicht.

    • Vor 4 Jahren

      Schon klar.. Es ging mir auch nicht um ALLES, sondern nur um die Dinge die man mit 40 nicht tun sollte (in den Augen der jüngeren) und ich bitte höflich um Aufklärung dieser ominösen Punkte. Erlaubst Du das, oh Chat-Brudi Molten?

    • Vor 4 Jahren

      Wie Torque eben sagte, es ging um Punkbands... und beispielsweise mit ü40 den "Fuck-The-System"-Rioter mit platten Parolen oder den jungebliebenen Hedonisten inklusive Bierbong und Penälerwitzen zu geben wirkt, zumindest auf mich, eben befremdlich.

    • Vor 4 Jahren

      Aha, gut, wenn es ausschließlich um das Auftreten von Alt-Punks geht, dann tangiert mich das nicht. Bierbongs fand ich schon immer behindert, habe nie verstanden wieso man so schnell wie möglich "voll" sein muss oder sich beweisen muss wer wie schnell wieviel Bier trinken kann - das hat auch nix mit Punk zu tun. Weitermachen.

  • Vor 4 Jahren

    Die letzte Platte vor der Trennung von 2003 war 'ne wunderbare Abkehr vom Fäkalhumor der Teenagertage. Dass die Reunion zum scheitern verurteilt war anahnd der letzten Platte schon klar. 2 Jahre Verspätung und man hört dme Album an, dass DeLonge drauf bestanden hat getrennt aufzunehmen. Na ja, soll er mit sienem Angels & Airwaves Müll weiterhin glauben er wäre auf einem Level mit U2 etc.