Große US-Sender zensieren das "Hurricane"-Video wegen expliziter Gewalt- und Sexszenen. Jared Leto will nun nachbessern.

USA (snr) - Da geben sich 30 Seconds To Mars so eine Mühe mit ihrem Video zum neuen Song "Hurricane", prompt machen ihnen die US-Fernsehsender einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Nach der Uraufführung des Clips weigern sich diverse Sender, das Video auszustrahlen: es enthalte unzumutbare Sex- und Gewaltszenen. Erst wenn das Video ausreichend bearbeitet sei, wolle man auf die Band wieder zugehen.

Sexuelle Triebe und Gewaltszenen

Das 20-minütige Promotion-Video, das unter der Leitung von Jared Leto entstand, wurde in die drei Kapitel Geburt, Leben und Tod unterteilt. Es zeigt den Kampf mit inneren Dämonen und die Auslebung dunkler Fantasien durch Gewalt und geheime sexuelle Fetische. Jared Leto hingegen beschreibt das Video als "eine Meditation über die Gewalt von Sex und den Sex der Gewalt".

Keine bewusste Provokation

Der Band war durchaus bewusst, dass einige Bilder anstößig wirken könnten. "Wir wussten immer, dass es einige Szenen gibt, die wir wohl nur sehr schwer durchbekommen, aber dass wir jetzt so eine Ablehnung erfahren, hätten wir nicht erwartet." Jared Leto beteuert, dass eine bewusste Provokation nie beabsichtigt war.

Über 40 zensierte Szenen

Auf seiner Website veröffentlichte der ehemalige Schauspieler nun einen Brief von einem Network-Sender, der sich mit den zensierten Inhalten auseinandersetzt. Gut 40 Hinweise auf gewalttätige oder sexuelle Bilder, wie "Mann packt und drückt Brüste der Frau" oder "Paar in Bondage und Handschellen" werden in dem Dokument aufgeführt.

Jared Leto sinniert darüber: "Ich finde es einfach interessant, wenn man die Nachrichten einschaltet, wie viel Negatives und Gewalt dort vorhanden ist. Und sobald Sexualität gezeigt wird, tun die Menschen so, als sei es schockierend, dass sie sexuelle Wesen sind. Das ist doch eine interessante Doppel-Moral."

Band will Uncut-Version für Fans

Dennoch ist die Band bereit, das Video dementsprechend zu bearbeiten, so das die Network-Sender keine Probleme bekommen, den Clip in den Kernzeiten nach 19:00 Uhr / 21:00 Uhr oder 22:00 Uhr zu senden. Allerdings kündigte Gitarrist Tomo Milicevic an, eine Uncut-Version den Fans im Netz zur Verfügung zu stellen. "Noch ist das Internet nicht beschränkt! Der Hurricane Film wird gezeigt werden!"

Fotos

30 Seconds To Mars

30 Seconds To Mars,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) 30 Seconds To Mars,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) 30 Seconds To Mars,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) 30 Seconds To Mars,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) 30 Seconds To Mars,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) 30 Seconds To Mars,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) 30 Seconds To Mars,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) 30 Seconds To Mars,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen)

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47 Kommentare

  • Vor 7 Jahren

    "Jared Leto hingegen beschreibt das Video als "eine Meditation über die Gewalt von Sex und den Sex der Gewalt". Wenn ich so einen hohlen Müll lese, wird mir schlecht.

  • Vor 7 Jahren

    Oh man es fällt mir immer schwerer Sympathie für ihn zu behalten. Bis her hat sein schauspielerisches Können noch seine ganzen Musikeskapaden wett gemacht aber langsam dreht der Typ echt am Rad.

  • Vor 7 Jahren

    Ich mag seine Filme und ich mag auch den großteil seiner Musik aber wie sancho eben schon sagte, hebt er vollkommen ab und wird immer mehr zum wandelnden Klischee des phrasen dreschenen, sich selbst deutlich zu ernst nehmenden Rockstars.
    Einfach nur peinlich.