Porträt

laut.de-Biographie

Mono Inc.

Den Namen Mono Inc. lassen sich vier Hamburger einfallen, die in ähnlicher Besetzung, jedoch unter anderem Banner einige erfolgreiche Jahre hinter sich haben. Nachdem sich der ehemalige Sänger aber aus dem Staub gemacht hat, stehen den anderen zunächst große Fragezeichen ins Gesicht geschrieben. Die Zukunft erscheint mehr als ungewiss. Der Entschluss, weiterhin gemeinsam Musik zu machen, steht jedoch fest.

Vorchecking: Sarah Connor, Fabian Römer, Mono Inc. Aktuelle News
Vorchecking Sarah Connor, Fabian Römer, Mono Inc.
Außerdem ab Freitag in den Plattenläden: MIA., SDP, Anti-Flag, We Butter The Bread With Butter, Scala & Kolacny Brothers, Silverstein u.v.m.

So beginnen sie mit den Auditions für einen neuen Frontmann. Als sich aber weit und breit kein Sänger finden lässt, der den Vorstellungen von Carl Fornia (Gitarre), Martin Engler (Drums, Programming) und Mikey Mono (Bass) gerecht wird, freunden sich die drei nach und nach mit dem Gedanken an, Mikey, der bisher nur für die Backing Vocals zuständig war, als Fulltime-Sänger hinters Mikro zu stellen. Also begibt Mikey sich in die Hände von insgesamt drei Gesangslehrern und lernt in Windeseile, wie er seine Stimmbänder am besten einsetzen kann.

Kaum ein Jahr später melden sie sich auch schon wieder in der Musikszene zurück und präsentieren mit Manuel Antoni einen neuen Bassisten. Mikey will sich fortan ganz auf den Gesang konzentrieren, muss sich aber zunächst mit dem Drängen des Labels herumschlagen, das der Band deutsche Texte aufschwatzen will. Die lässt sich davon aber nicht beirren und zieht ihr Ding durch. Mit ihrer Debüt-Scheibe "Head Under Water" schwimmen Mono Inc. zwar noch etwas zu sehr im Fahrtwasser von Secret Discovery, HIM oder The Cassandra Complex, jedoch zeigt sich schon hier das Potenzial, das in dem Quartett steckt.

Ihre Qualitäten demonstrieren sie auf der Tour mit Tanzwut, die der Veröffentlichung des Albums Ende September vorausgeht. Deren Gitarrist Patrick zeigt sich vom Sound der Band derart angetan, dass er zu "The Hole" einen recht elektronischen Remix abliefert. Dieser ist auf der Ende November 2006 erscheinenden Single "Somberland" zu hören. Dazu drehen Mono Inc. auf einem alten Truppenübungsplatz bei Berlin ein Video.

Bevor es aber so weit ist, rappelt es einmal mächtig im Karton: Mikey und Mono Inc. gehen getrennte Wege. Aber anstatt sich anderweitig nach einem Ersatz für den verlorenen Sänger umzusehen, rekrutieren sie diesen einfach wieder aus den eigenen Reihen. Somit ist nun Martin an der Reihe. Er hängt seine Sticks an den Nagel und greift zum Mikro.

Anfang Mai erscheint die erste Single mit Martins Gesang, das zweite Album "Temple Of The Torn" folgt Mitte Juni. Martins Platz hinter den Drums hat derweil eine Dame namens Katha Mia eingenommen. Von den Live-Fähigkeiten des neuen Line-Ups konnte man sich derweil schon im Mai bei ein paar Gigs mit Xandria überzeugen.

Bei diesen Konzerten freunden sich Martin und Xandria-Sängerin Lisa an und beschließen, zusammen einen Song aufzunehmen. Im Dezember 2007 steuert Lisa ihren Teil zum neuen Album bei. Das Ergebnis namens "Teach Me Love" erscheint Ende März als Fünf-Track EP. Die nächsten beiden Alben "Pain, Love & Poetry" und "Voices Of Doom" erscheinen im Jahrestakt. Außer der Band scheint es für das Quartett nichts anderes mehr zu geben.

Touren mit Subway To Sally und ASP bringen einen ungeahnten Popularitätsschub ein, so dass sie nach der EP "Comedown" Ende 2009 ihre erste Headlinertour starten. 2010 markiert zwar den großen Durchbruch, als sie mit Apoptygma Berzerk für Unheilig eröffnen. Im selben Jahr kommt jedoch auch die traurige Nachricht, dass Ex-Sänger Mikey bei einem Gleitschirm-Absturz tödlich verunglückt ist.

Mit "Viva Hades" steigen Mono Inc. zum ersten Mal in die Charts ein. Dass sie sich musikalisch nicht einmal sonderlich originell bei ihren Vorbildern wie The Sisters Of Mercy, Paradise Lost oder auch Linkin Park bedienen, scheint ihre Fans dabei in keiner Weise zu stören.

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Letzteres verwundert kaum. Immerhin haben sie hier noch die richtigen Vorbilder am Start. Das ändert sich auf den Folgewerken "Nimmermehr" und "Terlingua" jedoch deutlich. Engler und Co. reißen das stilistische Ruder herum, singen fortan weitgehend auf Deutsch und verabschieden sich größtenteils vom Postpunk. Stattdessen schielen sie auf die lukrative Ecke im Niemandsland zwischen TV-kompatiblem Heavyrock und Schlager à la Wolfgang Petry. Dem Erfolg tut dies jedoch keinen Abbruch. Hohe Chartnotierungen und gute Rankings bei Festivals sind die Folge.

Anfang 2017 veröffentlichen Mono Inc. überraschend die mit Abstand beste Platte ihrer Karriere. "Together Till The End" bringt frisches Songwriting, englische Texte auf internationalem Niveau und ein doppelbödiges Konzept. Szenegrößen wie VNV Nation, Tilo Wolff von Lacrimosa oder der alte Mono-Kumpel Witt geben sich als Gäste die Ehre. Besonders der Kollabo-Track "Children Of The Dark" gerät in der schwarzen Szene schnell zur beliebten Hitnummer.

Nach der zugehörigen Tour stehen alle Zeichen auf Kopf freimachen! Die Monos nehmen sich eine Auszeit und reisen ein gutes halbes Jahr unabhängig voneinander durch die Welt. Dabei engagieren sie sich in etlichen Drittweltländern und für Umweltschutz. Intensive Eindrücke aus den verschiedensten Erdteilen fachen den künstlerischen Hunger recht schnell wieder an. Direkt nach der Rückkehr treffen sie sich wieder und legen erneut los. "Reisen ist inspirierend und erdend", konstatiert Engler.

Für das neue Projekt "Welcome To Hell" verschmelzen Mono Inc. Historie und Gegenwart. Einerseits dreht sich auf der Platte alles um ihre hanseatische Heimat in der Ära einer Pestepidemie des frühen 18. Jahrhunderts. Andererseits bezieht sich nicht nur der Plattentitel auf gegenwärtige Unruhen wie etwa beim G20-Gipfel in Hamburg 2017.

Songwriting und musikalische Umsetzung erreichen mittlerweile einen Reife- wie Qualitätsgrad, der mit ihren Anfängen nicht mehr vergleichbar ist. "Wir haben mit den Jahren gelernt, uns auf das Bauchgefühl zu verlassen und nicht schon im Vorfeld einer Produktion in ein Korsett schnüren zu lassen", so Engler. "Wenn dann alle der Meinung sind, dass es sich richtig anfühlt, ziehen wir unser Ding durch."

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Amphi 2010 Live-Erfahrung, die man bemerkt.

Live-Erfahrung, die man bemerkt., Amphi 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live-Erfahrung, die man bemerkt., Amphi 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live-Erfahrung, die man bemerkt., Amphi 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live-Erfahrung, die man bemerkt., Amphi 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)

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