laut.de-Kritik

Von kalifornischen Sonnen- und skandinavischen Schattenseiten.

Review von

Anfang der Nullerjahre: So allmählich emanzipiert man sich von den "Bravo Hits", und der Klinsch zwischen Hip Hop und Rock entscheidet sich eher zugunsten Letzterem: Auf die Hosen folgt Papa Roach, Bizkit, und der kleine Punk in einem bekommt "Land Of The Free?" serviert. Spätestens mit dem explosiven Soundmix aus Funk, Hip Hop, Punk und Metal namens Rage Against The Machine" gibts dann nichts Größeres mehr. Tja, und irgendwo zwischendrin rotiert Millencollins "Home From Home".

Dank ihres Hits "No Cigars", der im Hintergrund des Playstation-Klassikers "Tony Hawk's Pro Skater 2" lief, schaffte es die Band auf die Mattscheibe der Skate-Bewegung. Ab "Pennybridge Pioneers" waren die Schweden dann nicht mehr aus der Szene wegzudenken. Um das 20-jährige Bandjubiläum im passenden Rahmen zu begießen, feiert der Vierer nun sein eigenes Festival mit Skate-Contests, den Hives und sich selbst. Und wer es im Juni nicht bis nach Schweden schafft, der vergnügt sich eben mit diesen zwölf B-Seiten der letzten Dekade.

Tatsächlich? Eine Best-Of aus gerade mal zwei neuen Tracks und altbackener B-Ware? Hm. Doch wer nicht jede Sonderedition und Maxi-CD im Plattenregal stehen hat, der erfreut sich an ungehörtem Material das nach klassischer Millencolin-Manier rockt. Der eine oder andere Track wurde zu Recht links gelassen ("Dinner Dog"), aber um Stimmungsbomben wie "Bowmore", "Into The Maze" oder "Mind The Mice" wäre es schade gewesen.

Ein weiteres Plus stellt die Bonus-DVD dar: Noch nie gesehene Recordinsessions mit Bad Religion-Klampfer Brett Gurewitz als Spaßvogel und Produzent des Durchstarter-Albums wechseln sich mit kurzweiligen Liveaufnahmen aus Köln ab.

Das Leben als Musiker mag spannend sein - in den grundehrlichen Interviews erfährt man aber nicht nur von kalifornische Sonnen- sondern auch skandinavische Schattenseiten: Irgendwann kommt auch ein Punkrocker an seine Grenzen.

Trackliste

  1. 1. Carry You
  2. 2. Out From Nowhere
  3. 3. Absolute Zero
  4. 4. Mind The Mice
  5. 5. The Downhill Walk
  6. 6. E20 Norr
  7. 7. Bull By The Horns
  8. 8. Junkie For Success
  9. 9. Dinner Dog
  10. 10. Ratboy's Masterplan
  11. 11. Phony Tony
  12. 12. Queen's Gambit
  13. 13. Bowmore
  14. 14. Into The Maze

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7 Kommentare

  • Vor 10 Jahren

    Wow, keine fünf Sätze zur CD und sowas schimpft sich Review...

  • Vor 10 Jahren

    Also der Review-Schreiber hat in meinen Augen mal sehr wenig Ahnung. Bzw. ist in seinem Leben erst sehr spät mit Millencolin in Kontakt gekommen. In der Skater-Szene sind/waren Millencolin schon mit Same Old Tunes (ehem. Tiny Tunes) und Life on a Plate bekannt (was in meinen Augen auch die besten und frischesten Platten sind). Alles was danach kam war eher der zunehmenden kommerziellen Ausrichtung geschuldet. Keine Frage die anderen Platten hatten auch ihre Höhen...

  • Vor 10 Jahren

    Also der Review-Schreiber hat in meinen Augen mal sehr wenig Ahnung. Bzw. ist in seinem Leben erst sehr spät mit Millencolin in Kontakt gekommen. In der Skater-Szene sind/waren Millencolin schon mit Same Old Tunes (ehem. Tiny Tunes) und Life on a Plate bekannt (was in meinen Augen auch die besten und frischesten Platten sind). Alles was danach kam war eher der zunehmenden kommerziellen Ausrichtung geschuldet. Keine Frage die anderen Platten hatten auch ihre Höhen...