Porträt

laut.de-Biographie

Mammoth Weed Wizard Bastard

Waliser - alles verschrobene Hinterwälder. Vorurteil oder ist da was dran? Einen gewissen Grad an Verschrobenheit kann man Mammoth Weed Wizard Bastard jedenfalls nicht absprechen. Zu eigensinnig, zu nischig, zu ungewöhnlich ist ihr Sound.

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Und dann diese Eigenbeschreibung: "Three ape descendants and an astral seraphim combining their powers to generate colossal interstellar arias of plutonium weight. We are the ideal soundtrack to your next intergalactic voyage or black hole exploration!"

Gegründet in Wrexham veröffentlichen die Gitarristen Paul Davies und Wez Leon, Drummer James Carrington sowie Sängerin/Bassistin Jessica Ball Anfang 2015 ihren ersten Track "Nachthexen". Mit über 30 Minuten Spielzeit länger als so manche EP schafft es das Quartett, hier seinen Sound zu manifestieren. Größtenteils instrumental angelegt schwappen Doom-Wände der Marke YOB durch die Finsternis, durchsetzt von psychedelischen Elementen und hin und wieder der sirenenhaften Stimme Jess Balls.

Den ersten Liveauftritt absolvieren Mammoth Weed Wizard Bastard im April desselben Jahres. Das drei Songs umfassende "Noeth Ac Anoeth" erscheint nur wenige Monate später und wartet neben "Nachthexen" noch mit "Les Paradis Artifiels" und "Slave Moon" auf. Zwei Titel, die den Stil der Band weiterentwickeln und insbesondere den geisterhaften Vocals mehr Raum zugestehen. Obwohl der Release mit gut 50 Minuten ohnehin Albumlänge hat, sehen die Waliser ihn noch nicht als offizielle Debüt-LP an.

Diese folgt nicht einmal ein ganzes Jahr später, kommt in etwa auf dieselbe Lauflänge, hat aber doppelt so viele Songs. "Y Proffwyd Dwyll" präsentiert die Waliser eine Spur eingängiger, fokussierter. Im Kern bleibt die Band sich und ihrem Schamanendoom aber treu. Gut so, denn schwer genug ist es, im Downtune-Gebrodel seinen ureigenen Sound zu finden – Mammoth Weed Wizard Bastard haben das geschafft.

Trotzdem entwickeln sie sich weiter. Auf "Yn Ol I Annwn" nehmen Streicher und Synthesizer mehr Platz ein, die Songs werden kürzer und proggiger, die Doom-Riffs bleiben aber. "Ich wollte den Sound der Band weitertreiben, aber dennoch dem treu bleiben, was uns ursprünglich angetrieben hat. Die Doom-Szene floriert zum Glück, aber einige der Genre-Elemente können ein wenig limitieren – uns geht es darum, dagegen anzudrücken", erklärt Davies.

Mit der Platte beschließen die Waliser eine mit den ersten beiden Alben begonnene Trilogie. Ihre Zukunft ist damit zunächst unklar. "Falls wir in den nächsten zwölf Monaten irgendwas machen, wird es ein Synth-Album", deutet Davies einen radikalen Stilwandel an. Ob und wie es mit Mammoth Weed Wizard Bastard weitergeht, hängt auch von der Performance von "Yn Ol I Annwn". Davies führt aus: "Das ist die Ende dieser Phase der Band. Ich habe noch keine Pläne, Album vier zu schreiben. Das ist die ehrliche Wahrheit. Es waren drei intensive Jahre. Wir werden einfach sehen, wie dieses Album funktioniert."

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