laut.de-Kritik

Neun Disco-Pop-Perlen, jede mit ganz eigener Aura: wahnsinnig gut!

Review von

Kasper Bjørke präsentiert mit "After Forever" neun frische Disco-Popperlen. "Rush" feat. Tobias Buch macht direkt Kate Bush Konkurrenz, ein 80er-Jahre-funkig-dubbiger Track mit prägnanter analoger Bassline.

Warme, deepe Sounds in Kombination mit Calypso-Anleihen: Der Blade Runner würde hier sicherlich gerne herumirren. "Sylvia" erinnert einen zugleich an Italo Disco-Helden wie KOTO.

Man soll nie direkte Vergleiche ziehen, aber Reminiszenzen an den Sound der Kindheit fallen einem dann doch stärker in Auge und Ohr. Die Drums klingen sehr cool produziert und zeitgemäß, bewahren aber dennoch den gewissen Harold Faltermeyer-Appeal bewahrt. Dazu die souligen Vocals von CTM: wahnsinnig gut.

Jedes Stück begeistert mit einer ihm ganz eigenen Aura. "Grit" wabert in Space-Disco- und New Wave-Gefilden. Lamborghini, Trockeneis, Umhängekeyboard. Auch hier ragen wieder die hervorragenden Drums heraus, die sich dezent im Hintergrund halten, aber ordentlich Druck machen. Stark!

Der Däne präsentiert sich als ein in jeder Hinsicht ganzheitlicher Künstler. Bei der Auswahl des Covers hätte man irgendeinen 80er-Neon-Design-Kram erwartet, "After Forever" überrascht aber mit einem nicht-figürlichen Ölgemälde mit recht pastosem Farbauftrag, wie der Kunsthistoriker sagen würde. Ein Gesamtkunstwerk also, das zufällig wirkt, bei dem aber natürlich nichts dem Zufall überlassen blieb.

Die philosophische Frage, was nach dem "Immer" kommt, weiß man nach der Verinnerlichung dieses Werks immer noch nicht zu beantworten. Fest steht jedoch: Auf die Qualität von Kasper Bjørkes Arbeit ist immer wieder Verlass!

Trackliste

  1. 1. Rush
  2. 2. Sylvia
  3. 3. Marble Blood
  4. 4. Tnr
  5. 5. Grit
  6. 6. Lies
  7. 7. Into Swithereens
  8. 8. Apart
  9. 9. Forever

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2 Kommentare

  • Vor 7 Jahren

    Versteh ich mal wieder nicht! Haste der artigen Sound im CD Laufwerk, haste nach drei Takten alles gehört, von jedem Stück. Was da eine Kate Bush im Review zu suchen hat, ergründet sich mir nicht. Wenigstens die Kürze des Reviews bleibt einsichtig, geht mit den 5 Sternchen überhaupt nicht einher. Halte das Review nicht für gut und auch das Album ist nix. Ok die Drums sind ok, aber das klingt etwas wie Trommeln vor Angst im Wald. Nur Ausdruck meiner Meinung bitte nicht sich wegen einer Meinung, gleich auf den Schlipps getretten fühlen.

    Gruß Speedi

  • Vor 7 Jahren

    Ich finde das Album SUPER: 5/5 geht vollkommen in Ordnung.