Porträt

laut.de-Biographie

KSI

Die Karriere des Olajide Olatunji, besser bekannt als KSI, beginnt wie so viele Erfolgsgeschichten junger Menschen heutzutage im Internet - genauer gesagt auf YouTube. Als der 1993 in Watford geborene Arsenal London-Fan im Jahr 2009 seinen Kanal "KSIOlajidebt" auf der Video-Plattform erstellt, ahnte er noch nicht, dass er einmal einer der bekanntesten und meist-abonnierten YouTuber und sein Kanal ein Sprungbrett für ihn in die Musik-, Box- und Influencer-Welt werden sollte.

KSI: Neues Video zu "Killa Killa" Aktuelle News
KSI Neues Video zu "Killa Killa"
Während Rap-Poet Tanzverbot in Deutschland das Game überschwemmt, greift der frühere Fifa-YouTuber KSI im U.K. schon lange nach dem Thron.

Als JJ, wie er von seinen Freunden genannt wird, seine ersten Videos auf YouTube hochlädt, war YouTube noch nicht das, was es heute ist. Geld verdienen konnte man als Content Creator nur wenig oder gar nicht. Im Gaming-Bereich, in dem sich KSI während seiner ersten Jahre größtenteils aufhält, startet er wie die meisten in diesem Zeitraum erstellten Kanäle aus der Motivation heraus, die eigenen Gameplay-Aufnahmen, zum Beispiel besonders schöne Tore im Fußball-Simulationsspiel Fifa, mit anderen zu teilen.

Die Zahl seiner Zuschauer und Abonnenten wächst bei KSI allerdings deutlich schneller als bei fast allen anderen Hobby-YouTubern. Grund dafür sind aber nicht KSIs besonders herausragende Fähigkeiten am Controller, sondern seine exzentrische Art, sein teilweise zweifelhafter Humor und seine Kreativität. Eine Art Running Gag in KSIs Videos ist der ehemalige England-Nationalspieler Emile Heskey, über den sich der YouTuber regelmäßig lustig macht. Im Mittelpunkt seiner Videos steht nicht das sogenannte "Gameplay", das meistens den Großteil des Bildschirms einnimmt, sondern KSIs Kommentar, seine Reaktionen, sein Geschrei, sein Rumgehampel und sonstige Reaktionen, mit denen er die Zuschauer mit jedem Video wieder auf seinen Kanal lockt.

Fifa dominiert in den ersten Jahren KSIs YouTube-Kanal, doch mit der Zeit erhalten dort immer mehr Spiele aus anderen Genres Einzug. Er filmt sich beim Spielen von Horror-Games, kreischt, fällt vom Stuhl und unterhält die Abonnenten, indem er selbst den Clown gibt. Seine immer größer werdende Reichweite steigert sich durch Video-Kollaborationen mit anderen YouTubern. Besonders die gemeinsamen Videos mit den Sidemen, einer Gruppe erfolgreicher Gaming-YouTuber aus England, der KSI angehört, erfreuen sich bei den Zuschauern großer Beliebtheit. Mit über 50 Millionen Aufrufen ist die "CROSSBAR CHALLENGE!!!!!" von 2014 noch immer KSIs zweit-erfolgreichstes Video.

Das Interesse an Gaming und Fifa schwindet und die "Real Life-Videos", Pranks, Challenges, Vlogs, Q&A-Videos etc. nehmen Überhand. Vereinzelt finden sich auch immer wieder sehr amateurhafte musikalische Beiträge in Form von Raps auf KSIs Kanal, zum Beispiel das 2014 veröffentlichte "Heskey-Time" in Zusammenarbeit mit dem britischen Rapper Randolph. Hier nimmt KSI in seinem Feature-Part die Rolle des ehemaligen Nationalspielers ein und stellt diesen als Sexualstraftäter dar: "I'm too quick for the sex offenders' list, I be over that / When I set my eyes on you, there's no escape, you know that".

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Schon aus diesen sehr laienhaften und unprofessionellen Versuchen des Comedy-Raps lässt sich jedoch KSIs Leidenschaft für Hip Hop ablesen. Und nur ein Jahr später veröffentlicht KSI sein mit fast 115 Millionen Aufrufen erfolgreichstes Video: "Lamborghini" featuring P. Money. Keine Fifa-Clips, keine Comedy, kein Rumgehampel mehr, KSI möchte ernst genommen werden in der Hip Hop-Welt. Eine ausreichende Plattform und Millionen Fans hat er zu diesem Zeitpunkt längst, doch die Reaktionen fallen durchwachsen aus. KSIs erste Tracks werden belächelt.

Kollaborationen mit etablierten UK-Rap-Größen wie JME oder Sway sollen dies ändern. Der Erfolg spricht für ihn, seine Musik eher weniger. 2016 erscheint die "Keep Up"-EP, 2017 die EP "Disstracktions". Durch den Beef mit Logan Paul, einem bei jungen Amerikanern extrem populären YouTuber aus Ohio, steigert KSI seinen Bekanntheitsgrad in den Vereinigten Staaten um ein Vielfaches. Die nie so wirklich ernst zu nehmende Fehde zwischen den beiden nimmt ihren Höhepunkt im August 2018 an, als die beiden in der ausverkauften Manchester Arena vor mehr als zwei Millionen Live-Zuschauern im Internet einen Boxkampf veranstalten.

Während KSIs erstes Album "New Age", eine Kollaboration mit Randolph aus dem Jahr 2019, am amerikanischen Markt komplett vorbei geht, gewinnt KSI für sein zweites Album "Dissimulation" sehr hochkarätige Gäste aus der dortigen Hip Hop-Landschaft: Vertreten sind unter anderem Offset, Lil Baby, Rick Ross und Jeremih. "Dissimulation" erreicht Platz zwei in den britischen, Platz vier in den australischen und sogar Platz eins in den irischen Charts. Obwohl KSI die Single "Down Like That" mit Rock Ross und Lil Baby sogar als Einlaufmusik bei seinem zweiten Boxkampf gegen Logan Paul verwendete, fand sie in den amerikanischen Charts keinerlei Beachtung.

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