6. Juni 2011

"Die Leute sind tierisch angepisst!"

Interview geführt von

In einem Hotel am Rande von Frankfurt treffe ich Dennis (E-Gitarre) und Nathen (Bass) der Irish-Folk-Rocker Flogging Molly. Ihr fünftes Album "Speed Of Darkness" erscheint am 27.5. auf dem Band-eigenen Label Borstal Beat Records.Wir setzten uns draußen auf die Terasse. Es ist verdammt heiß in Frankfurt. Auch meine beiden Interviewpartner schwitzen ohne Ende, weswegen wir das Interview irgendwann an einen schattigen Platz verlegen.

Dennis und Nathen sind sehr gut aufgelegt. Am Morgen sind sie in Frankfurt angekommen, am nächsten Abend werden sie in Belgien beim Groezrock-Festival spielen. Es ist schwer, sie in ihrem Redefluss zu stoppen. Vor allem Nathen kommt oft vom Hundersten ins Tausendste. Dennis vergisst gerne mal, was die Frage eigentlich war. Dennoch: wahnsinnig sympathische Kerle.

Was ist die 'Speed of Darkness'?

Nathen: Naja, das ist ein Album von Flogging Molly ... Der Name kommt von einem Zitat von einem sehr guten Freund der Band. Als er ein Junge war, befand er sich inmitten des Konflikts zwischen Kroatien und Serbien. Und damals sagte er: Ich weiß, was die Licht-Geschwindigkeit ist, aber was ist die Geschwindigkeit der Dunkelheit? Dave (der Sänger von Flogging Molly, Anm. d. Red.) und wir dachten uns, es ist sehr tiefgründiges Zitat. Es passt perfekt zu der aktuellen Zeit, nicht nur zu dem, was diesem jungen Mann passiert ist.

Dennis: So ist es, Mann.

Ich bin ein wenig verwirrt, wo ihr "Speed Of Darkness" aufgenommen habt. Ich habe mal Detroit gelesen, an anderen Stellen NICHT Detroit. Also wo war es denn nun?

Dennis: In Ashville, North Carolina und Austin, Texas. Aber wir haben es in drei Sessions in Detroit geschrieben und auch dort geprobt.

Der Kellner, Markus (ein Ire), kommt herein, fragt nach Autogrammen und lädt die Band in einen Pub nicht weit vom Hotel ein, sobald seine Schicht fertig ist. Die Jungs sind begeistert, geben Autogramme und freuen sich tierisch auf den Pub (Dennis: "Haben die da auch Guinness?").

Also habt ihr euer Album in Detroit geschrieben. Hatte die Krise dort Einfluss auf euch?

Dennis: Dave schreibt die meisten Songs. Er und Bridget (Violine) haben ein Haus in Detroit. Sie leben aber auch in Irland. Also gehen wir normalerweise dorthin, wo Dave ein Haus hat, und arbeiten dann an den Songs. Wir waren also in Detroit und es war der beste Platz, den wir jemals hatten. Wir lebten alle gemeinsam im Untergeschoss von Dave Haus und ... Ich hab komplett die Frage vergessen. Tut mir leid.

Seid ihr von der Krise und den Auswirkungen der Krise in Detroit beeinflusst?

Dennis: Oh ja! Dave auf jeden Fall. Es hatte einen starken Einfluss auf ihn. Detroit ist eine Stadt mit einer langen Geschichte. Dort herrscht eine große Armut und Verwahrlosung. Du gehst durch wunderschönen Nachbarschaften, aber einen Block weiter siehst du nur noch Verwüstung. Heruntergekommene Häuser mit zerbrochenen Glasscheiben. Es gibt ganze Nachbarschaften, die so sind. Ein Freund von mir hat mich mal durch so einen Block gefahren. Die holen da nicht einmal mehr den Müll ab! Aber auf der anderen Seite gibt es immer noch Orte, wo alles OK ist. Das ist ziemlich surreal. In wenigen Jahren ist das alles passiert. Deswegen auch der Titel. Weil alles so schnell ging. Vielleicht kann man das schlecht mit Europa vergleichen.

Nathen: Naja, die Europäer hatten in ihrem Leben schon einige Kriege zu überstehen. Daran sieht man auch, wie schnell alles zugrunde geht. Und das hat Dave auch inspiriert. Die Situation in Detroit hatte Einfluss auf die ganze Band. Dennis hat ja schon ein gutes Bild von dieser Stadt gezeichnet. Aber es gibt noch eine andere Seite, die sehr inspirierend ist. Dort gibt es nämlich sehr viele Künstler. Wir haben so viele interessante Leute getroffen. Diese Leute waren kreativ, positiv und haben weit über den Tellerrand geschaut. Ich habe viele interessante Konzepte gehört, von wegen: Macht die halbe Stadt platt und nutzt den Boden, um Bauernhöfe und Farmen aufzubauen. Was für eine geile Idee! Warum sollte man nicht diesen städtischen Verfall dazu nutzen, um den Leuten beizubringen wie sie ihr eigene Nahrung anbauen können. Amerika muss wieder an die Realität erinnert werden. Vielleicht muss das jeder von uns.

Ihr macht auf dem Album ja ziemlich eindeutig klar, dass ihr mit der Politik in Amerika und den Politikern nicht zufrieden seid. Was sollte denn eurer Meinung nach getan werden, um den Leuten zu helfen?

Nathen: Uff. Puh. Das ist eine schwere Frage. Zuallererst sollten wir aufhören ständig neues Geld zu drucken und dann Steuern zu erheben, um dieses Geld dann zu finanzieren. Es gibt sehr viel zu tun. Und zur Zeit sieht es so aus, als ob gar nichts passiert. Ich glaube, die Amerikaner sind mehr als frustriert von diesem politischen Klima. Wir sehen ja in erster Linie, wie die Regierung die Reichen rettet, während die Armen leiden müssen. Das wirkt auf mich nicht wie eine Demokratie. Dann fangen die Leute natürlich an, sich zu fragen ob sie denn tatsächlich in einer Demokratie leben. Das ist eine schwierige Frage und ich möchte meine Antwort jetzt auch nicht überstrapazieren.

Dennis: Was war die Frage? Was getan werden kann, um den Leuten zu helfen? Es braucht ein paar wirklich gute Ideen da draußen. Im Moment machen wir die Reichen reicher und die Armen ärmer, wir werfen Bomben auf die unterschiedlichsten Länder und starten verschiedene Kriege.

Nathen: Wo du gerade Bomben erwähnt hast. Wie viel Geld geben wir denn für die sogenannte Verteidigung aus? Seit wann ist Amerikas Politik schon die der Präventiv-Schläge? Viele Leute denken, dass diese Imperiums-Politik, die Amerika und einige andere Staaten durchziehen, falsch ist. Ich unterstütze das nicht und ich kenne viele Amerikaner, die das auch nicht tun. Ich kenne auch viele großartige Soldaten, die unsere Politik nicht unterstützen. Die wollen keine fremden Länder erobern. Wir versuchen, dort unsere blöde westliche Demokratie aufzubauen und haben selber keine, die richtig funktioniert! Die Kriegs-Maschinerie muss aufhören. Wir müssen in anderen Bereichen Initiative ergreifen: Frieden, Kommunikation. Wir müssen endlich wie erwachsene Leute denken. Aber wir verhalten uns wie Schulkinder und kloppen uns gegenseitig. Fühlt sich das gut an? Nein! Im Endeffekt beeinflusst das unsere Kinder und Enkel-Kinder. Ich selber habe drei Kinder, Dennis auch. Und wenn ich über das politische Klima denke, denke ich nicht an rechts oder links, Demokraten oder Republikaner. Ich denke an meine Kinder und an die Welt, in der sie leben werden. Das ist das Einzige was zählt. Diese Politik ist so ungesund für unsere Kinder und den verdammten Planeten.

Dennis: Ich habe doch noch eine kleine Antwort, auf diese Frage. Es ist gerade "tax-time" in Amerika, wo du deine Steuern bezahlen musst. Und ich glaube es war General Electric, die 14 Milliarden Dollar verdient haben, aber keine Steuern zahlen müssen. Ich denke, wir müssen anfangen die Reichen mehr zu besteuern. Warren Buffet zahlt weniger Steuern als seine Sekretärin und er ist der drittreichste Mann der Welt!

Nathen: Warren Buffet sagt ja auch: Es gibt einen Klassenkampf! Und wir gewinnen. (lacht)

Wir haben in Deutschland auch diese Diskussion. Aber gehen wir doch noch mal zurück zur Platte. Ist "Speed Of Darkness" denn ein Konzept-Album?

Nathen: Nee, nicht wirklich. Es sind ja auch Songs drauf, die sehr persönlich sind, die über das Leben, Liebe und Verlust gehen. Und das passiert ja in jedem ökonomischen oder politischen Klima. Das Leben geht halt weiter.

"Ich will keinen Song über Nichts schreiben."


Na ok. Ich finde, das Album klingt sehr typisch nach Flogging Molly.

Dennis: Wirklich?

Ja, schon. Würdest du denn sagen, es gibt viele Unterschiede?

Dennis: (lacht) Oh ich denke, wir beide haben darauf eine andere Antwort ... Ich finde es lustig, dass du das sagt, weil wir gerade auf Tour waren und ich dort viele Leute getroffen habe, die gesagt haben, wir klingen anders, als sie die erste Single gehört haben. Und das dachte ich mir auch. Wir sind in eine andere Richtung gegangen und haben einen etwas anderen Sound ausprobiert. Ich würde sagen: es hat geklappt. Aber es ist immer noch dieselbe Band, dieselben Instrumente und der gleiche Typ, der die Songs singt. Wir haben noch die gleiche Energie wie auf "Drunken Lullabies". Wir sind eben eine Band aus sieben unterschiedlichen Leuten, aus den unterschiedlichsten Ländern, die unterschiedlich alt sind und sogar unterschiedlichen Geschlechts. Wir haben alle andere Einflüsse, aber wir lieben alle die Musik und so kommen wir zusammen. Es kann viel bei uns passieren und das machen wir uns zu eigen. In dieser Band feiern wir unsere Unterschiede. Das macht die Band zu dem, was sie ist. Uns gibt es halt schon seit 1997, also seit 14 oder 15 oder Jahren. Da will man natürlich die Songs auch mal anders angehen, andere Dinge ausprobieren. Ich denke ... ähm ... das ist alles was ich dazu zu sagen habe. (lacht)

Nathen: Es ist immer das Gleiche mit Flogging Molly. Es sind ehrliche Songs, die besten Songs, die wir schreiben können. Es geht nie darum, etwas Neues auszuprobieren. Es geht immer darum, die beste Musik zu machen. Es ist die Chemie in dieser Band, die den Sound ausmacht. Der Sound entwickelt sich von jeder Platte zur nächsten, wie eine Evolution. Ich lebe diese Musik, also kenne ich auch die Unterschiede. Die mögen für manche gering sein, aber für mich gibt es so viel, was dahinter steckt. Ich kann mich an die Geburten und Tode erinnern, die mit den Songs zusammenhängen. Also sind sie ein Teil von unserem Leben. Und so wie du dich selbst veränderst, wenn du älter wirst, so verändern sich auch die Songs. Wenn du 18 bist, denkst und handelst du in einer bestimmten Art. Wenn du 20 bist, denkst und handelst du wieder anders.

Dennis: Das gleiche gilt für 35 und 45. Das hört nie auf. (lacht)

Gut zu wissen. Eine Sache, die mir definitiv aufgefallen ist, die anders ist, sind die sehr plakativen Textzeilen. Texte wie "The C E O must go!" haben ja eine sehr klare Botschaft. Ich kann mich nicht erinnern, dass ihr solch schlagkräftigen und deutlichen Botschaften auf den anderen Platten hattet.

Nathen: Ja, du hast recht. Das Album ist brutaler und direkter. Die Leute sind eben tierisch angepisst! Und wir nennen es beim Namen. Ich hoffe, dass sich die Menschen eines Tages das Album anhören und dann sagen werden: Was zum Henker ist ein CEO? Oder warum wollen die, dass sie gehen? Aber, verdammt noch mal, das sehe ich zur Zeit nicht. Ich will nicht in dieses politische Klima rausgehen und einen Song über absolut Nichts schreiben! Es gibt viel zu viel zu sagen. Es ist zu viel los.

Denkt ihr nicht auch manchmal, dass euer Publikum oder eure Fans euren Texten wenig Beachtung schenken? Ich finde, viele Leute sehen Flogging Molly als Party-Band. Sie achten kaum auf eure Texte und wollen eher Party machen und tanzen.

Nathen: Großartig! Wenn alles, was du von Flogging Molly mitnimmst, feiern und Party machen ist: wunderbar. Das ist unser Job. Wir sind hier um Musik zu machen. Klar haben wir eine Botschaft, wir haben unsere Sichtweise und unsere Meinung. Und das kommt auch rüber. Aber wenn du nur eine gute Zeit haben willst: Super. Besser als eine schlechte Zeit zu haben.

Dennis: Absolut! Aber es ist schwer für mich, das zu verallgemeinern. Es gibt schon viele Leute, die von Daves Texten inspiriert und bewegt sind. Aber wie Nathen schon sagte: wenn du Party machen und eine gute Zeit haben willst, ist das absolut drin. Das geht Hand in Hand.

Was mir immer wieder auffällt, ist die große Diskrepanz zwischen euren Texten und eurer Musik. Ihr habt oft nachdenkliche und traurige Texte und verbindet das mit fröhlicher Musik.

Nathen: Ist das Leben nicht genauso? (lacht)

Dennis: Genau das hab ich vorhin gemeint! Das ist auch das Lebensgefühl der Iren.

In dem Moment kommt Markus wieder und bringt Weizen. ("Release the irish spirit!")

Dennis: Wie in New Orleans. Wenn jemand stirbt, machen sie eine Prozession und feiern danach. Das machen sie in Irland auch.

Markus: Das heißt Wake. Du feierst das Leben der Person, die gestorben ist. Normalerweise mit dem Geld, was diese Person bei sich oder im Haus hatte. Nach der Beerdigung machst du eine Party und feierst das Leben.

Dennis: Genau das wollte ich sagen. Die Leute dort haben genau diesen Blick auf das Leben.

Was ich wirklich an diesem Album mag ist, dass die Texte Mut machen. Hatte das Dave im Hinterkopf, als er die Texte schrieb? War das sein Ziel? Mut zu machen?

Dennis and Nathen: Mmmh ...

Ihr habt keine Ahnung, oder?

Dennis: Ich versuche mal eine Antwort zu geben. Ich habe mich darüber auch schon mit Dave unterhalten. Ich glaube, er hatte es sehr wohl im Kopf, als wir die ersten Songs schrieben. Er wusste, wo er mit den Texten hin wollte.

Nathen: Ich denke diese Botschaft der Hoffnung, geht zurück zu unserer letzten Konversation über das Leben. "Speed Of Darkness" hat einen harten Klang. Wie du schon sagtest: die meiste Zeit singen wir traurige Texte über fröhliche Musik. Eines meiner Lieblingszitate kommt von Jimi Hendrix: 'Jeder singt über die Probleme, die wir haben. Aber wir wissen, was die Probleme sind. Vielleicht sollten wir eher darüber singen, wie wir die Probleme lösen können.' Dave würde diesem Satz wohl auch zustimmen. Selbst wenn die Lösung ist, dass du einfach weitergehen musst.

"Wir werden wieder zum rohen Sound zurück gehen"


In dem Song "In The Cradle Of Humankind" spielt ein Klavier eine wichtige Rolle. Das war das erste Mal, dass ihr ein Klavier benutzt habt, oder?

Dennis: Stimmt genau.

Nathen: Naja wir hatten eine kleine Klaviermelodie auf "Float", aber das hat keiner gehört. Also ist es das erste Mal, dass man ein Klavier auf einer Flogging Molly-Platte hört. Ich glaube Bridget hat sich die Melodie ausgedacht. (Summt die Melodie zusammen mit Dennis)

Dennis: Keine Ahnung. Vielleicht war das auch Dave.

Nathen: Aaaach, die sind verheiratet.

Dennis: Das habe ich dir noch gar nicht erzählt, also los gehts! Als wir den Song eingeprobt hatten, gab es darin noch gar kein Klavier. Wir haben ihn also gelernt und sind dann alle nach Hause gefahren. Mein drittes Kind war zu der Zeit gerade erst geboren, und ich habe ein Klavier daheim, obwohl ich nicht spiele. Und als ich einmal mein Baby beruhigen wollte, hab ich mich ans Klavier gesetzt und diese Melodie geklimpert. Und es hat funktioniert. Der Song hat sich also von alleine entwickelt. Es hat irgendwie Sinn gemacht, ihn auf dem Klavier zu spielen. Also dachte ich mir: so sollte er eigentlich klingen.

Nathen: Pianos sind klasse! Ich bring es mir gerade selbst bei. Was ich am Piano so gerne hab ist, dass alles schon da ist. Es ist alles vor dir und die Melodien sind gleich da. Bei Gitarren ist das anders.

Dennis: Hell Yeah! Aber was ich sagen wollte: Am Klavier macht der Song viel mehr Sinn.

Definitiv. Ich mag den Song und das Album sehr. Ich finde aber, der Platte fehlt es insgesamt an Dreck, so wie auf "Swagger". Hat das damit zu tun, dass Ryan Hewit (Red Hot Chilli Peppers) euer Produzent war?

Nathen: Ja. Ryan ist dafür ganz alleine verantwortlich, dass das Album nicht dreckig ist. (lacht)

Dennis: Ich denke, du hast Recht. Wir spielen halt jetzt schon seit 15 Jahren zusammen. Da wird man natürlich besser. Vielleicht hat das damit zu tun. Aber Ryan war da definitiv auch dran beteiligt.

Nathen: Yeah, ich denke wir sind viel tighter geworden. Wir spielen auch mehr zusammen. Aber wir haben alles live aufgenommen. Aber das ist natürlich nichts gegen die alten Platten. Das lag dann auch an Steve Albini. Der hat nie Overdubs gemacht. Alles live, nach dem Motto: Just Go!

Dennis: Ich denke, wir werden zu diesem Sound zurückkehren. Ich glaube wirklich dran. Ich kann es fühlen. Ich glaube diese Band geht in diese Richtung.

Ohne Mist?

Dennis: Ja, wie ich sagte: es entwickelt sich. Das ist meine Prognose für die Zukunft. Wie die Bad Brains. In einer halben Stunde, wenns hoch kommt.

Nathen: (begeistert) Yeah!

Dennis: 15 Songs in einer halben Stunde! Kein Song länger als 2,5 Minuten.

Ach, du verarschst mich.

Dennis: Ehrlich! Das hab ich mir vorgenommen, Mann. (brüllt zu Dave rüber, der an einem anderen Tisch mit Bridget ein Interview gibt) Hörst du das, Dave?

Nathen: Mmh, die sagen gerade, dass sie an einem klassischen Rock Album arbeiten.

Dennis: Oder sie sagen: Es wird in Richtung Funk gehen. (Alle lachen)

Der Promoter kommt auf die Terrasse und nimmt Nathen mit nach drinnen. Er muss zu einem andere Interview.

Nathen: Machs gut, bro'.

Du auch. Vielen Dank.

Dennis: Hast du noch Fragen? Ich hab keine. (grinst)

Ja, noch zwei. Ihr habt extra ein Label gegründet für dieses Album. Warum?

Dennis: Da gibt es einige verschiedene Gründe. Wir waren bei Side One Dummy seit 13 oder 14 Jahren. Und wir dachten uns, dass es an der Zeit sei, einen Wechsel zu machen, etwas anderes auszuprobieren. Und wir haben ja auch einen anderen Sound auf dem Album. Aber das ist kein Selling Out! Ein paar Leute werfen uns das vor. Aber das Label machen wir ja für uns. Da ist kein Major dahinter. Das gehört nur uns. Wir wollen auch irgendwann andere Bands signen. Und wir werden immer eine Side One Band sein. Wenn es mit dem Label nicht klappt, können wir auch wieder zurück. Weil das unser Zuhause ist. Es ist eben ein kleines Experiment.

Letzte Frage: Hörst du überhaupt irgendwelche Irish Folk Rock Bands?

Dennis: Eigentlich nein. Ich mag die Dropkick Murphys und die Real Mc Kenzies aber richtig hören ... nein. Aber ihr habt in Deutschland auch eine große Szene, oder?

Naja, die ist eigentlich ziemlich klein. Es gibt zwei größere Bands: Fiddlers Green und Mr Irish Bastard. Aber die Szene ist recht überschaubar.

Dennis: Na, aber immerhin habt ihr eine!

Stimmt, da hast du Recht.

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