laut.de-Kritik

Geile Mischung aus Death Metal und modernen Thrash-Riffs.

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Also, ich bin ja normalerweise echt einer der ersten, die schreien, wenn schon wieder ein Projekt von irgendwelchen Muckern etablierter Bands auf den Markt kommt. Aber, hey, das Teil von den Therion-Jungs ist einfach eine arschgeile Scheibe.

Anders als bei Therion geht der Ursprung von Demonoid nicht auf Grunzgurke Chrisofer Johansson zurück sondern auf Gitarrist Kristian Niemann. Der wollte mit seinem Bruder Johan (b) schon länger etwas in der Art auf die Beine stellen, aber irgendwie hat es nie geklappt. Zusammen mit dem ehemaligen Soilwork- und jetzigen Chimaira-Drummer Rickard Evensand haben sie dann doch irgendwann "Riders Of The Apocalypse" eingeknüppelt und legen damit eine ziemlich geile Mischung aus Old-School-Death Metal und modernen Thrash-Riffs vor.

Zwar ist musikalisch, wie gesagt, das meiste auf Kristians Mist gewachsen, jedoch durfte Christofer seine lyrische Ader auch auf "Riders Of The Apocalypse" ausleben. Wie der Titel schon klar macht, befasst sich das Konzept mit den biblischen vier Reitern der Apokalypse, was der Schwede mit ein paar eigenen Ideen noch weiter ausgebaut hat. Dabei kam eine kurzweilige und interessante Storyline heraus, die sich sehr gut ins musikalische Geschehen einbettet.

Dieses Geschehen hat nicht zuletzt wegen Christofers tiefen Death Grunts einen schweren, traditionellen Death Metal-Einschlag. Das mag man nach dem Opener "Wargods" zunächst gar nicht glauben, denn hier regiert eher der moderne Schwedentod, sprich die eher vom Thrash Metal angehauchte Seite der Musik. Doch schon mit "Firestorms" halten sich Death und Thrash die Waage, und Demonoid erinnern nicht selten an die frühen Entombed. Nach den ersten beiden Speedgranaten gehen sie es etwas gemäßigter an, das doomige "14th Century Plague" ist dann mit einer der Höhepunkte des Albums.

"Hunger My Consort" ist nicht nur dank des obergeilen Eingangsriffs mein persönlicher Favorit und muss sich diesen Platz nur gegen "End Of Our Times" hart erkämpfen. Hat Existenzberechtigung.

Trackliste

  1. 1. War Gods
  2. 2. Firestorms
  3. 3. Witchburners
  4. 4. 14th Century Plague
  5. 5. Hunger My Consort
  6. 6. The Evocation
  7. 7. Arrival Of The Horsemen
  8. 8. End Of Our Times
  9. 9. Death

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